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Die andere Seite..... :-((

Ich bin im Moment traurig und auch verzweifelt....

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich hier überhaupt erwünscht bin, weil ich wie oben schon als Thema angeben habe... das ich nun die andere Seite erleben muss.

Das heisst ich bin eine Hinterbliebene....die auf der suche nach Antworten ist, und manches verstehen zu können, warum ein Mensch sein Leben beendet. Warum man

vieles nicht erkannt hat, und warum selbst Spezialisten versagt haben ( Klinikaufenthalt, Ampulante psychologische Betreuung). Es bleiben so viele Fragen übrig

die wohl keiner mehr beantworten kann, Selbstvorwürfe, Wut, Trauer.... jeder Tag bestimmt eine andere Emotion... oder viele abwechselnde Gefühle an einem Tag. Tausend Fragen bestimmen den Tag, ruhelose Nächte.....

Vielleicht findet sich hier jemand, der mir vielleicht etwas näher bringen kann, wie man sich fühlt, warum einem alles egal wird, warum es nicht wichtig ist was mit

den Menschen passiert, die übrig bleiben??

 

Traurige Grüsse

Also erstmal,  aus meiner Sicht bist du hier auf jeden Fall willkommen. 

Allerdings weiß ich nicht ob ich eine wirkliche Antwort geben,  denn jeder Mensch ist anders. Und ich kann nur davon sprechen wie es mir bei meinen Suizidversuchen ging.

Habe mich zurück gezogen,  was die Menschen um mich herum hilflos gemacht und sie deshalb Abstand von mir genommen haben.  Damals dachte ich sie mögen mich nicht mehr und ich wäre nur eine Last. Mir war nicht alles egal, es schien mir nur alles so sinnlos.

Und dann das Gefühl der Einsamkeit, nicht weil ich allein war sondern weil ich mich unverstanden gefühlte habe und zum Teil heute noch fühle. Was wiederum eine unheimliche leere in mir auslöst hat, an mehr konnte ich nicht denken, nur daran dass das endlich aufhört.

Danke wolkenlos für deine Antwort!Und danke, das ich bei Dir willkommen bin.

Ist ja nicht so, das ich die Menschen nicht verstehen kann, die total verzweifelt sind, mein Leben war auch nicht immer einfach, und Depressionen hatte ich ganz gewiss auch schon.Ich war halt immer ein Kämpfer... der sich allein aus aller Verzweiflung herausgeholt hat, weil ich mir immer geschworen habe,das mich niemand "klein bekommt"!Aber diesmal erlebe ich eben die andere Seite...... und die ist sehr schlimm für mich und meinen Mann. Um die ganze Geschichte zu erzählen von Anfang an.... das würde hier wohl den Rahmen sprengen.

wolkenlos.... meiner Stieftochter muss es wohl ähnlich wie Dir gegangen sein.... es gab vor 2 Jahren schon einen SM Versuch. Wir dachten Sie wäre in guten Händen, aber anscheinend war Sie eine gute Schauspielerin.... über Ihre Probleme konnte oder wollte Sie nicht mit uns reden ( sie wohnte bei der Mutter). Das sich in den 2 Jahren mit Therapie sowie Klinikaufenthalt nicht viel geändert hat, das haben wir bemerkt, doch wenn wir bedenken hatten, hörten wir von der Mutter nur immer " Sie ist erwachsen, kann selbst entscheiden" Das das wohl nicht der richtige Weg war, das wird uns nun bewusst, jetzt wo es zu spät ist.

Wir machen uns Vorwürfe, das wir zugeschaut haben... oder besser gesagt "zuschauen mussten" ohne großen Einfluss auf das Kind ausüben zu konnten. Es wurde halt alles mit der Mutter besprochen, und was diese für gut hielt, wurde dann auch gemacht. Bei vielen Entscheidungen die ohne uns getroffen wurden, waren wir nicht wirklich glücklich. Aber das Gesetz will es ja so haben, das "erwachsene Menschen" selbst in so einem psychisch schlechten Zustand bestimmen können, was sie möchten.

Was ich mir hier erhoffe?? Vielleicht durch Menschen, denen es ähnlich geht zu verstehen, warum das Leben nicht mehr lebenswert ist, obwohl das Umfeld ( Familie) in Ordnung war und ist.

 

Viele Grüsse

 

 

Scheint, als hattest du deine Stieftochter gerne gehabt hast.

Manchmal frage ich mich was gewesen wäre wenn einer meiner Versuche geklappt hätte?  Ich frag mich ob es Einfluss auf das Leben ander hätte. Ich weiß dass es Menschen gibt die mich mögen,  die mich lieb haben.  Aber ich weiß nicht warum,  manchmal fühle ich verloren in der Gruppe und das obwohl ich weiß ich gehöre dazu. Ich war auch schon in einer Klinik bzw. Psychiatrie, habe ambulante Therapie gehabt. Ich glaube es hat ganz viel mit der inneren Einstellung zu tun, Hilfe auch annehmen zu können. 

Es hört sich jetzt vielleicht paradox an, aber manchmal ist es schwerer zu leben wenn einen andere lieben,  weil man Angst hat diese Menschen zu enttäuschen. 

Mir geht es auch so, ich habe ganz große Angst davor zu versagen...

 

wolkenlos..... ich bin sehr froh darüber, das Du da bist, und das Deine Versuche nicht geklappt haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie das ist, einen Menschen unter solchen Umständen ( sie war erst 20 :-(( ) zu verlieren. Es reißt einen förmlich den Boden unter den Füßen weg, und plötzlich ist das Leben nicht mehr das, was es einmal war, und wird nie mehr so sein.

Natürlich habe ich meine Stieftochter geliebt,so wie ich meinen Mann liebe ( sie war ja ein Teil von ihm, und von Anfang an gehörte sie dazu, und somit auch zu unserer Beziehung).

Ich wollte Ihr ja helfen, weil ich von Anfang an gesehen habe, das mit ihr etwas nicht stimmt ( damals war sie 11 und wurde aus einer psychologisch betreuten Schule entlassen). Nur am Anfang war ich sehr vorsichtig, da ich meinen Mann ja auch nicht verletzen wollte. Ich war damals geschockt, das man ein Kind in so einem Zustand ( total eingeschüchtert, klebte an Ihrem Vater wenn sie hier war, dieser musste immer in Sichtweite bleiben, damit sie keine Panik bekam. Kam überhaupt nicht mit kleinen Kindern klar, was ich auch komisch fand, das ein Kind keine Kinder mag.Konnte keine Minute still sitzen, oder sich mal längere Zeit mit etwas beschäftigen. Als ich mit meinem Mann vesucht habe ein Gespräch zu führen, meinte dieser das sich ihr Zustand um 180° verbessert hätte. Das musste ich ihm ja glauben, weil ich die Zeit davor nicht miterlebt habe, und somit habe ich dann an dem Thema nicht mehr festgehalten

Dieser Zustand wurde mit der Zeit auch sehr viel besser, auch unser Verhältniss. So gut, das Sie eigendlich zu uns ziehen wollte. Damals hatten wir aber nur eine kleine Wohnung, weil mein Mann mit in meine Wohnung gezogen ist, so das dies erstmal nicht möglich war. Nachdem sie es damals der Mutter erzählte das sie zu uns kommen möchte, wurde der Kontakt zu uns erstmal für 7 Monate komplett unterbrochen ( hatte plötzlich lt. der Mutter keine Lust mehr zu uns zu kommen, keine Zeit etc.) Sie wurde von der Mutter so geimpft, das als wir ein Haus gekauft hatten, wo es auch ein Zimmer für sie gab, von Ihrer Seite aus kein Interesse mehr gab, zu uns zu ziehen.

Da die Mutter ein totaler Einzelgänger war und ist, keine Freunde, keine Bekannte, hat diese sich an ihr Kind geklammert, ja es entstand meiner Meinung nach in all den Jahren eine sogenannte "Zwangsbeziehung zwischen Mutter und Kind"! Die Mutter hat nur mit dem Kind Sachen unternommen.... leider war sie auch immer Ansprechpartner für die Mutter, wenn es um Probleme ging. Oder besser gesagt, alles was meinem Mann an Ihrer Erziehung nicht gefiehl, und es der Mutter mitteilte, wurde natürlich gleich alles mit Ihr besprochen!

Dadurch gab es natürlich auch oft Probleme mit dem Kind... weil wir ja immer die bösen waren, die ihre Mutter angriffen.Es war einfach irgendwann nicht mehr normal das ein Kind mit 18 bei der Mutter im Bett schläft...... die Mutter dagegen fand dies völlig normal. Und es gab sooo viele weitere Sachen, die dem Alter nicht entsprachen. Aber uns waren in vielen Sachen einfach die Hände gebunden, weil wir keinen Einfluss mehr ausüben konnten. Und aus Rücksicht dem Kind gegenüber haben wir ( oder besser gesagt mein Mann) sich die letzten 2 Jahre nicht mehr getraut mit der Mutter etwas zu besprechen, weil wir ja wussten das sie das gleich wieder von der Mutter erfährt.

Zu Ihrem 18. Geburtstag haben wir Ihr dann so viel Geld geschenkt, das sie den Führerschein und ein Auto kaufen konnte. Wir erhofften uns damit auch, das sie dadurch " Ihre kleine Freiheit" bekommt und nicht mehr von der Mutter so abhängig ist. Das war im Dezember 2010. Im September 2010 starb meine Oma, die für mich immer mehr "Mutter" als Oma war. Oma mochte auch meine Stieftochter..... und da muss es auch einen Knacks gegeben haben... so sehe ich das heute! Denn sie wollte nie mit uns ans Grab von Oma gehen, das Thema Tod, war wohl schon zu dieser Zeit ein akutes Thema, oder wurde es!

Im Januar 2011 dann der SM-Versuch. Es gab einen Abschiedsbrief, aus dem man erkennen konnte, das sie Angst hatte vor dem "erwachsen werden", das sie nicht erwachsen werden wollte. Sie wollte nicht mitansehen, wie wir alle älter werden, und dann sterben, und sie alleine übrig bleibt. Sie war dann 5 Wochen in der Klinik, und ging dann auf eigenen Wunsch nach Hause ( was wir nicht für gut befanden, weil die Ärzte eine weitere Therapie in der Psychatrie für richtig hielten) Aber wir hatten ja mal wieder kein Mitspracherecht, und somit entschied sie zusammen mit ihrer Mutter, das sie eine ambulante Therapie mit einem Psychologen machen wird. Sie hatte im September 2010 gerade eine Lehre angefangen, und hatte einen super Chef,der meinte sie solle erstmal wieder gesund werden, und im nächsten Lehrjahr würde sie Ihre Lehre dann von neuen beginnen können.

