Willkommen auf selbsthilfe-community.org

 

Die online Selbsthilfe Community für Menschen die körperlich und/oder psychisch belastet, bzw. erkrankt sind und für Angehörige und alle Interessierten.

Du kannst hier über deine Probleme sprechen, andere Betroffene finden, ein eigenes Profil erstellen, neue Freunde finden, Videos hochladen, eigene Fotos hochladen, Chatten, Im Forum schreiben und noch einiges mehr...

Fühle Dich frei über deine Probleme zu schreiben, sei wie Du bist und tausche dich mit Anderen aus. Du bist nicht alleine! Hilfe zur Community gibt es hier. Hilfe bei Sehschwierigkeiten gibt es hier. Hinweis: Die Community ist kein Ersatz für professionelle Hilfe! Im Krisenfall wendet euch bitte an einen Krisendienst!

 

Kleinanzeigen Inserate Christliche Community Internationale Singlebörse Pflegejobsuchmaschine

 
Foren  ›  Gesundheit - Psyche - Borderline  ›  Borderlinesyndrom Forum
 

Geistiges Wirrwarr

In den letzten Monaten habe ich viel über mich gelernt. Die vergangene (Borderline-)beziehung hat mir nicht gut getan, denn ich bin in eine waschechte emotionale Abhängigkeit geraten und stehe nun vor der Selbstaufgabe. Die Gründe liegen in meiner eigenen Persönlichkeit vergraben, warum mich solche Frauen überhaupt anziehen. Ich gebe der Diagnose nun mehr Bedeutung. Ich befürchte, selbst stark unter Borderline zu leiden - zumindest stärker, als bisher angenommen. Der Ärger bleibt trotzdem. Am meisten ärgere ich mich darüber, dass ich weiß, wie sie sich manchmal fühlt, selbst aber nichts beitragen kann, damit es ihr besser geht. Außerdem bin ich jetzt sicher der Böse in ihren Empfindungen, also etwas, von dem sie enttäuscht wurde. Ich will nicht jedes ihrer Verhalten entschuldigen, aber eben auch kann ich sie nicht verurteilen. Sie kann (noch) nicht anders und für sie gestaltet sich die Realität nun einmal so. Meine Sicht ist auch getrübt von der Krankheit namens Borderline und ich verstehe, dass sie, nennen wir es doch so, manchmal Dinge tun muss, um etwas auszuhalten, das wirklich vom emotionalen Empfinden her furchtbar ist. Ich halte sie für eine besondere Frau, aber ich denke mir, dass ich nicht der Mann sein kann, den sie sucht. Das hat sie immer schon besser gewusst, als ich, und auch für alles andere gebe ich ihr keine Schuld. Ich weiß nur, dass ich nun selbst ziemlich am Boden bin und, wie es sich für die typische Selbstaufgabe gehört, meine eigene Zukunft ungewiss ist. Ich stecke nun auch in der Leere fest und schwimme vor mir her.

Sie erinnert mich stark an meine Mutter bzw. wäre sie ein geeigneter Mutterersatz. Meine Mutter leidet auch unter Borderline und konnte mir nicht die Liebe geben, die ich gebraucht hätte. Die Anziehungskraft hat somit ein Gesicht bekommen. Das Problem ist nur, dass sie nicht die Leere auffüllen kann, die in mir vorherrscht. Sie selbst scheint stark davon geleitet zu werden, inwieweit sie jemand an einen ihrer Eltern erinnert. Aufgrund ihrer furchtbaren Erfahrungen ist es nur zu verständlich, dass sie sich nach einem gewissen Rückhalt sehnt, aber sie wurde von ihren Eltern (mehr oder weniger) verlassen. Das ist sicher ein wesentlicher Grund, wenn es ums Nähe zulassen geht - zumindest unbewusst immer im Gedanken, dass man schon einmal im Stich gelassen wurde und sich das künftige Leben dadurch gehörigst geändert hat. In Anbetracht des Missbrauchs, den sie erlebt hat, ist es für mich immer schon fraglich gewesen, inwieweit bestimmte Verhaltensweisen von heute nicht eine Art Retraumatisierung darstellen. Vergessen dabei das Bestreben der menschlichen Psyche nach Ausgleich. Kein Wunder; der Mann, der sie am ausgestreckten Arm verhungern lässt, aber starke Sehnsüchte ausgelöst hat. Er ist aber auch ein attraktiver Mann...muss man schon neidlos anerkennen. Das Problem ist schwierig zu lösen, weil es in mir einen Teil gibt, der sagt, dass sie so besonders ist wie eine Frau unter einer Million von Frauen und es nun so weit gekommen ist, dass ich glaube, ganz schön versagt zu haben. Ja, ich ärgere mich grün und blau.

