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Abschied nehmen

Abschied nehmen, wie macht man das am besten? 

Muss es ein Abschiedsbrief sein? Wie macht man es den Angehörigen und Freunden leichter? 

Ich habe mir schon einige Gedanken um dieses Thema gemacht. Ich glaube das die Ungewissheit die Frage "Warum "schlimmer für alle zurück gebliebenen sind als der Tod selber! Mit der Erklärung in dem wissen das kein anderer Schuld ist kann man doch bestimmt besser damit zurecht kommen. 

Ist es dann nicht eine verdammte Pflicht es zu erklären?

Wie denkt ihr über das Thema?   

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Hm ist schwierig, aber ich denke, man kann schreiben was man will, dieses "Warum" steht trotzdem immer im Raum... Jeder macht sich gewisse Vorwürfe, zumindest die die nicht total eiskalt sind. Wenn ich einen verfasst hatte, dann habe ich eigentlich keine wirklichen Gründe genannt... die meisten würden es ja doch nicht verstehen. Hab aufgeschrieben, was ich noch loswerden wollte und mich dann ganz einfach verabschiedet.

LG

Engelchen.......

bitte sag` mir dass diese Frage nicht mehr relevant ist!

Wie könnte ich Dir das sagen nachdem ich versprochen habe ehrlich zu sein. :-( 

da du schon danach fragst:

ich würde nur einer einzigen person aus meiner familie schreiben können, weil ich bei den anderen überlebenden auf wenig bis gar kein interesse stoße, und ich aus diesem grunde aufgegeben habe, mich um sie zu sorgen oder mir gedanken darüber zu machen, was sie wohl denken würden, wenn ich diesen weg wählen würde. wir haben es zu lebzeiten nicht geschafft zueinander zu finden, warum also sollte ich sie noch damit belasten, dass ich nun nicht mehr da bin.

aber diese eine schwester, die ich bis heute noch nicht in meine arme schließen durfte, würde mich mit sicherheit auch ohne viele worte verstehen. und nur ihr würde ich mich verpflichtet fühlen, mich zu erklären.

aber: sie hat heute angerufen. ich habe über 2 stunden mit ihr telefoniert, und noch während dieses wunderschönen und sehr persönlichen gesprächs ist mir klar geworden, dass es aus meiner familie jemanden gibt, der wirklich an mich denkt. in jener sekunde, in der die nummer im display aufleuchtet, weiß ich genau, da ist jemand der mich mag, soweit seine geschundene seele und das herz es noch erlaubt.

warum also sollte ich ihr wehtun?

auch wenn wir nicht jeden tag miteinander sprechen oder uns nicht regelmäßig schreiben: allein das wissen, dass sie da ist, dass sie selbst darum kämpft, in ihr eigenes leben zu finden, gibt mir selbst immer wieder den mut weiter zu machen, auch wenn ich in den dunklen stunden meines lebens nicht immer daran denke, dass sie noch da ist. diese verbindung zu ihr, obwohl wir einander noch nie gesehen haben, ist so einzigartig, dass ich ihr das nicht antun wollte, selbst wenn es dann für mich heißt, dass ich mit dieser ständig entzündeten wunde weiterleben "muss".

während ich dir diese zeilen schreibe, wird mir erst klar, welche bedeutung diese eine schwester für mich hat, die bis ins jahr 2000 nur ein name aus einer akte meines zuständigen jugendamtes war, und ich bin froh, dass sie ihren kampf bis heute nicht aufgegeben hat.

Was ist Liebe? Dasselbe wie Hass, wenn du nicht aufpasst!!

So lange man hat einen einzigen Name, hinter welchen auch ein dich verstehendes Mensch befindet, ist Abschied zu nehmen zu früh.

Ob jeder so einen Name hat...? Ich denke fas jeder, wenn auch das nicht immer bewusst ist. Auch in der trockenen Wüste findet man Wasser und am Nordpol Wärme...

@ingwar: ich stimme dir uneingeschränkt zu. du hast es auf den punkt gebracht.

hg

Was ist Liebe? Dasselbe wie Hass, wenn du nicht aufpasst!!

 Du wirst es ihnen kaum erklären können, weil keiner dich so gut kennen kann, dass er diese Entscheidung wirklich einschätzen kann wie nur du selbst (Ausnahmen gibt es natürlich...) Außerdem ist Suizid immer eine zutiefst persönliche Entscheidung..

Und seelische Erleichterung halte ich für ein Klischee..selbst die längsten und ausführlichsten Abschiedsbriefe können nichts an dem Schmerz ändern, den Menschen nun mal durchleben müssen, wenn sie jemanden ungewollt gehen lassen müssen..hängt aber auch immer damit zusammen, wieviel deine "Mitmenschen" über dich und deine seelischen Qualen wissen..

Muss es ein Abschiedsbrief sein? Wie macht man es den Angehörigen und Freunden leichter? 

 

Ich Danke euch für eure Offenheit! Ihr habt mir ein paar Dinge zum Nachdenken mit gegeben!