Somit war sie dann 7 Monate zu Hause, und ging 1x die Woche zum Psychologen, der ihrer Meinung nach wortwörtlich " ein Arsch" war. Dies erzählt sie mir auf einer Autofahrt als ich sie fragte, wie es ihr so ginge, und wie sie mit dem Psychologen zurecht kommt. Mir war nämlich aufgefallen, das trotz Psychologen sich ihr Zustand auch nach einigen Monaten nicht gebessert hatte. Das war dann der letzte Versuch, das mein Mann mit der Mutter darüber geredet hat, das der Psychologe nicht der richtige wäre..... aber ein anderer wurde dann auch nicht gesucht!

Wenn sie dann mal hier war, wollte sie nicht darüber reden, wie es ihr geht. Irgendwann vorher hatte sie mal erzählt, das Sie nicht mehr einkaufen geht, weil sie das Gefühl hat, das jeder sie anstarren würde. Ich habe sie dann mal zum einkaufen mitgenommen, weil ich sehen wollte, was sie sieht, und was ich sehe! Nichts von dem war so, wie sie es gesehen hat, keiner schaute sie an, und wenn dann nur, weil sie ein hübsches Mädchen war ( sie war gross, 1,78 und schlank). Das versuchte ich ihr immer und immer wieder zu erklären, aber oft hatte ich den Eindruck, das sie mir zwar zuhörte, aber am ende dann doch nicht wusste, was ich erzählt hatte.

Sie hatte seit Jahren " Ihre eigene Welt", so sah ich das zumindest. Ein grosses Hobby von ihr war " Cosplay", wo sie auf die großen Treffen in ganz Deutschland ging ( mal mit Ihrer Mutter, aber auch mit ihrem Vater, je nachdem wer Zeit hatte). Da gab es dann plötzlich keine Probleme mit Menschen oder Menschenmasssen, da hat sie sich sogar sehr wohl gefühlt. Heute weiss ich warum...... sie war ja verkleidet, steckte in einer anderen Haut durch die Verkleidung.... keiner konnte " Sie" anschauen. Sie war ja an solchen Tagen nicht sie selbst sonder jemand anderes.

Ihre " kleine Freiheit" wollte sie anscheinend nicht haben, obwohl sie nur gute Noten in der Schule hatte, und auch so intelligent war, ist sie 5x duch die theoretische PAutoprüfung gefallen, und hat dann erstmal mit dem Führerschein aufgehört. Auch 2 Jahre später hatte sie den Autoführerschein nicht gemacht..... warum auch immer.......

I

Im Oktober bahnte sich dann irgendetwas "Neues" an. Plötzlich rief sie nicht mehr an, wenn ihr Vater sich bei Ihr meldete, wies sie ihn ab.. keinen Bock auf Dich etc. Mein Mann war natürlich beunruhigt, weil er ja merkte, das wieder etwas nicht stimmte. Er wollte mit Ihr ein persönliches Gespräch, und rief eines Tages die Mutter an, das er sie von der Arbeit abholen möchte, um mit ihr zu reden.Natürlich musste die Mutter ihr Kind im Vorfeld darüber informieren....... und rief sie noch auf Arbeit an.

Ich wollte meinen Mann noch abhalten, weil ich mir schon dachte, das die Situation eskalieren würde. Und so war es dann auch, wer stand natürlich am Arbeitspaltz... ihre Mutter die sie abholen wollte... Nein sie hatte meinen Mann nicht informiert, und dieser war dann natürlich stinksauer als er diese Situation vortraf, und es kam zu einem Streit mit der Mutter, was sie am Rande mitbekam, und wohl auf der nach Hause Fahrt wieder alles von Ihrer Mutter erzählt bekam.

Danach gab es noch ein Telefonat mit ihrem Vater, indem Sie im Vorwürfe machte..... über Sachen die schon über 10 Jahre verganen waren. Vor 10 Jahren war mein Mann Alleinverdiener, und das Geld war damals echt knapp, für Sonderwünsche hat er halt oft verzichtet, um seiner Familie etwas bieten zu können. So auch die Situtatin damals was er als Vorwurf wieder bekam. Damals wollten die Mutter und das Kind in ein Musical nach Hamburg, was auch stattgefunden hatte, da mein Mann kein Fan von Musicals war und ist, hat er damals auch des Geldes wegen für sich keine Karte gekauft. Das hat er ihr aber oft genug erklärt, das er wegen des Geldes nicht mit ins Musical gegangen ist und nicht wegen ihr oder der Mutter. Das wollte sie einfach nicht verstehen!!

Auch bei diesem Telefonat hat er ihr das wieder erklärt und es liefen Tränen über Tränen. Er hatte sich auch bei Ihr entschuldigt, das es zu dem Streit mit der Mutter kam, sagte ihr aber auch, das aufgrund vieler Sachen, wo er einfach anderer Meinung ist ( Erziehung etc) sich einfach mit der Mutter nicht mehr versteht. Bei dem Gespräch sagte Sie ihrem Vater dann auch, das Sie erstmal keinen Kontakt mehr zu ihm haben möchte. Das war dann Anfang Dezember. Da Sie an Weihnachten GEburtstag hatte und mein Mann sehr an seiner Tochter hing, hat er ihr natürlich heimlich ein Geschenk ins Treppenhaus der Wohnung gelegt. Dieses kam dann mit einem Brief zwei Tage später an uns zurück.

In diesem Brief schrieb Sie, das Sie erstmal keinen Kontakt haben möchte.... und deshalb auch keine Geschenke annehmen würde, und das das ihr Vater akzeptieren und respektieren soll. Sie würde sich melden, wenn ihr danach wäre. So schwer es auch meinem Mann viel, ich überredete ihn dazu, das es ihr Wunsch wäre den er erstmal akzeptieren soll. Mein Mann hatte in all den Monaten etwas vorbereitet, eine Kasette besprochen, die aber noch nicht fertig war, weil er hoffte wenn Sie sich das anhört was er ihr zu sagen hat, das es dann doch zu dem erhofften Gepräch und zur Aussprache kommen würde, weil er ja nicht wirklich wusste, warum sie den Kontakt abgebrochen hat.

Die Kasette hat sie nicht mehr bekommen........ wir dagegen am 23.5 einen Brief der Mutter, das sie am 22.5 Ihr Leben beendet hätte. Ich hatte dann die tolle Aufgabe ( ich kam eher von Arbeit nach Hause und habe den Brief zuerst gelesen) meinem Mann innerhalb von 30 Minuten ( danach musste ich ihn von Arbeit abholen) erklären zu müssen, das sein Kind nicht mehr lebt.... ich hatte viele schlimme Situationen in meinem Leben, aber das war eine der schwierigsten Aufgaben meines Lebens, am liebsten wäre ich weggefahren und nie mehr nach Hause gekommen :-((

 

 

Zu dem Zeitpunkt des Briefes wussten wir nur das Sie nicht mehr lebt.... wie wann wo.... das sollten wir dann 3 Tage später bei einem Seelsorger erfahren, der am besagten Tag die Mutter betreute. Ich muss sagen, einen Seelsorger habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.... ein Mensch der behutsam mit Menschen in so einer Situation umgeht. Das Gegenteil ( so empfand ich das zumindest) war der Fall! Der Boden unter den Füssen war eh nicht mehr vorhanden... nach diesem Tag vielen wir in ein richtiges Loch.

Uns wurde ein Testament überreicht, das wir uns zig mal durchgelesen haben, weil wir nicht verstehen konnten, warum und was da alles drin stand. Unter anderem das Ihr Vater nicht auf der Beerdigung erwünscht ist, und ich auch nicht ! Zitat " Aber auf gar keinen Fall die Ehefrau meines Vaters", das hat uns dann den Rest gegeben, vor allem mir, weil ich nicht weiss, warum sie mich plötzlich so gehasst hat. Ich wollte Ihr immer helfen, und hab sie wie meine eigene Tochter behandelt, und jetzt soll alles falsch gewesen sein was ich gemacht habe?? Deshalb bin ich so traurig und verzweifelt, weil ich ja nun auch eine große Schuld zu tragen habe.....

DWir durften nicht auf die Beerdigung, was ich als ganz ganz schlimm empfinde, weil man doch wenigstens Abschied nehmen möchte... aber nicht konnte und durfte. Es gibt auch kein Grab wo man im Nachhinein hingehen könnte... sie wollte auf die grüne Wiese. Und nun stehen wir ratlos da, jeder Tag ist ein Kampf. Ich versuche stark für meinen Mann zu sein, obwohl ich schwach bin. Die Mutter ist noch zu keinem Gespräch bereit. Wir stehen da und wurden behandelt, als wenn es uns nie gegeben hätte, und das schmerzt sehr, zu allem anderen Schmerz  und der Traurigkeit die man eh schon hat.

So das ist meine Geschichte im groben erzählt..... viel länger geworden als ich eigendlich wollte. Aber heute konnte ich mal alles schreiben, weil mein Mann erst heute nachmittag wieder kommt.

Traurige Grüsse

Es hört sich hart an, was da passiert ist. Es ist merkwürdig,  wenn sich das Leben von einem auf den andern Tag ändert,  weil etwas oder jemand nicht mehr da ist. Wenn Sicherheit nicht mehr das ist was es einfach war und Gedanken daran was andere von einem denken könnten das ganze Leben bestimmen. Manchmal wünschte ich , ich könnte wieder denken wie ein Kind. Ich wünsche mich zurück in die Zeit als alles okay war, stattdessen sehe ich nur einen großen schwarzen Fleck wenn ich an meine Zukunft denke. 

Aber ich glaube ich komme vom Thema ab. 

.....

 

Hat es dir denn etwas geholfen zu schreiben. 

 

Hallo wolkenlos,

was bedrückt dich denn so, das da nur ein schwarzer Fleck ist? Gibt es Probleme mit der Familie? Kannst mir gerne schreiben... habe jederzeit ein Ohr für dich... vielleicht kann ich Dir ja auch ein wenig helfen. Manchmal hängt man irgendwo fest.... und braucht vielleicht jemanden, der einem neue Wege zeigen kann.

 

LLiebe Grüsse

Ich glaub es hilft immer, wenn man sich etwas von der Seele schreiben kann wolkenlos, und vielleicht ist das hier kein schlechter Ort, es kennt einen niemand, man braucht nicht rücksicht zu nehmen, wie oder was man schreibt.

Warum sie ihr Leben beendete werden wir wohl nie ganz verstehen können, aber womöglich hat es damit zu tun, dass sie ihr Vater zugunsten einer anderen Frau verlassen hat. Sie könnte sich gedacht haben, dass er sie deswegen nicht mehr liebt oder die Familie zerstört hat. Ihre leibliche Mutter hat sicherlich auch ihren Beitrag geleistet um dieses Bild zu verstärken. Spezialisten versagen oft. Meiner persönlichen Erfahrung nach (war selbst in der Psychiatrie) sind das keine wirklichen Spezialisten, weil sie meistens überfordert sind (sie waren es nicht nur mit mir, sondern auch mit vielen Leuten, die ich kenne, und teilweise heute nicht mehr leben). Es ist nicht wichtig, was mit den Menschen ist, die übrig bleiben, weil das eigene Leid viel zu groß ist, um schließlich nur für andere leben zu wollen. Manche entschuldigen sich sogar bei den Hinterbliebenen in einem Abschiedsbrief für diese Entscheidung. Einige wollen mit ihrem Suizid Hinterbliebene auch bestrafen, denke ich mir und meine persönliche Meinung ist, dass es in den meisten Fällen gerechtfertigt ist.  Extrem schade nur um den Menschen!