Mehr und mehr ergibt alles einen Sinn für mich, aber ohne therapeutische Hilfe oder zumindest Hilfe von außen werde ich mir nicht zu helfen wissen. Manchmal wünsche ich mir einen höheren IQ. :-) Jedenfalls weiß ich jetzt wieder genau, wie sich die meinige Leere anfühlt und sehe auch, dass man als Betroffener viel tut, um dieser zu entkommen, was ein gesunder Mensch in dem Sinn nicht verstehen kann... Ich denke mir, dass sie gerne die Identität der Helfenden annimmt und zwar bevorzugt in Phasen, in denen sie selbst die meiste Hilfe brauchen würde. Also Ablenkung...inwieweit die fehlende Identität eine Rolle spielt, weiß ich noch nicht, aber ich glaube, dass man nicht einfach etwas vorgeben sollte, das man nicht ist, nur weil man weiß, dass man so wie man ist, nicht gemocht wird. Verständlich ist es, aber in weiterer Folge sinnvoll? Mein Mittel erster Wahl, um Stimmungen auszuhalten ist die Kifferei, aber gegen Drogen hat sie etwas. Sex ist da viel besser-auch wenn man dadurch einige Menschen mit einem ? zurücklässt. Es hat auch sehr viel mit dem Selbstwertgefühl zu tun, denke ich, denn wo jemand so viel Bestätigung braucht, könnte etwas im Argen liegen. Es geht ihr jedoch primär um die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse auch wenn diese mit hohen Anforderungen an andere verbunden ist. Das Muster durchschaut sie noch nicht ganz, aber auch wenn: die Annahme, dass man nur den richtigen Partner finden müsse, der das alles schon aushält, halte ich für falsch. Dort, wo weder Mutter noch Vater in den ersten Lebensjahren richtig gehandelt haben, wird kein Ersatz ausfindig zu machen sein. Schade, dass es ihr selbst nicht auffällt - regressiert sie doch immer wieder zum Kind in solchen Beziehungen. Auch das schreibe ich mir besonders hinter die Ohren, aber was die Anziehungskraft angeht: kein Wunder. Und auch, wie man dann Liebe definieren muss: kein Wunder. Mich wundert sozusagen nichts mehr. Die Psyche verlangt nach Ausgleich des Mankos.

Dieses Leben wird niemals einen Sinn für mich ergeben. Man kann nur noch Gott fragen, welchen Sinn mein Leben in seinem beschissenen Plan hat. Nach meinem Tod werde ich ihn nicht um Vergebung bitten - er wird es tun müssen. Sollte er auf meine Mutter verweisen, werde ich auf meine Großmutter verweisen und das machen wir so lange bis wir zu seiner Idee des Lebens kommen werden. Der Satan ist kein Argument für mich, denn den hat Gott auch betrogen. Ja, es gibt tatsächlich Wesen, die nicht gut finden, was Gott macht und was macht Gott? Er bestraft sie dafür. Also wenn das ein liebender Gott ist, weiß ich nicht. In unserer Welt wäre das ein narzistisches, selbstgerechtes A..... Ich persönlich mag den Satan auch nicht. Ist mindestens genauso ein Schwein wie Gott. Im Moment bin ich aufgelöst. Die Frage wird sein, wie zum Teufel, ich den Unsinn noch länger aushalten soll. Und ich habe ihn bereits lange ausgehalten und wozu? Ich weiß es nicht, aber ich vergebe meiner Ex. Sie kann überhaupt nichts dafür.

hallo death,

ich finde gut das du so selbstreflekriert bist und die dinge zu durchschauen scheinst, daß schaffen andere ein leben lang nicht, ich wünsch dir genug kraft das du das ganze aufarbeiten kannst und dran bleibst,

lg,

poison

Hallo poison

Das ist wirklich lieb von dir, aber wie du richtig erkannt hast, ist es ein Durchschauen von einem Standpunkt aus, der prädestiniert ist, es "falsch" zu deuten. In der Tat gibt es einen guten Trick: je emotionaler ein Thema ist, desto genauer sollte ich es betrachten. Ich bin aus dem Häuschen. Wie geht es dir zur Zeit?

hy,

geht eig. so, irgendwie kommt man schon durchs leben^^, was bleibt einem auch übrig...

und wie stehen bei dir sonst so die aktien?

Unverändert.

Weiter im Text:

Ich bin höchst unerfreut darüber (obwohl es mich nichts angeht), dass sich wieder einmal ganz aktuell ein Mann fragt, was mit ihr los ist. Liebeskummer. Heute gesagt, "wir haben eine Beziehung" und morgen wieder getrennt. Macht sie sich denn keine Gedanken darüber, was die Konsequenzen für andere sind? Ich denke mir, dass es nicht gut ist, denn ihr primäres Ziel ist einfach nur ein Kind. Und dafür scheint sie auch über Leichen zu gehen, denn Kinder sind nicht nur geborgt, nein, sie sind dazu da um der Mutter einen Sinn im Leben zu geben. :-) Ich bin der Sohn einer Borderlinerin und würde mal sagen, dass meine Mutter mein Leben nachhaltig beschädigt hat. Es ist gar nicht mal so unüblich, dass die Kinder von Borderlinern ebenfalls Borderliner werden, aber ich sehe schon, dass es ihr nur um sich geht und das ist auch gut so, denn sie wurde vom Leben betrogen und nun holt sie sich, was sie will. Sie selbst kennt eine Frau, die sich selbst als Schlampe outet und nur aufgrunddessen, weil sie keine Nähe zulassen kann, und natürlich auch, um die innere Leere auszugleichen, Sex mit vielen, verschiedenen Männern hat. Das Beste an dieser Frau ist, dass sie sich dann auch noch in einer erhabenen Position erlebt, aber sie ist nicht erhaben. Sie kann sich nicht fallen lassen und das ist eigentlich schwach. Wenn sie nicht bereits so ist, dann steuert sie direkt darauf zu, so zu werden. Ich bete heute zu Gott, dass er ihr eine Spur Integrität geben möge. Ich meine, ja, sie ist von ihren wichtigsten Bezugspersonen zurückgelassen worden. Und ja, sie wurde von ihrem ersten Freund verlassen. Alle geliebten Menschen verlassen sie, also ist es bedrohlich, wenn Gefühle der Liebe auftreten. Da muss man sich schnell absichern. Zum Kotzen ist das. Warum mag ich sie nur so sehr? Alles liegt auf dem Tisch: die Ähnlichkeit zu meiner Mutter, mein eigener Narzißmus und eine Brise Helfersyndrom. Alles krank und trotzdem hören diese starken Gefühle nicht auf...

Hallo, ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz Vorstellen. Mein Name tut glaub ich nicht so viel zur Sache, wie das ich seit einigen Jahren Diagnostizierter Borderliner bin und ich damit zwar klar komme aber immer wieder mein Leben selbst an die Wand fahre!!! Hab 2011 auf einer Station für Persönlichkeitsstörungen eine 12 wöchentliche Therapie gemacht. Hab dort auch sehr viel über mich und meine Krankheit gelernt, aber trotz allem stoße immer wieder an meine Psychischen Grenzen. Komme zwar aus Ö, habe aber die letzten 14 Jahre im Ausland gelebt. Bin seit 1 Mai in Salzburg und fühle mich überhaupt nicht wohl hier, erstens kenne ich hier niemanden der meine Situation versteht und zweitens wird in meinen Beruf keine Schwäche akzeptiert. So genug von mir und meinen Problemen!!! Verstehe das Problem von dir, da es auch mir so mit meiner Mutter geht. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich sie hasse aber lieben tue ich sie noch viel weniger. Hab 10 Jahre null Kontakt zu meiner Familie gehabt und wie ich mich wieder gemeldet habe, würde einfach alles Tod geschwiegen und meine Krankheit bilde ich mir sowieso nur ein!!!!!Wäre schön wenn sich jemand zurück meldet, lg Befit

Hallo und Herzlich Willkommen hier in unserer Community, lieber befit75!

Ich finde ziemlich interesannt, was du schreibst (habe auch dein Profil gelesen). Wenn du es näher ausführen möchtest, kannst du dies gerne tun. Mich würde interessieren, wie und warum du dein Leben selbst gegen die Wand fährst und wie die psychischen Grenzen aussehen. In welcher Situation befindest du dich denn, welche niemand versteht? Also ich kann dir sagen, dass in meiner Familie etwas ähnliches bzgl. meiner psychischen Problemen passierte, bis es zu einem Vorfall vor 2 Jahren gekommen ist, an dem plötzlich allen klar geworden ist, wie krank meine Mutter eigentlich ist. Es klingt furchtbar gemein, aber ich habe damals soetwas wie Genugtuung erfahren, obwohl sie sich in einer ziemlichen Krise befunden hat. Würde mich freuen, von dir zu lesen.

LG

Weiter im Text: die neue Zufriedenheitsrate: ich kann die Dame zu etwa 33% verstehen, mich selbst zu 50%.  Borderline ist eine PS, d.h. weite Teile des Denken, Fühlen und Handeln sind betroffen. Als Betroffener fällt es mir schwer das Wissen in einen geeigneten Kontext zu bringen, vorallem, weil ich in letzter Zeit von heftigen Emotionen nahezu erschlagen wurde, aber mir ist auch vieles wie Schuppen von den Augen gefallen. Meine Bewertung ihrer Person ist eine klassische Überidealisierung, aber mich wundert nur, dass sie nie komplett entwertet wird (egal, wie sie sich verhält oder was sie tut), das soll bedeuten, ich verspüre nie Hass - immer nur eine schier unaushaltbare Verlustangst, obwohl wir eigentlich nichts (mehr) miteinander zu tun haben. Irre...

Es ist schon irrwitzig, wie das System läuft. Ich habe heute ein Gespräch mit einem Kriseninterventionsarzt geführt. Danach ging es mir richtig schlecht. Es ist immer das gleiche Problem: ich fühle mich schlecht und bin ziemlich sicher, dass ich bis an mein Lebensende leiden werde, sodass man am Ende sagen kann, dass sich dieses Leben für mich nicht ausgezahlt haben wird. Ich meine, ich bin über 30 und mein bisheriges Leben war kurzum gesagt, nicht lebenswert. Das Leid mittels Suizid zu beenden, ist eine gute Option. Schlechter ist die Option, mein Leben lang Gast in Psychiatrien zu sein und mit Therapeuten zu besprechen, was sich doch nicht ändern lässt. Das ist nämlich kein Leben, aber das wollen diese Leute nicht einsehen. Verstehen diese Leute nicht, dass mir das nicht hilft? (Dass es eigentlich niemanden hilft, wenn er trotz Therapie keinen Erfolg hat?) Dass der Kontakt zu den Ärzten für mich nicht leicht ist und ich ihn auch nicht einsehe, weil ich sowieso nichts vom Leben habe? Wenn ich Teil dieser Gesellschaft bin, bin ich leider gleichzeitig Teil vieler Dinge, die ich für mein Leben eigentlich nicht möchte. Ich will diese Rolle gar nicht einnehmen, sondern ein echtes, lebenswertes Leben haben, und nicht Teil einer Maschinerie sein, von der man doch hoffentlich nicht wirklich annimmt, dass sie für den Betroffenen ausreichend ist.

Ganz meiner Meinung.

Ich weiß auch nicht mehr, was ich noch tun soll. Keiner will wirklich etwas mit mir zu tun haben. Ärzte denken eh nur an das eine -> Geld. Und sonst ist eh keiner da. Wir stehen am Ende doch wieder nur da, wo wir angefangen haben. Was heisst denn bitte schön: "Lebenswertes Leben"? Es müsste auch Sinn machen. Nur fehlt dieser mir :( 

Ich freu mich auf jeden Fall auf die neuen Tabletten, die ich aber erst nächste Woche bekomme. Was ich damit mache, werd ich dann sehen. Sie auf jeden Fall für beides gut geeignet.