 

Warum sie ihr Leben beendete werden wir wohl nie ganz verstehen können, aber womöglich hat es damit zu tun, dass sie ihr Vater zugunsten einer anderen Frau verlassen hat. Sie könnte sich gedacht haben, dass er sie deswegen nicht mehr liebt oder die Familie zerstört hat. Ihre leibliche Mutter hat sicherlich auch ihren Beitrag geleistet um dieses Bild zu verstärken. Spezialisten versagen oft. Meiner persönlichen Erfahrung nach (war selbst in der Psychiatrie) sind das keine wirklichen Spezialisten, weil sie meistens überfordert sind (sie waren es nicht nur mit mir, sondern auch mit vielen Leuten, die ich kenne, und teilweise heute nicht mehr leben). Es ist nicht wichtig, was mit den Menschen ist, die übrig bleiben, weil das eigene Leid viel zu groß ist, um schließlich nur für andere leben zu wollen. Manche entschuldigen sich sogar bei den Hinterbliebenen in einem Abschiedsbrief für diese Entscheidung. Einige wollen mit ihrem Suizid Hinterbliebene auch bestrafen, denke ich mir und meine persönliche Meinung ist, dass es in den meisten Fällen gerechtfertigt ist.  Extrem schade nur um den Menschen!

 Das Verhältniss zu Ihrem Vater, und auch zu mir war die letzten 9 Jahre sehr gut, der Umschwung kam erst November 2012. Das das Verlassen der Familie nichts mit dem Kind ( damals war sie 11) nichts mit Ihr zu tun hatte, das hat sie in all den Jahren auch verstanden, und sie konnte Ihren Vater sehen wann Sie wollte. Ich glaube daran lag es nicht. Ich mache mir ja von Morgens bis Abends Gedanken.

Ich glaube, wo es in Ihrem Kopf irgendwas verursacht hat, das war mit dem Tod meiner Oma im September 2010. Das hat sie irgendwie nicht auf die Reihe bekommen , waren oft bei meiner Oma wenn Sie hier war, und ich glaube Sie mochte  meine Oma auch.Aber Sie ging bis zum Schluß nicht mit auf den Friedhof.Im Januar 2011 dann der 1 SM-Versuch, mit einem Abschiedsbrief in dem man lesen konnte, das Sie vor der Zukunft Angst hat, das Sie erleben muss ( was von Alter her ja normal ist) das wir alle vor Ihr Sterben, und sie dann ganz alleine ist. Sie schrieb damals auch, das Sie nicht erwachsen werden möchte ( im Dezember war sie aber 18 geworden) Vor dem Gesetz erwachsen..... im wirklichen Leben eher nicht.

Als Einzelkind natürlich von vorne bis hinten verwöhnt worden... jeder Wunsch wurde erfüllt. Im September hatte sie eine Lehre angefangen, die Ihr eigendlich sehr viel Spass machte, nur leider bekam Sie halt dort nicht die Aufmerksamkeit ( sie war schon ein Mittelpunktmensch)die sie gewohnt war. Ich hatte mir im Vorfeld schon gedacht, das Sie da das 1x Probleme bekommen würde- und ich hatte recht.War ja klar, das sich dort nicht alles um Sie drehen würde! Alle Menschen fand Sie irgendwie komisch, hatte immer etwas auszusetzen, das ihr Verhalten oft komisch war, und nicht das der anderen, hat sie wohl nicht bemerkt.Wir dachten wir tun etwas Gutes, haben ihr zum 18. Geburtstag soviel Geld geschenkt, das Sie Führerschein und sich ein Auto hätte kaufen können. Wir wollten das Sie ihre "kleine Freiheit" bekommt, und nicht mehr von den Erwachsenen, vor allem der Mutter so abhängig ist.Aber das wollte Sie alles nicht, wie gesagt, 4 Wochen später der 1. Versuch, danach 4 Wochen Klinikaufenthalt. Die Ärzte meinten, das es angebracht wäre, eine weitere Therapie in der Psychatrie fortzusetzten.

Aber da " Das Kind" ja lt. Gesetz schon erwachsen war, konnte Sie ja selbst entscheiden... wir mussten nur zähneknirschend zuschauen. Mutter und Kind hatten beschlossen eine " ampulante Therapie" zu machen. Wir dachten gut, Sie geht dann jeden Tag irgendwo in die Klinik und ist Abend dann wieder zu Hause..... das die ampulante Therapie nichts weiter war, als 1x die Woche zum Psychologen zu gehen, das haben wir erst später erfahren.

Somit war Sie 7 Monate zu Hause, wo Sie natürlich den ganzen Tag Zeit hatte sich mit Ihrem Leben zu beschäftigen, die Mutter war erst Abends zu Hause, weil diese auch berufstätig war. Das der Zustand nicht gut für sie sein konnte ( vor allem haben wir nach einigen Wochen bemerkt, das dieser Psychologe ihr nichts bringt) haben wir schnell festgestellt, aber wir konnten nichts machen, da die Mutter alles in der Hand hatte.

Jeden Tag haben wir uns Sorgen um Sie gemacht, eben weil wir wussten es geht ihr nicht besser, aber uns waren eben die Hände gebunden, so blöd wie es klingen mag, wir mussten zuschauen. Und das ist ein Punkt, der einen nun unwahrscheinlich belastet, das man in das ganze Geschehen nicht eingegriffen hat- wenigstens der Versuch, auch wenn es am Ende das gleiche Ergebniss gewesen wäre.

Wir haben uns da einfach zu sehr auf die Mutter verlassen, weil diese ja angeblich ein " super Verhältniss" zu ihrem Kind hatte, und sie über alles mit ihr reden konnte. Unsere Meinung war nicht mehr gefragt, war eh alles nicht richtig oder gut genug was von uns kam.Und da einige Telefonate zwischen Vater und MutterWie stattgefunden haben, indem der Vater einiges nicht für gut befand- und dem Kind jedes Telefonat erzählt wurde, hat es mein Mann dann auch gelassen, um das Kind zu verschonen. Wie gut dieses Verhältniss zur Mutter war sieht man ja nun- nicht mal darauf hat sie Rücksicht genommen.

Ach ich schreib hier schon wieder Romane...... und bringen tut es eh nichts mehr, es kann sich eh keiner von "Aussen" ein Bild machen, was alles in den vergangen 9 Jahren war und vorgefallen ist, und Mutmaßungen bringen einen da auch nicht weiter.

Wie Du schon sagtest, wir werden nie erfahen.... und noch viel weniger verstehen, warum sie das gemacht hat. Fakt ist, Sie fehlt jeden Tag, jede Stunde,jede Minute,jede Sekunde, und keiner kann das nachempfinden, der es nicht selbst erlebt, oder erlebt hat! Auch wir hatten immer mal wieder gehört, da ist jemand gestorben etc. das tat einem Leid, wenn man den Menschen kannte.... aber wenn es einen selbst betrifft dann schaut es plötzlich ganz anders aus!

Sie hat es für sich geschafft, und ihre Probleme dadurch auch. Nun müssen wir sehen, wie wir wieder auf die Beine kommen - wie ich schon schrieb: Das Leben ist nicht mehr das was es war.... und wird es nie wieder sein!Vielleicht endet man ja auch irgendwann so... wenn man es nicht schafft! Habe mir einen Film angeschaut " "Deine Schmerzen sind nun meine Schmerzen", wo es genau um dieses Thema geht!

Ich wühle mich seit Wochen durch verschiedene Foren, aber ich finde keine Antwort... vielleicht ist es besser nicht danach zu suchen, denn ich glaube dabei wird man selbst noch ganz irre!

Immer noch die selben traurigen Grüsse

Herzliches Beileid! Vermutlich würde es ihnen auch nichts bringen, wenn ihnen jemand die Antworten nach dem Warum geben könnte, wobei ich der Meinung bin, dass sie ihre Welt schon gut verstehen können. Ich denke mir, dass der Sprung zum Erwachsenwerden jeden Menschen auf die Probe stellt. Viele Ungereimtheiten passieren bereits in jungen Lebensjahren. Selbst wenn ihre Mutter das regressive Verhalten gefördert hat oder ihr vielleicht nicht das nötige Rüstzeug mitgeben konnte, so sind das Versäumnisse, die man nicht rückgängig machen kann. Es ist nicht egoistisch, wenn sie sich um sich kümmern, wenn die Belastung zu groß wird. Ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute für die nächste Zeit. 

Hallo Dead,

vielleicht war ich gestern auch zu emotional geladen, sorry für den ruppigen Ton. Na klar sind einem Fehler bewusst, die man nicht mehr rückgängig machen kann- leider! Aber wer ist schon fehlerfrei?

Was ich gestern eigendlich damit meinte, ich müsste ja die ganze Lebensgeschichte meiner Stieftochter erzählen, damit sich ein Aussenstehender wirklich ein Bild machen könnte, was all die Jahre schon mit ihr los war. Dazu gehört nicht nur das erwachsen werden- Sie war bereits mit 7 Jahren einige Monate in der Kinderpsychatrie.... und es folgten noch weitere Jahre in psychologischen Einrichtungen- bis sie 12 war..

Die Psyche des Kindes war schon in frühster Kindheit nicht in Ordnung, und da war die Familie/das Familienleben noch intakt!

Danach folgten einige gute Jahre- so machte es zumindest für uns den Eindruck, das sie 5 Jahre sehr stabil war. Und dann kam die Kehrtwende wo wir nicht wissen, was der Auslöser dafür war! Ich habe mich jetzt wochenlang durch sämtliche SM-Foren gelesen, eines habe ich verstanden- man kann es nicht aufhalten, wenn jemand sich wirklich entschlossen hat sterben zu wollen, oder das Leben für diesen Menschen nur noch Qual ist und kein Leben.Das dieser Mensch dann auch auf niemanden mehr Rücksicht nimmt, das ist mir mittlerweilen auch bewusst- auch wenn es schwerfällt, dies zu akzeptieren.

Ich finde in den Foren schon einige Antworten auf meine Fragen, weil ich ja auch die suizidale Seite kennenlernen wollte und will.

Also nicht mehr böse sein, mein "Fell" ist zur Zeit einfach sehr dünn, und deshalb bin ich wohl auch in manchen Situation sehr empflindlich!

Viele Grüße

Ich habe keinen ruppigen Ton festgestellt. Ich bin dir sicher nicht böse.