Hallo, wie geht es euch?!? Mein Leben an die Wand fahren sieht eigentlich immer gleich aus. Zuerst gehts mir von Tag zu Tag schlechter, dann gehe ich zum Therapeuten (der mir natürlich dann sagt, dass ich meine Skills nützen soll und alles nicht so schlimm ist), dann kommt mein Selbstverletzungszwang immer stärker und zu guter Letzt boxe ich wieder so lange gegen einen Baum oder Wand bis meine Fäuste wieder total zerlegt sind. Dann lande ich meistens in der Psychiatrie, fange mich langsam wieder und komme nach Hause. Spätestens 4-5 Monate später geht das Ganze wieder von Vorne los. Irgendwie ist so ein Leben nicht wirklich schön!!! Meine Beziehungen scheitern meist an den selben Gründen. Meine Gefühlswelt sieht folgendermaßen aus : Wut, Aggression, Hass kann ich super gut Fühlen und alle postive Gefühle, wie Liebe, Glücklich sein, Freude und Zufriedenheit  kann ich überhaupt nicht fühlen!!! Wenn ich mit jemanden darüber reden will, sind alle immer gleich überfordert und ich sehe denen an das sie sich total Unwohl fühlen. Momentan ist es mal wieder kurz vor der Selbstverletzung und mir gehts von Tag zu Tag beschissener und ich finde irgendwie wieder mal nicht aus meinen Loch. Kennt jemand diese Abwärtsspirale und wie löst ihr solche Probleme?!? LG Befit

@pscho

Warum wollen die Leute nichts mit dir zu tun haben? (Ich meine, mir ist auch schon aufgefallen, dass unsere Gesellschaft größtenteils aus Leuten besteht, die selbst Probleme haben und sich somit fragen, ob sie sich einen Problemfall antun wollen oder ob sie es dann doch lieber lassen. Das ist nicht gegen dich gerichtet, denn ich unterliege ebenfalls diesem System.) Wenn man betroffen ist, kann man sich somit bald sehr schnell sehr einsam fühlen. Es ist kein Wunder, dass manche Menschen hinter einer Fassade leben.

Deswegen habe ich gefragt @ befit75. Es kommt mir sehr bekannt vor. Was man dagegen tun kann, weiß ich nicht. Ich weiß nicht, wie man die nicht erhaltene Liebe ausgleichen und die Traumatisierungen soweit aufarbeiten kann, sodass man ein Grundgefühl erhält, welches ein gesunder Mensch hat. Es gab Zeiten, da konnte ich mir selbst etwas geben, um mich bei der Stange zu halten, aber schlußendlich war es zu wenig. Früher habe ich einmal an Gott geglaubt, aber seitdem dieser Glaube verschwunden ist, habe ich mich wieder mit dem Gefühl der Verlorenheit konfrontiert gesehen. 

Warum will (fast) niemand etwas mit mir zu tun haben? Einerseits, wie du selber schon gesagt, sind die Leute alle nur oberflächlich, andererseits muss ich auch zugeben, dass ich kein Gefühl dafür habe, wie ich mit den anderen umzugehen habe. Als ich vor ein paar Wochen in der Klinik war, habe ich u.a. einen netten Jungen getroffen, mit dem bin ich nun täglich am chatten. Auch ihm habe ich (am Samstag) weh getan, aber er hat es geschafft, mir zu sagen, was los ist. Ich sehe es ja meist nie.

Und wenn ich es mir mal genauer betrachte, dann sind die Gefühle in mir, mein Problem. Liebe, Hass, Toleranz, Wut, Geborgenheit, Trauer. Alles gleichzeitig zu empfinden, das funktioniert einfach nicht, aber genau so ist es bei mir. Und so kann ich auch keine Liebe von anderen empfangen und diese auch nicht weitergeben.

Bis kurz vor dem Klinikaufenthalt, was ja nun schon eine Weile her ist, habe ich mich öfters geritzt. Dabei habe ich mich endlich mal gut und wohl gefühlt.
Darum versuche ich zumindest am Wochenende möglichst viel abzuschalten und keine Gefühle zu zulassen. Es hilft mir zumindest etwas. Meist überwiegt dann aber die Trauer.

Im Grunde genommen gibt es bei uns allen, die hier aktiv sind doch nur ein Wort: "Warum?" - Nur wie können wir damit umgehen? Ich habe noch selber noch keinen Weg gefunden.

 

Schlechter ist die Option, mein Leben lang Gast in Psychiatrien zu sein und mit Therapeuten zu besprechen, was sich doch nicht ändern lässt. Das ist nämlich kein Leben, aber das wollen diese Leute nicht einsehen. Verstehen diese Leute nicht, dass mir das nicht hilft? (Dass es eigentlich niemanden hilft, wenn er trotz Therapie keinen Erfolg hat?) Dass der Kontakt zu den Ärzten für mich nicht leicht ist und ich ihn auch nicht einsehe

Wie du bei mir ja warscheinlich schon bemerkt hast, seh' ich das Problem darin das es die Ärzte nicht wirklich, nicht ehrlich, nicht echt interessiert.
Sie hören sich deine Geschichte an, stellen ein paar Phrasen in den Raum...es liegt ihnen aber nicht vom Herzen aus etwas an dir. Sie machen es weil es eben ihr Job ist. So seh' ich das zumindest.
Ich kann mir ganz einfach nicht vorstellen das jemandem der dich nicht kennt (und kein Arzt kennt dich nach ein paar Gesprächen wirklich - egal wie gut er vlt. ist) ehrlich etwas an dir liegt.
Würde man nach so einer Sitzung rausgehen und von der nächsten Brücke springen es wäre ihnen egal.(Auch) deswegen könnte ich mich diesen Menschen (wenn ich es schaffen würde hinzugehen) niemals vertrauen. (Auch) deshalb könnten sie mir niemals halt geben.

Ich finde das kommt auch bei dir so rüber. Du machst auf mich einen sehr intelligenten Eindruck - vielleicht 'ziehen' auch deshalb irgendwelche Phrasen der Ärzte nicht bei dir. Weil du eben weisst dass ihr 'selbst Schuld' oder so ganz einfach Schwachsinn ist.