Böse werde ich nur immer wieder, wenn ich erkennen muss, dass man sich erst erfolgreich umgebracht haben muss, damit einen die Leute im Umfeld ernst nehmen. Dieser Fall erinnert mich daran, aber auch erinnert es mich an die Unbeholfenheit "Professioneller", die öfter vorkommt, als es allgemein bekannt ist und dies auch nur, weil man sich wohl denken mag:"für die Toten kann man nichts mehr tun, dafür aber für die (noch) Lebenden".

Ich will nicht schreiben, dass ich froh bin, dass die betreffende Person nicht mehr lebt. Ich weiß nur, dass es ihr mit 100%iger Sicherheit besser geht, als es ihr im Leben ergangen ist. Das könnte man als Trost sehen. Ich bewundere die junge Dame sehr, denn selbst bin ich zu blöd, um mir das Leben zu nehmen.

@Death wie kannst du da so sicher sein? Ich wünsche ihr zwar das es ihr gut geht, aber wissen können wir es nicht, es ist traurig das ein Mensch sich freiwillig das Leben nimmt, aber ich versteh nur all zu gut wie man so weit kommt (leider), die Frage ist was dieses Schicksal verhindert hätte, bzw. ob es wirklich notwenidg ist das sich Menschen umbringen..., es gibt oft so verzweifelte Menschen, aber was kann man da noch tun..., ich finde jedes Leben ist schützenswert und gehe davon aus das wir auch nur dieses eine haben

@Angel
Ich dachte, du glaubst an ein Leben nach dem Tod! Ich weiß natürlich auch nicht zu 100%, ob es ihr jetzt besser geht oder nicht, aber ich erachte dieses "Suizid ist eine Todsünde" und die damit einhergehende Bestrafung als totalen Unsinn. Als dogmatischer Ansatz sicherlich als letzter Strohhalm für manche Menschen hilfreich, die eigentlich schon nicht mehr leben wollen, aber ob es die Wahrheit ist? Die Wahrheit ist unabhängig davon, was wir Menschen glauben. Nur weil ein Mensch etwas glaubt, kann es zwar für ihn Berge versetzen, aber mit der universellen Wahrheit (was mit uns wirklich nach dem Tod passiert) muss es nicht zwangsläufig etwas zu tun haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ihr besser geht, weil für mich der Mensch soetwas ist wie eine Maschine, ein funktioneller Organismus ist. Gehirn tot = Mensch tot. Keine Empfindungen, kein Erleben. Natürlich auch nicht das Erleben von Glück, aber eben auch nicht von Unglück und das ist es, was mich so sicher macht. Man hört auf zu sein. Wenn man ein Leben mit schweren Depressionen verbracht hat, ist es eine Erlösung, aber ich bin auch ein liebender Mensch. Selbstverständlich würde ich auch Himmel und Hölle in Bewegung versetzen, wenn ich nur rieche, dass ein geliebter Mensch an Suizid denkt, aber ich bin auch so weit, zu wissen, dass es für manche Menschen keine bessere Lösung gibt. Man muss sich fragen, was wichtiger ist. Der eigene Schmerz über den Verlust des geliebten Menschen oder die (für mich) unumstößliche Tatsache, dass es für manche besser ist, wenn sie aufhören zu existieren, weil davon auszugehen ist, dass ihr restliches Leben ebenso nicht zufriedenstellend verlaufen wird. Das kann man auch nicht wissen. Ganz klar, nur habe ich in meinem Leben bereits so viele gebrochene Existenzen erlebt, die ihr ganzes Leben lang gelitten haben - und wofür? Um Gott zu gefallen? Blinde Hoffnung? Ich bin in dieser Hinsicht ganz eigen, was auch mein Verhältnis zum Kriseninterventionszentrum und anderen Einrichtungen erklären könnte. Als ob man will, dass die Menschen leiden, denn wirklich helfen konnten die keinem der schweren Fällen, zu denen ich mich auch zähle. Man lebt um zu leiden...oder aber man beendet sein Leben und hört auf zu leiden.

An dich habe ich sowieso eine Frage, die damit überhaupt nichts zu tun hat, die mir aber seit Wochen auf der Zunge brennt: in meinem Thema über meine Trennung hast du geschrieben, dass du schon siehst, dass Borderliner einen starken, stabilen Partner brauchen. Warum siehst du das so? (Ich sehe es nämlich so, dass der Mensch am Besten einen Partner hat, der zu ihm passt). Schreibe mir bitte genau so, wie du darüber denkst.

@Death jetzt machen wir uns diesen Thread zu eigen^^

Ja, ich hoffe (denke) das es nacher weitergeht, aber wissen tu ich es eben auch nicht, sollte es wirklich nach dem Tod einfach aus sein, wäre für mich das Leben Sinnlos, aber ich versuche den christlichen Weg zu gehen...

Das Problem wie du ja auch selbst schreibst ist, man geht davon aus das es nicht besser wird, aber wenn ich eines gelernt habe, dann das sich innerhalb von ein paar Minuten das ganze Leben ändern kann. Natürlich wird jetzt nicht gleich etwas passieren, wenn man jetzt schon einige Jahre "schlecht" lebt, aber es kann sich in einem Jahr z.B. alles ändern, man weiß eben nicht was die Zukunft bringt und wenn man davon ausgeht, daß man nur dieses eine Leben hat und jetzt nicht an unerträglichen Schmerzen leidet, sollte man seine Zeit hier nutzen. Aber die Frage nach der Legitimation eines Suizides wird sich glaube ich nie wirklich klären lassen, denn es ist ein ständiger Kampf zwischen Ehtik; Moral und den Möglichkeiten.

Bezüglich des Partners sehe ich es natürlich auch so, daß man jemanden braucht der zu einem passt, aber wenn sich Zwei Borderliner treffen ist das wie wenn der Blinde dem Tauben versucht zu helfen, bzw. ist das bei psychischen Krankheiten viel häufiger so, natürlich nicht immer, aber nach meiner Erfahrung halten solche Beziehungen nicht lange. Der Grund dafür liegt Problematik der Beiden, ein Borderline hat in der Regel nun mal Nähe-Distanzprobleme und wenn das Zwei zusammen kommen ist der "Stress" quasi vorprogrammiert. Es findet dann ein gegenseitiges abwechselndes in den Himmel heben und die Hölle schicken statt und somit kann keine gesunde Beziehung daraus entstehen. Wie schon erwähnt, es mag diese Beziehungen geben, aber die  sind eher selten anzutreffen.

Hingegen wenn jetzt eine stabile Persönlichkeit mit einem Borderliner zusammenkommt, hat diese erheblich bessere Chancen, da die stabile Person den Borderline auffangen kann. Wichtig ist dabei natürlich das die stabile Person die Krankheit versteht und kennt. In jedem Fall ist eine Herausforderung wenn eine stabile Person mit einer aktiven Borderlineperson in einer Beziehung steht, wie ich bei einm guten Freund derzeit erlebe.

@Angel

Ja, der christliche Weg ist auch nicht schlecht. Mir wurde dieser Glaube anerzogen, aber so richtig glauben kann ich nicht.

Ja, ich weiß auch, dass sich das ganze Leben von heute auf morgen ändern kann. Zuletzt erlebt, als ich meinen letzten Job angetreten habe. Alles wurde irgendwie besser. Ich gehe von unlösbaren Konflikten aus, die sich über Jahre ziehen können. Wenn der Leidensdruck zu groß wird und man damit nicht mehr leben möchte, dann verstehe ich schon, wie man nicht nur an Suizid denken kann, sondern ihn auch verübt. Mein Leben war immer schon zum Scheitern verurteilt.


Ich verstehe jetzt deine Meinung bzgl. Borderline (so ungefähr habe ich es mir auch gedacht). Ja, und bei der Partnerwahl muss jeder selbst entscheiden, was für ihn wichtiger ist. Mir ist Seelenverwandschaft wichtig, wenn nicht das Wichtigste. Wenn ich mich selbst so betrachte (psychisch nicht gesund), dann kann ich schon mal keine Frau brauchen, die psychisch gesund ist. Alles andere ist Vergangenheit.

Außerdem frage ich mich, was man für einen Gott tun soll, der den Menschen leiden lässt. Das kann gar kein guter Gott sein. Wenn Gott nicht will, dass sich die Menschen umbringen,. hätte er so einen Unsinn wie Depressionen und Leid gar nicht erst erfinden sollen. Wäre besser gewesen. Alles stammt aus seiner Hand und demnach ist er auch am meisten Schuld am Leid der Menschen. Er hätte sich die Erfindung des Lebens aufsparen sollen.

also ich kann deine gedanken schon verstehen und gott will sicher nicht das irgendein mensch leiden muss oder sich umbringt, aber da wir den freien willen haben greift gott auch nicht ein, daß ist schwer zu verstehen und ich hadere auch oft damit, aber wenn er immer eingreifen würde, hätten wir ja keinen freien willen mehr...

das leid und die krankheit sind mit der erbsünde und satan auf die welt gekommen, er ist es auch, der uns verführt und wir lassen uns leider sehr gerne verführen, es ist nicht gott  der dich kranke werden lässt oder der dir etwas schlimmes antut, es ist meistens ein anderer mensch der in seinem freien willen eine sünde begeht und dich dadurch verletzt, würden wir alle nach den geboten der bibel und der lehre jesus leben, müsste niemand mehr leiden, also selbst wenn das alles nur erfunden wäre und das fasziniert mich so daran,

ich weiß es ist schwer an einen liebenden gott zu glauben, ich tu mir da auch oft noch schwer, aber ich versuche nach den christlichen maßstäben zu leben und zu handeln und würden das alle tun, hätten wir kaum noch probleme, aber in der heutigen zeit wird religion immer unpopulärer oder in dreck gezogen. für mich ist das leben die möglichkeit auf die ewigkeit und das besteht aus sehr vielen prüfungen, von denen ich selbst nur einige schaffe, aber es geht auch nicht darum ein heiliger zu werden sondern so gut es geht zu leben und meinen mitmenschen mit respekt, würde, gerechtigkeit und hilfsbereitschaft entgegen zu treten und das ist ziemlich anstrengend und gelingt mir auch oft genug nicht...

Wenn du an Gott glaubst und es dir etwas bringt, dann werde ich dir das sicher nicht ausreden wollen! Mir ist es sicher lieber, als wenn du schreiben würdest, du lebst primär, um anderen zu schaden, wobei ich dir dann auch schreiben müsste, dass du höchstens irdische Konsequenzen befürchten müsstest.

Ich entschied mich dafür, an Gott zu zweifeln, weil:

1.) ich durch Erziehung an etwas anderes glauben könnte, wenn ich woanders auf die Welt gekommen wäre (z.B Buddhismus). Dann würde ich jetzt vermutlich   glauben, ich wäre einmal ein Wurm gewesen. Oder ich wäre im tiefsten Urwald auf die Welt gekommen: dann würde ich an irgendwelche Geister und Dämonen glauben, natürlich nur sofern es weder ein Missionar noch die Bibel zu mir geschafft hätten. Oder was ist mit den World Trade Bombenattentäter: die glaubten fix daran für ihre Tat belohnt zu werden, während für uns westliche Weltmenschen diese Tat geradezu teuflisch ist.

2.) ich mich frage, welchen Sinn es überhaupt macht, Wesen zu erschaffen, die man dann auf einem Planeten leben lässt (Zoo für Gott?) Um Prüfungen zu absolvieren, die was zeigen sollen? Dass man würdig für die Ewigkeit ist? Warum hat mich Gott nicht vorher gefragt, ob ich mir seine Prüfungen überhaupt antun will?
3.) ich finde, dass Leben automatisch (auch) Leid bedeutet und das aufgrund der Bauart des Menschen an sich. Der Satan hat nicht den Schmerz empfunden. Körperlicher Schmerz soll dem menschen signalisieren, dass etwas nicht in ordnung ist. Psychischer Schmerz (Depressionen) ebenso, aber ob das nachträglich vom Satan so verändert wurde?
4.) ich extrem unglücklich bin und gar nicht die Ewigkeit suche (meine Motivation zu hoffen, dass es Gott und seinen Unsinn nicht gibt)
5.) Menschen mit bestimmten, zerstörten Gehirnregionen kein Gewissen haben - sind die dann genauso strafmündig vorm göttlichen Gericht?
6.) viele Menschen einen psychologisch nachvollziehbaren Grund* haben an Gott bzw. an ein Leben danach glauben zu wollen

* z.B der Glaube an Gerechtigkeit (Genugtuung) nach dem Tod ("Die Letzten werden die Ersten sein" - was man im Leben missen musste, wird Gott wieder gerade biegen, aber erst nach dem Tod) oder

Angst vor Strafe/Suche nach Vergebung (im Knast finden immer wieder viele zu Gott) oder

Angst vor dem "Nichts" (meine Lieblingsurangst - ist wie Angst vor der Dunkelheit). Da wird schnell mal ein Gott erfunden...wie ein psychologischer Überlebensmechnsimus, denn Gedanken an Sinnlosigkeit sind wirklich schwer zu ertragen (siehe mich). oder:

Die Angst davor (bzw. Trost), geliebte Menschen nie wieder zu sehen (psychischer Schmerz des Verlusts) ist natürlich auch nicht ohne, aber dafür gibt es ja den Himmel :-)

hallo death,

klar versteh ich deine gedankengänge, hier meine antwort:

1) ja du hast recht, würdest du woanders auf die Welt kommen, würdest du auch das glauben was dir dort eingeimpft wird, aber es gibt so etwas wie dein gewissen und das sagt dir was richtig und was falsch ist, selbst wenn du irgendwo im busch leben würdest, würdest du merken das es nicht ok ist jemand anderen zu töten, das liegt dir in den genen und gott hat das jedem mitgegeben, du musst nicht an gott glauben, wenn du nie etwas von ihm gehört hast, aber du musst dich an dein gewissen halten

1a) zu den wtc terroristen: ich denke das sie wohl wussten, daß es nicht ok ist was sie tun, aber sie waren geblendet von einer vorstellung voller glück und frieden, wenn sie diesen akt ausführen und wenn man nichts mehr zu verlieren hat, ist man natürlich leichter empfänglich für so etwas...

ganz ehrlich, könntest du ruhig schlafen wenn du weißt dein gott verlangt von dir das zu zig-tausend unschuldige menschen in den tod mitreißt?? wer will zu so einem gott?? das ist nicht die lehre jesus!! bitte betrachte das alles distanziert und vernünftig!!

2) es geht darum das dich gott liebt, aber durch die erbsünde sind wir von ihm getrennt, d.h., wir haben scheiße gebaut und haben uns dadurch von ihm getrennt, ist das fair? naja, ich sehe es auch als große hürde und frage mich oft warum ich für die schuld anderer büßen soll?? die antwort liegt im freien willen, natürlich kann gott uns an die hand nehmen und wir werden nie mehr sündigen, doch dann sind wir einfach nur marionetten und haben keinen eigenen willen, doch gott will das wir aus freihen stücken zu ihm kommen und er lässt uns unseren freien willen. das ist unser größtes geschenk und unser größtes hindernis.

3) das du das leben als schmerz empfindest ist das werk satans, er will dich bekämpfen und zerstören, doch jesus liebt dich und will dir hoffnung geben, so wie zum beispiel durch mich, ich möchte auch das es dir gut geht und werde für dich beten, dabei ist es egal ob du daran glaubst, es geht um meine absichten und die sind dir wohlwohlend gegenüber, ich versteh dich aber total wenn du sagst das leben ist scheiße und bringt dir nichts, die phasen gibt es und kenne ich aus eigener erfahrung,

4) es ist verständlich das du nicht die ewigkeit suchst,weil du so einen negativen eindruck davon hast, würde mir nicht anders gehen, doch ich hoffe dich zu erreichen und das du einmal deine meinung ändern wirst

5) wenn menschen nicht mehr klar denken können, werden sie natürlich anders gerichtet, gott ist die liebe und gerechtigkeit und du wirst niemals durch ihn falsch behandelt

6) glaube bleibt immer die sache des einzelnen, was dran ist werden wir späterstens merken wenn wir sterben :)

lg,

Angel

1.) Wikipedia sagt etwas anderes über das Gewissen. Es ist (in seiner späteren Form) gar nicht mal so selbstverständlich und wird erst im Laufe früher Lebensjahre ausgebildet. Ich bin übrigens ein persönlicher Freund der Theorien von Sigmund Freud und Bernhard Hassenstein. Die WTC-Attentäter dürften besten Gewissens getötet haben, weil für sie die USA der Satan ist. Für uns westliche Menschen war Osama Bin Laden ein Böser, aber in den Augen vieler anderer ist er der Mann, der sich gegen das Böse erhoben hat. Wer hat nun das Recht zu sagen, dass er recht hat? Die USA töteten ("unschuldige") Frauen und Kinder mit  in sämtlichen Kriegen, wovon einige nur des Erdöls wegen geführt wurden, aber wie man der Ein-Dollar-Note entnehmen kann: "In God we trust".

1a.) Die WTC-Attentäter dürften sich selbst als Mudschahide betrachtet haben. Ihr Handeln im Namen Gottes ist auch nicht mehr als ein primitves, psychologisches Konstrukt. Es geht einfach nur um den Wert, den der Mensch dem Konstrukt "Gott" gibt. Gott ist groß...wie groß, weiß keiner, aber er ist größer, als das Universum, also größer, als die Vorstellungskraft der allermeisten Menschen und somit hat man sich diesem Wesen zu unterwerfen. Früher gab es Hexenjäger...tausende Frauen wurden der Hexerei bezichtigt und besten Gewissens (nämlich im Namen Gottes) am Scheiterhaufen verbrannt. DIR, lieber Angel, hat man es beigebracht (und du scheinst die neurobiologischen Fertigkeiten mitzubringen), dass es falsch ist, zu töten und ich glaube, dass sich deine Ansichten mit gewissen, gesellschaftspolitischen Normen auf ganz unergründliche Art und weise decken. :-)
Das Töten bezieht sich (natürlich nur) auf andere Menschen, aber wahrscheinlich schmeckt dir das Wiener Schnitzel genauso gut wie mir. Dafür ist allerdings auch ein Lebewesen (mit Gefühlen) gestorben.

Angel schrieb:

ganz ehrlich, könntest du ruhig schlafen wenn du weißt dein gott verlangt von dir das zu zig-tausend unschuldige menschen in den tod mitreißt?

Wie ein kleines Baby, denn Gott kann mich (ganz ehrlich) mal kreuzweise. Mir ist egal, was er von mir verlangt. Mein Gewissen ist so ausgelegt, dass ich selbst nichts davon habe, wenn ich zigtausende Menschen mit in den Tod nehme, aber sollte ich jemals glauben, etwas davon zu haben (ziemlich unwahrscheinlich), könnte ich selbst das tun (z.B. im Zuge eines Suizids). Ich hätte keine Angst vor Strafe nach dem Tod.

2.) Ich kann echt nichts dafür, was Adam und Eva verbrochen haben...besser wäre, wenn Gott einsehen würde, dass die Idee des Lebens unsinnig war, denn damit würde er uns Menschen den größten Gefallen tun. Am besten alles auflösen ("vernichten") ist mein Tipp an Gott, denn der Mensch dürfte kein notwendiges Übel sein. Seinen Streit mit Satan kann er auch alleine austragen (ohne uns Menschen zu involvieren), denn wir sind die schwächeren Wesen.

3.) Ich empfinde das Leben als Schmerz, weil es hier keine Liebe für mich gibt. Jesus' und Gottes Liebe kann ich nicht spüren. Dass du für mich beten wirst, finde ich toll. Danke! Nutzt es nichts, schadet es nichts.

4.) Du erreichst mich, aber es macht mich eher wütend. Ich sage, dass es keinen Gott gibt, aber wenn es ihn geben sollte, dann ist er das Grundübel von allem. Er könnte seinen Twist mit Satan auch alleine austragen. Es hat etwas von einem Ehekrieg, bei dem die Kinder zwar die unschuldigsten sind, aber am meisten abbekommen.

5.) Dieser Satz enthält eine persönliche Beleidigung, wie ich finde. Weißt du, es ist für Borderliner gar nicht mal so unüblich an Gott und Teufel zu glauben, weil man damit den Extremen Gut und Böse so schön einen Namen geben kann. Gott hat mich (und viele andere Menschen) schon allein dadurch falsch behandelt, indem er uns überhaupt erschaffen hat. In seinen Augen ist das Leben ein Geschenk (und Suizid ist der Kassabon, mit dem man es zurückgeben kann). Wenigstens hat er diesen für uns aufgehoben.

6.) Ganz genau so ist es. Meine Meinung ist die: es gibt höchstwahrscheinlich keinen Gott und wenn es ihn geben sollte, dann ist eigentlich so gut wie alles seine Schuld. Er braucht nicht mal ansatzweise versuchen, mir die Schuld für irgendetwas zu geben, bei der Fehlerhaftigkeit wie er den Menschen und diesen Lebensraum konstruiert hat. Dass jeder noch so gestrafte Mensch nicht ewig blindes Gottvertrauen behalten wird, wird hoffentlich auch ihm einleuchten.