Wie du bei mir ja warscheinlich schon bemerkt hast, seh' ich das Problem darin das es die Ärzte nicht wirklich, nicht ehrlich, nicht echt interessiert.

Och schade, und ich dachte schon, du denkst es dir, wie ich es mir damals vor zwölf Jahren gedacht habe:"Wie sollen die mir helfen, eine Freundin zu finden?" Original so. Nein, wie gesagt, ich möchte dich nicht für dumm verkaufen, indem ich dir einen Sinn in einer Therapie verkaufen will, den ich selbst gar nicht sehen kann, aber wie du vielleicht erkennen kannst, bin ich mit dieser Einstellung auch nicht weiter gekommen. Ich bin sozusagen ein Versager, ein Verlierer...nenn' es wie du willst und ob das auch dein Schicksal sein muss? Nicht, dass ich weiß, wie es besser gehen würde, denn ich habe den Therapeuten auch alles erzählt, was mir einfällt, nur vom Grundgefühl her, fühlte ich mich immer unwohl und dabei war genau dieser Gedanke des Egalseins von Bedeutung, aber auch wenn: wenn mir jemand von denen mal etwas wirklich brauchbares gesagt hätte, hätte ich mir denken können:"Danke und Tschüß", aber schlußendlich habe ich "alles" probiert und bin enttäuscht worden. Ich verstehe dich sehr gut, was du mit dem Halt meinst.

Zur Therapie: Ich versuche es so zu formulieren: mir wurden Wege gezeigt, aber es wurde sich nie gefragt, warum ich diese Wege nicht beschreiten will/kann. Die Therapeuten haben nicht verstanden, dass ich auch ohne ihre Hilfe auf diese Wege gekommen wäre - es hat mir eben nur immer etwas gefehlt, nämlich der Sinn im Leben, und den habe ich zumindest immer an Frau Unbekannt festgemacht. Sorry, dass ich dir nicht helfen kann.

Aber eine Frage habe ich noch: was denkst du, woran es scheitert, dass es mit den Freunden oder den Frauen nicht so klappt?

 

Wie du bei mir ja warscheinlich schon bemerkt hast, seh' ich das Problem darin das es die Ärzte nicht wirklich, nicht ehrlich, nicht echt interessiert.

Och schade, und ich dachte schon, du denkst es dir, wie ich es mir damals vor zwölf Jahren gedacht habe:"Wie sollen die mir helfen, eine Freundin zu finden?" Original so. Nein, wie gesagt, ich möchte dich nicht für dumm verkaufen, aber wie du vielleicht sehen kannst, bin ich mit dieser Einstellung auch nicht weiter gekommen. Nicht, dass ich weiß, wie es besser gehen würde, denn ich habe den Therapeuten auch alles erzählt, was mir einfällt, nur vom Grundgefühl her, fühlte ich mich immer unwohl. Es liegt diesen Leuten auch nicht ehrlich etwas an dir! Ich verstehe dich sehr gut, was du mit dem Halt meinst. Mein Halt ist seit mehreren Jahren (eigentlich)  die Frau, die mir am meisten bedeutet, obwophl wir nicht einmal annähernd soetwas wie eine Beziehung gehabt haben.

Ich versuche es so zu formulieren: mir wurden Wege gezeigt, aber es wurde sich nie gefragt, warum ich diese Wege nicht beschreiten will/kann. Die Therapeuten haben nicht verstanden, dass ich auch ohne ihre Hilfe auf diese Wege gekommen wäre - es hat mir eben nur immer etwas gefehlt, nämnlich der Sinn im Leben, und den habe ich zumindest immer an Frau Unbekannt festgemacht. Sorry, dass ich dir nicht helfen kann.

Aber eine Frage habe ich noch: was denkst du, woran es scheitert, dass es mit den Freunden oder den Frauen nicht so klappt?

 Ich wollte dir mit meinem Posting keinesfalls zu nahe treten. Ich hatte nur die Vermutung das du diese Scheinheiligkeit und diese Pseudo Hilfen auch nicht leiden kannst.

Obwohl du ja im Prinzip dennoch das selbe sagst. Nämlich das dir irgendwelche Theurapeuten keinen Lebenssinn geben können...
Und du brauchst mich nicht für dumm verkaufen...warscheinlich bin ichs wirklich....

So habe ich das nicht gemeint. Ich finde ja, dass man mich damals für dumm verkauft hat und ich habe mir geschworen, dass ich nie jemandem etwas von angeblichen Therapieerfolgen erzählen werde, die man bei entsprechenden Gegebenheiten eher nicht erreichen wird.

Erst zum Schluss der Therapie (also nach einem Jahr) habe ich dann mal zu meiner Bezugspflegerin gesagt, sie möge nicht so falsch zu mir sein, denn ich wisse, dass ich ihr egal bin. Wir können auch einfach nur (so etwas wie) Geschäftspartner sein bzw. uns mehr danach verhalten. Und wenn ich ehrlich sein soll, ist sie diesen Wunsch auch nachgekommen. Ich will es so ausdrücken: mir ist grundsätzlich egal, woher der Rat kommt, der mir helfen kann, aber es ist in der Tat deutlich schwieriger, wenn man die Quelle des Rats nicht akzeptieren kann (aus welchen Gründen auch immer). Das gibt mir jetzt zu denken...hmm.

PS: Für blöd halte ich dich sicher nicht.

So habe ich das nicht gemeint. Ich finde ja, dass man mich damals für dumm verkauft hat und ich habe mir geschworen, dass ich nie jemandem etwas von angeblichen Therapieerfolgen erzählen werde, die man bei entsprechenden Gegebenheiten eher nicht erreichen wird.