Alles in allem möchte ich es mir nicht mit dir verscherzen, Angel! Gott ist einfach nur ein zu schlechtestes Thema, worüber wir uns unterhalten sollten. Ich habe eine handvoll Menschen kennenglernt, die mir etwas bedeuten. Natürlich würde ich alles dafür (eig. dagegen) tun, wenn ich wissen würde, dass sie sich umbringen wollen, aber schlußendlich würde ich es schweren Herzens einsehen (müssen), wenn genau diese Menschen nicht mehr leben wollen. Bei noch weniger Menschen kann man damit rechnen, dass ich ihnen quasi sofort folgen würde, weil ich der Meinung bin, dass sie somit diese ohnehin schon kaputte Welt von einem echten Engel (Trostspender)  befreit haben ;-)

1) da magst du schon recht haben, wenn jemand natürlich durch "gehirnwäsche" lange zeit manipuliert wird, kann man sich auf das gewissen nicht mehr verlassen, aber dann handelt es sich ja auch nicht mehr um dein "ursprüngliches" gewissen, sondern um ein manipuliertes, deswegen ist das ja auch ein gefahr, wer lange zeit in "sünde" lebt, verunreinigt sein gewissen und verlernt darauf zu hören, zu beginn werden auch sicher die talibankämpfer mit sich hadern, aber nach einiger zeit wird das gewissen im kleiner und ruhiger, bis es sich einmal nicht mehr meldet

1a) im namen der religion ist und wird leider immer viel verbrochen, aber das ist nicht die lehre gottes, sondern die lehre irgendwelcher menschen, nicht gott tötet, sondern der mensch und ja, ich esse auch gerne fleisch, aber dies wurde auch von gott erlaubt, dabei ist es aber wichtig wie man mit dem essen umgeht, daß wäre jetzt aber wieder ein extra kapitel ;)

2) dafür kann keiner was von uns, aber wären es sie nicht gewesen wäre es sicher jemand anderer, ich weiß das dies alles schwer zu verstehen ist, ich hab damit auch noch oft meine probleme, ich denke dazu muß man die sache mit dem freien willen erstmal verstehen und dann das gott uns aus liebe gezeugt hat, mit satan ist es das selbe, er hat ihm seinen freien willen gelassen, daß ist wohl einer der schwersten begreiflichen dinge, ich frage mich auch oft wieso und warum, aber die antwort werden wir wohl erst erfahren wenn wir dann vor ihm stehen

3) das habe ich auch lange zeit so gesehen, aber ich habe mittlerweile die erfahrung gemacht, daß es doch ab und zu spürrbar ist, dafür muss man aber offen sein und natürlich ist es nicht das selbe wie eine umarmung oder die liebe eines anderen menschen

4) ich respektiere natürlich deine meinung und will dir meinen glauben auch nicht aufzwingen, ich weiß wie scher das ganze zu verstehen ist und ich habe zum glück viele geistliche kontakte, ohne denen ich das auch nicht schaffen würde, aber es ist gut und wichtig wenn du viele fragen stellst und dinge die dir nicht klar sind hinterfragst, ich mache das auch so und stehe nicht hinter allem was die kirche so sagt, denn man hat ja auch seinen eigenen verstand ;)

5) wo empfindest du da für dich den persönlichen angriff? nicht mehr klar denken können bezieht sich z.b. auf psychisch kranke die sich gerade in einem wahn befinden, diese würde ohne wahn ganz anders handeln, sprich das ist keine abwertung sondern eher eine entschuldigung für menschen in besonderen situationen, dazu gibt es ein sprichwort was du viell. kennst "selig sind die armen im geiste"

6) das ist ok und vielleicht hast du einmal ein erlebnis was deine meinung ändert, ich habe mal ein buch gelesen in dem stand das jesus zu jedem menschen in der stunde seines todes kommt und ihn fragt ob er mit ihm gehen will, falls das wirklich so ist, hat jeder mensch, egal wie er gelebt hat die chance auf ewige rettung und das ist für mich dann wirklich ein liebender gott

eine gute diskussion darf auch kritik enthalten, so lange alles sachlich bleibt ist das völlig ok und man muß dazu sagen, daß wir ja hier über eine königsdisziplin diskutieren, denn glaube ist etwas sehr persönliches und oft mit vielen emotionen verbunden, aber ich finde das immer ganz interessant und stelle mich gerne diesen herausforderungen, aber wir müssen auch nicht darüber weiter diskutieren, jeder hat seine meinung und seinen glauben und soll damit glücklich werden, wichtig ist das man sich gegenseitig mit respekt begegnet und niemanden etwas aufdrängen will :)

Also Angel, nichts für ungut, aber als arm im Geiste hat mich noch niemand bezeichnet. Ich bin laut IQ Test überdurchschnittlich intelligent.  Ich sehe schon, dass du gerne Recht (hat dich schon mal jemand als rechthaberisch bezeichnet?) und auch den längeren Atem hast (ganz wie meine Therapeuten, die weiter geredet haben, während ich schon zu gemacht hatte). Deswegen sollten wir das auch so belassen, aber meine Meinung ändere ich nicht. Gott ist (sofern es ihn geben sollte) ein Schwein und es kann durchaus möglich sein, dass die junge Frau, um die es hier im Thema geht, nie wieder in ihrem weiteren Leben glücklich geworden wäre. Weder du noch ich können es beweisen, aber ich glaube daran und du eben nicht. Vergiß nicht für mich zu beten!

LG Death

es steht jedem seine meinung frei :)

meine aussgae zu punkt 5 galt aber nicht dir, sonder war ein versuch es allgemein zu erklären...

nun gut, schließen wir dieses thema hier

und ja, werde ich für dich machen

Hallo Ihr Zwei!

Ich sehe schon, es ist schwierig an der anderen Front zu kämpfen! Das Ihr meinen Tread nun zu eurem gemacht habt, das kann ich leider nicht ändern.-schön finde ich es dennoch nicht- aber egal.

Vielleicht war es ein Fehler hier überhaupt zu schreiben.

Ich hatte mich hier angemeldet, um die Seite eines suizidalen Menschen etwas näher kennenzulernen. Aber ich sehe schon, eure Gedankengänge sind zu komplex... !

Wer sagt denn, das wir für unser Kind nicht alles getan haben, was in unserer Macht stand ? @ Dead Du scheinst ja eine andere Meinung darüber zu haben. Das kann ich leider nicht ändern, und will es auch nicht.

Jeder hat seine Meinung, und kann sie äussern, ob es dem Gegenüber in der Situation hilft ist vielleicht fraglich, aber auch das ist mein Problem.

Vielleicht bin ich mit zu grossen Erwartungen in dieses Forum gegangen. Das Kritik kommen mag, war mir klar, und damit habe ich auch gerechnet. Das aber alles in Frage gestellt wird- naja was soll ich dazu sagen ?

Hallo talugimijes,

ja, da versteh ich dich wegen dem beitrag, aber man kann sicher einen admin bitten diesen beitrag wieder zu teilen, damit es wieder zu deinem wird,

verschrecken wolte ich dich nicht, ich denke es ist immer gut wenn es solche beiträge gibt, da auf die angehörigen oft vergessen wird und so auch andere zum schreiben animiert werden,

ich war in meiner jugend auch sehr lange suizidal und habe das ganze prozedere mit therapie und klinik durchgemacht, ich kann dir anbieten das wir mal chatten

lg

Hallo Angel!

Nein, Du hast mich nicht verschreckt, mich schockt nichts mehr, das Schlimmste hab ich durch...

Wir können gerne mal bei Gelegenheit chatten.

Danke erstmal!

@talugimijes

Der Dialog zwischen Angel und mir hatte nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun. Sorry.

Hallo talugimijes

du kannst dich gerne jederzeit bei mir melden, bin eher am abend online

Heute habe ich wieder an die junge Dame gedacht, um die es hier geht. Ich beneide sie, denn sie muss sich dieses Leben nicht mehr antun. Sie hat es hinter sich.

Was soll ich dazu schreiben liebe Death?

Du betrachtest es von Deiner Seite, ich von meiner. Und diese Seiten sind so grundverschieden........ wir werden wohl nie auf einen Nenner kommen.

 

Was soll ich dazu schreiben liebe Death?

Du betrachtest es von Deiner Seite, ich von meiner. Und diese Seiten sind so grundverschieden........ wir werden wohl nie auf einen Nenner kommen.

Aber macht nicht gerade dass eine Diskussion interessant?
Ich meine, wenn die andere Person zwar eine eigene Meinung hat, aber trotzdem offen und 'intelligent' genug ist auf andere einzugehen?

Ich stimme was diese Sache betrifft zwar Death zu, dennoch ist es interessant all' eure Postings dazu zu lesen.
Ich will damit eigentlich nur sagen: nur weil der 'Gesprächspartner' anderer Meinung ist, muss die Diskussion noch damit nicht beendet sein?

Hallo 0815

das soll ja überhaupt nicht heißen, das ich keine andere Meinung zulasse. In meinem Tread geht es um unser Kind, das sich das Leben genommen hat.

Und da bringen mich irgendwelche Spekulationen über unser "Fehlverhalten" einfach nicht weiter.Wie ich schon oben geschrieben habe, müsste ich die gesamte

Lebensgeschichte aufschreiben, damit jemand überhaupt verstehen könnte und vor allem sich eine realistische Meinung bilden könnte, was all die Jahre zuvor schon alles war. Und dazu habe ich keine Lust, weil es unser Kind auch nicht mehr zurück bringt.

Man könnte sicherlich diskutieren, aber was bringt es- nichts. Meine "andere Seite" denkt nun mal ganz anders, weil ich eben nicht suizidal bin, genausowenig depressiv.

Für jemanden der am liebsten sterben möchte, für denjenigen mag die Vorstellung /der Gedanke an unser Todes Kind wohl ein guter sein, weil dieser ja genau diese Todessehnsucht in sich hat, und sich nichts schöneres ( womöglich auch für den Verstorbenen) vorstellen kann.

Als Hinterbliebene denkt man natürlich ganz anders...... und da liegen solche Welten zwischen den Gedankengängen/Vorstellungen etc. das man hier sicherlich keinen Weg finden wird, um sich etwas anzunähern.

Aber wie es wohl so ist, ich bin  hier wohl eine riesengroße Ausnahme, das ich hier als Hinterbliebene schreibe. Das war ganz am Anfang, weil ich einfach verstehen wollte, wie jemand denkt und fühlt, der sich dem Leben abgewandt hat, oder der Depressionen hat. Ich wollte einfach etwas mehr verstehen können.

Habe aber dennoch schnell festgestellt, das hier wohl doch nicht der richtige "Ort" für mich ist. War gestern nach langer Zeit mal wieder hier, weil ich jemanden gesucht habe. Und dann habe ich gelesen das dead etwas geschrieben hat.

Und darauf habe ich geantwortet..... nicht mehr und nicht weniger, einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen.

Mich wird man hier kaum noch finden, habe ein anderes Forum gefunden indem sich "Gleichgesinnte Hinterbliebene" befinden. Da ist der Umgang miteinander eben ein anderer als hier.

Ich bin hier immer neutral allen gegenüber geblieben, habe auch nie Vorurteile gehabt, nur weil jemand nicht mehr leben will. Das aber ein Hinterbliebener trauert und vieles einfach nicht verstehen kann, warum jemand nicht mehr leben will/kann ist die andere Seite der Medaille. Und da jedes Leben andere Hintergründe/Sorgen/Probleme mit sich bringt, kann man nicht jemanden verurteilen, oder versuchen an die Wand zu stellen, wenn man dieses Leben des Menschen nicht zu 100% kennt.

Genau aus diesem Grund, weil ich einfach nicht über jemanden urteilen möchte, von dem ich fast nichts weiss, bin ich mit dieser neutralen Einstellung hierher gekommen, mit der Hoffnung ein wenig mehr über die Gedanken/Handlungen eines "kranken" Menschen zu erfahren.

Andere Meinungen waren bei mir immer willkommen- aber diese sollten nicht "persönlich" den Menschen angreifen oder verurteilen, der eigendlich Hilfe sucht.

Ich denke Du weisst jetzt um was es geht.

So hatte ich das auch gar nicht gemeint wie du es aufgenommen hast!

Ich wollte eigentlich nur sagen: das hier ist eben ein Forum und die anderen Leute hier, können nichts anderes machen als ihreSicht der Dinge darzulegen.
Unf falls du immer noch etwas, über die Gedanken eines 'kranken' Menschen wissen willst, kannst du gerne deine Fragen stellen.

Ausserdem finde icheben nicht das dich Death oder wer auch immer, 'angegriffen' hat, aber er hat eben eine andere Sicht der Dinge und vertritt diese auch.Death hat ja nie gesagt, dass er wollte das es so für dich kommt. Er hat dir nicht gewünscht das dass passiert.

Aber ist ja eigentlich auch egal...Ich wünsche dir in jedem Fall alles gute!

Gruß
Christian

@ talugimijes

Ihr Tod war umsonst, wenn man davon ausgehen könnte, dass sie noch etwas vom Leben gehabt hätte, aber er wäre nicht umsonst, wenn sie nur noch gelitten hätte. Wir beide können nicht wissen, wie es sich gestaltet hätte. Für einen Angehörigen ist es sicher nicht tröstlich, was ich hier geschrieben habe und das war auch der Fehler, denn diese Community ist nicht darauf ausgerichtet, dass man soetwas zu lesen bekommt, wie sie hier (von mir). Ich weiß gar nicht, was sie über einen suizidgefährdeten Menschen alles wissen wollen, außer, dass dieser womöglich in einem Ausmaß leidet, wie sie es sich eher nicht vorstellen können.

@ --0815--

Vielen Dank für deine verteidigende Haltung. Ich stehe auch zu meiner Meinung, aber ob diese genau hier angebracht war, ist eben zu bezweifeln. Möglich, wenn ich mir wirklich gedacht hätte, dass es talugimijes helfen könnte, wenn man ihr untebreitet, dass es auch so hätte verlaufen können, dass die Dame auch nichts mehr (außer Depressionen) von ihrem Leben gehabt hätte. Ich weiß allerdings bereits aus Erfahrung, dass gerade diese Leute soetwas nicht hören wollen.

War gar nicht mal umbedingt verteidigend gemeint. Es entspricht ganz einfach auch meiner Meinung.

Klar sehe ich auch ein das talugimijes dass nicht hören will, oder es vielleicht sogar nicht richtig war das auf diese Weise zu sagen aber: aber ich denke doch, dass das Forum/die Community hier darauf 'ausgelegt' ist.
Es tut mir leid für talugimijes, ganz ehrlich aber gerade hier muss man doch eigentlich damit rechnen, nicht nur Lebens bejahende Postings zu lesen zu bekommen.

 

@ talugimijes

Ihr Tod war umsonst, wenn man davon ausgehen könnte, dass sie noch etwas vom Leben gehabt hätte, aber er wäre nicht umsonst, wenn sie nur noch gelitten hätte. Wir beide können nicht wissen, wie es sich gestaltet hätte. Für einen Angehörigen ist es sicher nicht tröstlich, was ich hier geschrieben habe und das war auch der Fehler, denn diese Community ist nicht darauf ausgerichtet, dass man soetwas zu lesen bekommt, wie sie hier (von mir). Ich weiß gar nicht, was sie über einen suizidgefährdeten Menschen alles wissen wollen, außer, dass dieser womöglich in einem Ausmaß leidet, wie sie es sich eher nicht vorstellen können.

@ --0815--

Vielen Dank für deine verteidigende Haltung. Ich stehe auch zu meiner Meinung, aber ob diese genau hier angebracht war, ist eben zu bezweifeln. Möglich, wenn ich mir wirklich gedacht hätte, dass es talugimijes helfen könnte, wenn man ihr untebreitet, dass es auch so hätte verlaufen können, dass die Dame auch nichts mehr (außer Depressionen) von ihrem Leben gehabt hätte. Ich weiß allerdings bereits aus Erfahrung, dass gerade diese Leute soetwas nicht hören wollen.

 @ dead

Ich kann Deine Gedankengänge trotz allem gut verstehen, wie schon geschrieben wenn ich es von Deiner Seite sehe. Und nein, ich habe nicht erwartet, das ich hier tröstende Worte finde.. aber ich dachte zumindest helfende.......

Und dead Du kannst ruhig "Du" zu mir sagen, vermutlich bin ich nicht mal sehr viel älter als Du! Und ja, Du hast wohl recht, vermutlich kann ich das Leiden dieser Menschen wirklich nicht nachvollziehen, die nicht mehr leben möchten.Obwohl Depressionen auch für mich nichts unbekanntes sind. Liegt wohl aber eher daran, das ich mich vom Leben hab nie unterkriegen lassen.Und meines war mit Sicherheit auch nicht einfach, das kannst Du mir glauben. Bin gerade zu allem anderen auch in einer sehr schwierigen Situation, wo viele vielleicht aufgeben würden, ich werde es nicht tun, weil es mein " Ich" einfach nicht zulassen würde, das irgendetwas über mich die Macht bekommt.

@- 0815-

auch Dir möchte ich sagen, das ich natürlich hier auf einiges gefasst war,was so kommen könnte. Als ich mich hier angemeldet habe, war ich in einer totalen Schockphase und habe versucht jeden "Strohhalm" zu finden, an den ich mich klammern könnte.... und das man in dieser ganz frischen Trauerphase auch sehr verletztlich ist, das kann sicher jeder nachvollziehen..... wenn man sich zumindest ein wenig in meine Lage versetzen kann.

Und ich habe auch in sämtlichen Suizid-Foren gesucht ob ich von Ihr etwas finden werde, das war eigendlich der Hauptgrund,warum ich in solchen Foren unterwegs war. Später natürlich auch- um Gedankengänge etc. nachvollziehen zu können, was einen Menschen so verzweifeln lässt.

Übermorgen werden es 6 Monate, und natürlich hat sich die "Gesamtlage" und der erste "Schockzustand" etwas gelegt, und natürlich kommen andere Sicht/Denkweisen dazu.Einiges erscheint klarer, auch die Gedanken spielen nicht mehr so verrückt, sondern sind klar und deutlich, genauso ist das Ausmaß und die Folgen Suizids unserer Tochter nun ganz deutlich- und  auch was es bei uns an Spuren hinterlassen hat.

Vielleicht war es auch ein " Wunschgedanke" das ich einigen Menschen hier " durch mein Erleben und diesen unglaublichen Schmerz, was so ein Schritt bei der Familie auslöst, vielleicht doch zum Nachdenken bringe, ob es vielleicht nicht doch noch etwas gibt, was ein " Ja zum Leben" bewirken könnte.

Aber diesen Wunschgedanken den habe ich auf die Seite gelegt, weil ich nun doch eines besseren belehrt wurde, das hier einige wohl "abgeschlossen" haben, und vom Leben nichts mehr hören wollen. Und das werde ich akzeptieren.

und das man in dieser ganz frischen Trauerphase auch sehr verletztlich ist, das kann sicher jeder nachvollziehen..... wenn man sich zumindest ein wenig in meine Lage versetzen kann.

Natürlich!

Später natürlich auch- um Gedankengänge etc. nachvollziehen zu können, was einen Menschen so verzweifeln lässt.

Auch absolut verständlich. Nur fürchte ich eben, dass die Gründe so unterschiedlich (wenn auch nicht auf den ersten Blick) sind, dass es mehr schwierig werden wird, das zu verstehen.

die Gedanken spielen nicht mehr so verrückt, sondern sind klar und deutlich, genauso ist das Ausmaß und die Folgen Suizids unserer Tochter nun ganz deutlich- und  auch was es bei uns an Spuren hinterlassen hat.

Auch klar.

Vielleicht war es auch ein " Wunschgedanke" das ich einigen Menschen hier " durch mein Erleben und diesen unglaublichen Schmerz, was so ein Schritt bei der Familie auslöst, vielleicht doch zum Nachdenken bringe, ob es vielleicht nicht doch noch etwas gibt, was ein " Ja zum Leben" bewirken könnte.

Einen Versuch ist es doch wert.
Ich kann ja nur für mich sprechen, und sagen des es bei mir nichts bewirken wird.
Aber vielleicht hilft es ja anderen...wär doch möglich...

weil ich nun doch eines besseren belehrt wurde, das hier einige wohl "abgeschlossen" haben, und vom Leben nichts mehr hören wollen. Und das werde ich akzeptieren.

Diese oder unsere Entscheidung ist eben auch genauso zu akzeptieren, wie deine es anders zu sehen. Wenn es für diese Person so ist. Was natürlich nicht bedeutet das du es nicht trotzdem versuchen kannst/sollst.

Gruß
Christian

was ein " Ja zum Leben" bewirken könnte.

Es gibt Menschen, die vor Suizid zurück schrecken, weil sie andere damit unglücklich machen. Es gibt auch welche, die sich in einem Abschiedsbrief für ihren Schritt entschuldigen. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen, denn außer Verständnis will ich nur noch Verständnis. Ich würde es sogar eher als Unglaublichkeit bezeichnen, was da in so mancher Psychiatrie so abgeht, denn das wirklich jemanden helfen soll, kann ja in Wahrheit nicht mal ein Gesunder annehmen.

und vom Leben nichts mehr hören wollen.

Wundert es sie, in Anbetracht dessen, wie es sich für manche gestaltet?

Immerhin war ihre "Tochter" in einer psychiatrischen Einrichtung und dort konnte ihr nicht geholfen werden.

Hallo Dead,

das unsere Tochter in einer pschologischen Klinik war, das ist richtig, allerdings nur 3 Wochen nach ihrem 1. SM Versuch,und das war eine psychologische Klinik für Notfälle, in die sie sich freiwillig einweisen ließ, danach beschlossen Mutter und Kind (die Ex meines Mannes) das sie nach Hause geht, entgegengesetzt dem Rat der Ärzte das sie weiter zur Behandlung in die Psychatrie sollte...

Von nicht helfen können, kann hier wohl nicht die Rede sein, die Ärzte bekamen überhaupt keine Chance, weil Mutter und Kind ( sie war ja zu dem Zeitpunkt schon 18) ohne unser Wissen beschlossen haben die Klinik zu verlassen. Die ambulante Therapie bestand nur aus einem Psychologen zu dem sie 1x die Woche ging.