Sagte ich doch im Prinzip. Du hast die 'Tour' durchschaut...

Erst zum Schluss der Therapie (also nach einem Jahr) habe ich dann mal zu meiner Bezugspflegerin gesagt, sie möge nicht so falsch zu mir sein, denn ich wisse, dass ich ihr egal bin. Wir können auch einfach nur (so etwas wie) Geschäftspartner sein bzw. uns mehr danach verhalten. Und wenn ich ehrlich sein soll, ist sie diesen Wunsch auch nachgekommen.

Genau das meinte ich.
Du versteht es aber eben besser die Dinge auf den Punkt zu bringen. Oder etwas zu formulieren.

Ich will es so ausdrücken: mir ist grundsätzlich egal, woher der Rat kommt, der mir helfen kann, aber es ist in der Tat deutlich schwieriger, wenn man die Quelle des Rats nicht akzeptieren kann (aus welchen Gründen auch immer). Das gibt mir jetzt zu denken...hmm. Für blöd halte ich dich sicher nicht.

Wieder: Genau das meinte ich.
Du versteht es aber eben besser die Dinge auf den Punkt zu bringen. Oder etwas zu formulieren.

Und klar ist es eigentlich 'egal' woher der Rat kommt, aber du bestätigst ja selbst das es von 'fremden' Personen irgendwie schwerer fällt.

 

Ja! :-)

Heute werde ich dem Thementitel wieder alle Ehre machen:

Ich erkenne mich in vielen Büchern über das Thema Borderline. Als ich vor einem Jahrzehnt in Therapie war, habe ich mich nur gefragt, wie mir die Therapie helfen soll, eine Freundin zu finden. Das Bedürfnis endlich eine Frau zu finden, die mir etwas wert ist und der ich auch etwas wert bin, war verständlich, aber beinhaltet auch einen ganz fahlen Beigeschmack, obwohl ich es von meiner Warte aus so sah, dass es keinen fahlen Beigeschmack hätte, außer mich als Bestandteil der möglichen Beziehung, denn mein Selbstwertgefühl war und ist (typischwerweise) nicht das beste. Ich will es so ausdrücken: für alles gibt es im Leben den richtigen Zeitpunkt und wenn meine Mutter versagt hat, kann das dazu führen, dass auch ich (unbewusst) etwas nachholen will, was für die gesunde Entwicklung bzw. das Wohlbefinden essentiell gewesen wäre. Für mich sah es so aus, als ob ich in gewisser Weise verständlicherweise bedürftig danach gewesen wäre, und mal davon abgesehen, wie bedürftige Männer auf Frauen wirken, gibt es da noch eine andere Sache: Die symbiotische, eig. parasitäre Beziehungsgestaltung des Borderliners (potentiell: ich) passt gut als Mutter-Kind-Beziehung, aber als Erwachsenenagapebeziehung wird es vermutlich nicht funktionieren oder für mindestens einen Partner zur unglaublichen Belastung werden. Die Partner, die meistens unter einer Komplementärstörung leiden, fühlen sich meistens irgendwann betrogen, benutzt und ausgespuckt. Es ist die volle Härte, das zu behaupten, aber für den Borderliner ist es wirklich die größere A-Karte, denn dieser sieht sich immer diesen Ängsten gegenüber gestellt. Als Borderliner wird man sich starken Ängsten vor Nähe/Verlassenwerden/Verschlungenwerden gegenüber gestellt sehen. Es kommt oft dazu, dass sich der Borderliner selbst schlecht fühlt oder sich vom Partner nicht verstanden fühlt. Die "schlechten" Seiten des Partners werden mit der Zeit ersichtlich, aber mit der Schwarz-Weiß-Sicht ist es nicht möglich ein realistisches Bild zu generieren, welches auch die Akzeptanz ambivalenter Gefühle voraussetzen würde. So spaltet der Partner je nach Situation von schwarz zu weiß und umgekehrt bis (und es ist anstrengend) es auch dazu kommen kann, dass quasi die Denkweise, also das Bild vom Partner irgendwann zum Punkt "schwarz" wechselt. Der Borderliner hat sich somit wieder einmal selbst bestätigt und muss bereits einen neuen weißen Ritter bzw. eine neue weiße Fee für sich beanspruchen. Das Spiel geht dann von vorne los (bis man einmal das Muster durchschaut).

Ich glaube, ich müsste mir grundsätzlich vor Augen führen, dass das Bedürfnis zwar stark ist, aber auch mir niemand (mehr) das geben kann, das hier schief gelaufen ist. Es schließt allerdings nicht aus, jemals wieder eine Partnerin zu haben.

Borderline und Borderline verträgt sich gut VS. Der Borderliner braucht einen starken Partner

Keine Aussage hat mich in letzter Zeit so getriggert wie diese. Vernünftigerweise müsste man zugeben, dass ein Partner mindestens gesund, stark und stabil sein muss, aber diese Wahrheit für mich anzuerkennen, fällt mir nicht leicht, denn:

1.) Ich wollte immer jemanden finden, der so ist wie ich.

2.) Ich kann damit nicht umgehen, dass eine bestimmte Frau keine passende, gar schädliche Partnerin sein soll. Nicht bei den positiven Gefühlen, die sie im Vergleich zu anderen Frauen nun mal auslöst.

Der Zusammenhang ist verständlich. Eigentlich müsste ich mir selbst genug sein, aber das bin ich nicht, eben wegen der mangelnden Liebe und der daraus resultierenden Leere (vom zerstörten ICH durch Traumata ganz zu schweigen). Es ist von großer Bedeutung es irgendwie zu schaffen. Das Problem dabei ist, dass ich das schon alles versucht habe, es aber dann nicht funktioniert hat. Man sollte sich nicht mit dem Partner vermischen, also eine Symbiose anstreben, weil man (z.B. wenn der Partner vorzeitig aus dem Muster aussteigt) sich dann auflöst. Eigentlich erkennt man als Borderliner selten, wo man selbst aufhört und wo der andere anfängt. Man sagt wegen mangelnden Idenitätsgefühl, aber in dieser Hinsicht muss ich mich noch weiter bilden..

Meine Mutter war Borderlinerin und ich "suche" mir immer Borderlinerinnen genauso treffsicher, wie sich z.B. eine Frau, die einen prügelnden, alkoholkranken Vater hatte, meistens Männer sucht, die sie (meist unbewusst) an ihn erinnert, um dieses Modell weiterzuführen. Die Tatsache, mit jemanden zusammen sein zu wollen, der genauso beziehungsgestört ist, mag zwar angenehm sein (*,**), aber beinhaltet viele Risikofaktoren, welche eigentlich die ganze Palette gestörten Borderlineverhaltens ist.

* Psychologische Ausgleichsleistung: Eine Frau, die mich an meine Mutter erinnert, aber dann in dieser Beziehung geben kann, was mir meine Mutter nicht geben konnte, verursacht (angenommenes) Glück erhöhten Ausmaßes. Viel Fantasie, scheitert aber an der Realität. Außerdem darf ich nie vergessen, dass ich ein leichtes Helfersyndrom entwickelt habe, denn als Kind gestaltete sich meine Mutter als überforderte, unbeholfene Frau, der ein starker Mann an ihrer Seite gut getan hätte, die aber von den Männern immer nur ausgenutzt wurde. Das stimmt natürlich nicht, weil sie mit ihrem verhalten entweder alle Männer in die Flucht geschlgaen hat oder dann, wenn sie den Mann hatte, das Interesse verlor (und daran war natürlich auch er schuld). Dass man seine Kinder niemals schlägt und es ihr an ihrer grundsätzlichen, emotionalen Stabilität mangelt, konnte ich nicht erkennen (und wie es scheint bis heute nicht). Das Muster wäre weitergeführt, wenn ICH dieser starke Mann an der Seite der Frau wäre, die mich an meine Mutter erinnert. Ich habe viel von einer Vaterfigur gelesen und davon, dass das männliche Kind lernen muss, mit dem Frust umzugehen, dass die Mutter unerreichbar ist und der Vater das Anrecht auf diese Position hat. Wäre schön, aber mein Vater war absent, also gab es keine Vaterfigur. Alles also ziemlich therapiewürdig.

** Was der andere nicht kann, muss ich auch nicht können. Folge: eine mögliche Katastrophenbeziehung mit allen erdenklichen Hassgefühlen, die man im Streit füreinander empfinden kann. Dass ich niemals das Bild der "guten" Frau aufgeben werde, sage ich zwar jetzt, aber in der Realität...z.B. wenn sie fremd geht oder mich beleidigt...wer weiß, ob gerade ich da nicht empfindlicher reagieren würde...ich mit meiner Vorbelastung, was die Themen Liebe und Verlassenwerden angeht

Hallo Death,

Zunächt einmal möchte ich den Hut vor dir ziehen denn das was ich so gelesen habe,nicht jeder macht sich solche Gedanken,anderen Menschen gegenüber und möchte helfen.Das du die Sache erkannt hast,spricht für deine Intelligenz und für dein Interesse anderen Menschen gegenüber und für die Kraft die du in dir trägst-sei stolz darauf!!!

Ich hoffe das es dir bald besser geht!Einen Rat kann ich dir leider nicht geben aber vl kann ich von dir etwas lernen...

Ich bin mir meiner Krankheit,sagen wir mal,teilweise bewusst und weiss auch über meine Probleme in einer Partnerschft ,bescheid.Schon alleine desswegen überlege ich 1000 mal bevor ich etwas sage oder mache und das Grundprinziep ist ja nicht schlecht.Dafür muss man aber auch den richtigen Partner haben,der das versteht und vorallem rücksicht darauf nimmt,was mir nie passiert ist.Denn alle meine Partner haben meine Krankheit und meine Vergangenheit-und ist sie auch noch so schlimm,gegen mich verwendet.Sodass ich mir vorgenommen habe,nichts mehr darüber zu reden.Denn mit diesem Deffizit,bin ich sehr verletztbar und das nützt man aus.Das habe ich gelernt...Es ist aber schön zu wissen das es Menschen gibt,die noch Menschen geblieben sind...

Ich möchte aber noch etwas fragen:ich habe auch über Borderline gelesen und finde mich selbst darin wieder aber es gibt da ja auch viele Abspaltungen und viele verwirrende Persönlichkeitsstörungen,die bei jedem anders sein können.Was ich weiss,ist Borderline sehr schwer zu diagnostizieren.

Ich zb verletzte mich vor lauter selbsthass,gehört das zu Borderline dazu oder liegen da andere Beweggründe vor?Weisst du,mir hat man immer gesagt das ich nur Zornig bin,und ungehalten.Niemand hat je gefragt warum und wesshalb.Mit 27 bin ich dann munter geworden und habe mich selbst gefragt warum das alles so ist und ich habe Antworten bekommen die mir nicht gefallen haben!Auch ich gebe meinen damaligen Peinigern keine Schuld,sie wussten es nicht besser.Was bei meinem Freund aber anders ist.Er tritt mich bewusst mit den Füssen und er weiss auch was dabei raus kommt.Ist also erwünscht das ich in die Knie gehe...Ich habe mich auch schon vor lauter verzweiflung vor seinen Augen verletzt.Nicht mit einem Messer,mit meinen eigenen Händen.Weil ich den Hass nicht ertrage und nicht weiss warum man so gemein ist.Ich gebe das letzte Hemd her,Ich gehe durch die Hölle,für andere.Für mich waren alle anderen immer wichtiger als ich selbst und ich habe oft auf mich schlicht vergessen!So wichtig sind andere für mich und ich musste erst lernen auf mich zu schauen,so blöd das auch klingt...