Und das ist das fatale an der Geschichte, wir haben zu lange zugeschaut, weil uns die Hände gebunden waren.Seit das Kind 18 war, hatten wir nichts mehr zu melden, verstehst Du?  Und da trifft uns die Schuld.Das wir da nicht eingegriffen haben, wir hätten sie zwangseinweisen müssen, weil die eigene Mutter nicht mal erkannt hat, wie krank ihr Kind ist. Die sagt heute noch ihr Kind wäre nicht krank gewesen. Und da gehen bei mir echt die Nackenhaare hoch, und ich würde gerne diesen Menschen mal schütteln, um die lockeren Schrauben zumindest in die richtige Richtung zu bringen- auch wenn es nichts mehr bringt.

Da haben wir absolut versagt....... das muß ich mir wirklich eingestehen, nicht rechtzeitig eingegriffen zu haben, und diese Schuld werden wir ein Leben lang mit uns herumtragen müssen. 

Sicherlich weiss man nicht, ob sie je ein normales Leben hätte führen können, da sie aber die nötige Hilfe abgelehnt hat, weiss man auch nie, was wäre gewesen, wenn sie die 7 Monate in der Psychatrie gebleiben wäre.So saß sie 7 Monate zu Hause und konnte neue Pläne schmieden...

Auch wenn Du von solchen Einrichtungen nicht viel hälst. Aber es wird ja wohl auch Kliniken geben, wo es normal zugeht, zumindest hier bei uns gibt es ein paar gute Kliniken für psychisch kranke Menschen.

Viele von euch hatten ja eine schreckliche Kindheit, mit Eltern die selbst krank waren, das sehe ich als etwas ganz anderes an. Unser Kind ist wohlbehütet aufgewachsen, wurde nie geschlagen, mißhandelt etc, was ich bei vielen von euch lese. Das tut mir für jeden einzelnen von euch wirklich sehr sehr leid, das ihr unter solchen schlimmen Umständen aufgewachsen seid. Da kann selbst ich verstehen, das man wohl einen "Knacks" fürs Leben zurückbehält.Und vieles für das Leben nicht als Grundstein mitbekommen hat. 

All dies war bei uns nicht der Fall, und trotzdem war sie krank.Ohne massive Gründe, und ohne jegliches zutun von irgendwelchen Menschen. Und das ist der große Unterschied.

Hallo!

Es tut zwar nicht so viel zur Sache, aber ich bin ein Mann und 32 Jahre alt. Das "Sie" schrieb ich, weil ich damit verdeutlichen will, dass ich Respekt vor dir/ihnen habe, denn es könnte bei der Wut, die mich bei diesen Thema überkommt, so aussehen, dass ich dich/sie persönlich angreifen möchte. Ich nehme das "Du" gerne an.
Ich verstehe gut, was du meinst, kann aber auch nur aus meinem Erfahrungsschatz berichten. Ich war ein Jahr in Behandlung und nachdem ich selbst nach dieser Zeit keinen Erfolg verspüren konnte, bin ich auch gegen den Willen der Ärzte gegangen. Die Oberärztin sagte zu mir, ich wäre noch nicht soweit, nur jetzt mal ehrlich: es wäre auch nach einem weiteren Jahr nicht besser geworden, weil ich einfach nicht bekommen habe, was ich gesucht habe, nämlich einen Grund zu leben. Man hat den Fokus zu sehr auf die Verhaltenstherapie gelegt, aber sich eher nicht die Frage gestellt, ob der Patient (ich) überhaupt schon etwas hat, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Was ich mir dort allerdings angewöhnt habe, war der Konsum von Marihuana und damit habe ich mich nun 12 Jahre durchgekämpft. Mit den Medikamenten und den Hilfestellungen, die man sonst anbietet, wäre ich heute entweder tot oder um ein paar Psychiatrieerfahrungen reicher - frage, was ich davon hätte - nichts! Aus der Sicht der Ärzte (und der Gesellschaft) hat das natürlich alles einen Sinn. Von einer Krise in die nächste zu kommen, um schließlich auf ein Leben in ständigen Kontakt mit der Psychiatrie zurückblicken zu können - ja, das ist ein ganz tolles Leben. Ganz toll.

die Ärzte bekamen überhaupt keine Chance
 
Das sehe ich anders. Wenn sie wirklich in der Lage wären, den Menschen zu helfen, hätte das innerhalb von zwei Wochen passieren müssen. Das ist der Zeitraum, in dem Antidepressiva zu wirken beginnen sollten. Wie ich es erlebt habe, geben sie dir auf der Akutstation einfach nur Medikamente und denken, dass sich der Patient immerhin stabilsieren sollte. Bei mir war es so, dass ich mich nicht besser gefühlt habe, aber die Ärzte gemeint haben:"dem geht es jetzt besser" (und weil wir das sagen, kann er jetzt eine Gesprächstherapie beginnen).

Seit das Kind 18 war, hatten wir nichts mehr zu melden, verstehst Du?

Ich bin froh, dass es die Selbstbestimmtheit gibt, sonst würde ich mich jetzt wahrscheinlich von denen "behandeln" lassen müssen.

weil die eigene Mutter nicht mal erkannt hat, wie krank ihr Kind ist.

...wahrscheinlich weil sie es selbst ist? Nach deinen Schilderungen dürfte hier das Mädchen für etwas missbraucht worden sein.

und diese Schuld werden wir ein Leben lang mit uns herumtragen müssen.

Ja, weil sie annehmen, dass dadurch etwas besser gewesen wäre. Das Problem dabei ist aber, dass selbst der beste Arzt nichts machen kann, wenn der Patient nicht mitmacht oder es vom Fall her so schwer ist, dass nicht geholfen werden kann. Dann hat man jemanden, der am Leben gehalten wird, aber eigentlich unglücklich ist und für wen dieser Mensch dann lebt, ist fraglich (für Gott, Gesellschaft und Verwandte, ja, aber wohl eher nicht dafür, worum es im Leben des Menschen gehen sollte - um selbst zufrieden zu sein).

Aber es wird ja wohl auch Kliniken geben, wo es normal zugeht,

Das glaube ich auch.

Unser Kind ist wohlbehütet aufgewachsen, wurde nie geschlagen, mißhandelt etc, was ich bei vielen von euch lese.

Also meine Krankheit (Borderline) kann man auch im gleichen Ausmaß entwickeln, wenn das Kind nicht für das Leben vorbereitet wird, also die Mutter das Kind nicht loslassen kann, um in die Eigenständigkeit zu gelangen. (Es praktisch überbehütet wird). Wissen sie, wenn sie im hohen Alter noch im Bett der Mutter geschlafen hat, frage ich mich schon. Wie sehr sie dafür war, dass ihr Mann nun eine neue Frau hat, möchte ich nicht wissen - ist aber nur Spekulation.

Hallo Dead,

erstmal Danke für den Respekt mir gegenüber, mit dem Du fühle ich mich aber sehr viel wohler, bin 10 Jahre älter als Du, aber auch das spielt keine Rolle.

Ich kann Dich natürlich sehr gut verstehen, das man irgendwann keine Lust mehr auf Ärzte, Einrichtungen etc hat, wenn man selbst spürt das es einem nichts bringt.Und das Du überall diese schlechten Erfahrungen gemacht hast, ist natürlich sehr hart, weil ich denke, das Du sicherlich lange Zeit ernsthaft Hilfe gesucht hast. Umso trauriger das niemand in der Lage war, dies zu tun.

Natürlich braucht der Mensch einen Grund für das Leben- das sich das Leben lohnt, da gebe ich dir vollkommen recht, ohne dies verliert man sicherlich das Lebensgefühl und die Lust am Leben.

Das die Mutter wohl selbst krank ist, das haben wir auch erst durch das Verhalten ihrem Kind gegenüber/ und auch uns bemerkt. Wie ich ja schon geschrieben habe, sind da Sachen vorgefallen, die mit Sicherheit dem Alter entprechend nicht normal waren, aber wir hatten da keine Möglichkeit etwas zu tun, weil Mutter wie Tochter alles als normal empfanden.

Natürlich ist es für ein Kind immer schwierig, wenn Eltern sich trennen- ohne zweifel! Aber ich hatte viele viele Jahre ein sehr gutes Verhältniss zu meiner Stieftochter, und wir sind wirklich sehr gut miteinander klar gekommen, und sie hat mich auch voll akzeptiert. Das dieses Verhältniss in den letzten 2 Jahren gestört war, daran war die Mutter schuld. Von Anfang an war es ihr Ziel, dem Vater das Kind zu nehmen, was sie nach fast 10 Jahren auch geschafft hatte. Denn im Dezember brach sie den Kontakt zu uns erstmal ab ( wirkliche Gründe nannte sie uns aber nicht), und ich bin mir sicher, die gab es auch nicht.

Und Dead es gibt Millionen Scheidungskinder, die das alles gut weggesteckt haben, und die ein ganz normales Leben führen. In manchen Fällen, wie auch bei uns, war es wohl sogar gut für das Kind, weil ich nicht glaube das es gut oder besser ist wenn ein Kind in kaputten Eheverhältnissen aufwächst, und dies Tag für Tag dann miterleben muß, das die Eltern sich nicht mehr verstehen.

Das soll jetzt keine Verdeidigung meinerseits sein. Aber als ich mit meinem Mann zusammengekommen bin, lebte er schon alleine. Ich war also nicht der Grund weshalb diese Ehe zerbrochen ist.Ich war der Grund für Ihn nach einem Jahr wieder ein neues Leben zu beginnen. Und das wußte Jessica, das er sich nicht gegen sie entschieden hatte, sondern gegen die Mutter, weil es einfach nicht mehr ging. Jessica wollte sogar zu uns ziehen als sie 13 war, das hat auch die Mutter unterbunden, wir hätten es gemacht. Nachdem der Wunsch des Kindes vorhanden war, durfte sie fast ein Jahr nicht mehr zu uns kommen. Und um uns und das Kind vor den Übergriffen der Mutter zu schützen, haben wir das Thema nie mehr angesprochen, und auch das war ein Fehler den wir begangen haben, und den wir uns von Jessica auch vor 2 jahren anhören mußten. Also noch eine Schuld, die wir auf uns nehmen müssen, mit dem Gedanken das das Kind sich vielleicht bei uns ganz anders entwickelt hätte, und vielleicht heute noch leben könnte.

Schuld wohin wir schauen - und glaube mir Dead wir sind gestraft- und das nicht nur für den Moment- sondern für die Ewigkeit !!

Jessica hat ihren Vater über alles geliebt, da bin ich mir zu 100% sicher, doch es war einfacher für sie, die Mutter zufrieden zu stellen, indem sie das machte was die Mutter für gut hielt. Die Mutter nahm dem Vater das Kind, das sie dadurch auch Ihr Kind verlieren würde, damit hätte sie wohl nie gerechnet. Ich schon, weil ich erahnen konnte, das Jessica mit dieser Situation überhaupt nicht klar kommen würde.Sicherlich spielten auch andere Faktoren Ihrer Krankheit eine Rolle.