Manchmal gehe ich schon wegen jeden dreck in die Kiste aber meiner Meinung nach liegt es daran das ich mit mir selbst nicht fertig werde.Mit meinen Gefühlen,die ich nicht mehr ertrage.Ich bin mit dem leben und den Menschen darin überfordert.Ich weiss nicht wie ich mich schützen kann.Es gibt nur eine Möglichkeit die ich aber vermeiden möchte denn das ist dann auch kein Leben mehr.

Ich muss mich um soviel kümmern und jede Sekund auf mich aufpassen.Das ist so mühselig und kostet so viel kraft.Ich kann nicht einfach zu jemanden hingehen und um Hilfe bitten.Denn das bedeutet wieder das man daraus einen Vorteil ziehen kann,der mir wieder nicht gut tut.Das ist die wirkliche Wahrheit.Das ist nicht übertrieben.Ich bin so eingezwickt das mir nur noch der Hass bleibt der in meinem Herzen wohnt,der aber unerwünscht ist und die Hoffnung das sich das ändern wird...jetzt bin ich 37 Jahre alt und es hat sich nie geändert...

LG Martina

LG Martina

Dafür muss man aber auch den richtigen Partner haben,der das versteht und vorallem rücksicht darauf nimmt,was mir nie passiert ist.

Das ist auch meine Meinung. Es ist nicht so einfach, obgleich des Wissens darüber, tatsächlich prompt etwas ändern zu können. Ich denke mir nur, dass es (laut meinen Erfahrungen) mit Angehörigen schon mal gut ankommt, wenn man Einsicht hat (nicht nur simuliert) und sich mehr (auch mit Hilfe des Partners) in Richtung Gesundheit bewegt, denn alle Rücksichtnahme hat ihre Grenzen. Ich verstehe quasi beide Seiten.

Denn alle meine Partner haben meine Krankheit und meine Vergangenheit-und ist sie auch noch so schlimm,gegen mich verwendet.

Das muss schlimm für dich gewesen sein. Ich kann zwar im Deatil nicht wissen, wie es sich zugetragen hat, aber ich glaube auch, dass es umso wichtiger ist, sich selbst zu schützen. Dies gilt besonders den Emotionen, und es ist sicher nicht einfach, das richtige Maß an Vertrauen aufzubringen, um sich zwar einerseits nicht zu verschließen, andererseits jedoch auch sich nicht verletzbar zu machen, gerade dort, wo dies womöglich nicht angebracht wäre, wenn man sich fragt, was einem denn gut tun würde.

Denn mit diesem Deffizit,bin ich sehr verletztbar und das nützt man aus

Die Verletzbarkeit ist in manchen Bereichen besonders hoch. Das kenne ich zumindest von mir. Bei gewissen Themen sollte man aufpassen, was man sagt, aber nur, wenn ich damit rechnen kann, dass der andere wirklich über dieses spezielle Maß an Verletzbarkeit Bescheid weiß. Wenn du darüber schreiben willst, würde mich interessieren, inwieweit man diese Verletzbarkeit ausgenutzt hat? Was ist passiert?

Was ich weiss,ist Borderline sehr schwer zu diagnostizieren.

Es sollte ausschließlich von fachkundigen Personen diagnostiziert werden, denn diese Leute bringen Wissen und praktische Erfahrung mit, die ein Laie nicht hat. Somit auch ich nicht ;-)

Ich zb verletzte mich vor lauter selbsthass,gehört das zu Borderline dazu oder liegen da andere Beweggründe vor?

Ich denke mir, dass Borderline zwar einem Muster folgt, aber die Menschen in ihrer Originalität nicht miteinander zu vergleichen sind. SV ist eben nicht mit Borderline gleichzusetzen. Dazu gehört es mehr, aber ob die Selbstverletzung Teil des Musters ist, ließe sich gut von einem Facharzt abklären lassen.
Möglich ist es.

So wichtig sind andere für mich und ich musste erst lernen auf mich zu schauen,so blöd das auch klingt...

Es klingt nicht blöd sich ein dickes Fell zuzulegen. Meine persönliche Meinung ist diese, dass man öfters nicht erreicht, was man will, wenn man für andere das letzte Hemd gibt. Mein Vater ist z.B. so, dass er vorher auf andere schaut und erst dann auf sich. Dann sagt er einerseits, er würde es gerne tun, auf der anderen Seite beschwert er sich darüber, was er alles für andere getan hat und wie wenig er dafür zurück bekommen würde. Es gibt Menschen, die sehen DIE Gelegenheit genau diese Eigenschaft auszunutzen und andere würden es eben nicht tun.

Weil ich den Hass nicht ertrage und nicht weiss warum man so gemein ist

War er bewusst gemein zu dir? Fand er es denn schon ganz OK so, dass du dich daraufhin verletzt hast?

Es gibt nur eine Möglichkeit die ich aber vermeiden möchte denn das ist dann auch kein Leben mehr.

Von welcher Möglichkeit sprichst du?

Ich muss mich um soviel kümmern und jede Sekund auf mich aufpassen.Das ist so mühselig und kostet so viel kraft.

Das kenne ich gut, aber ich befürchte, dass man das sein ganzes Leben lang machen muss. Damit es nicht mehr so viel Kraft kostet, überlege ich mir nun, wo die Hintergründe liegen, um dann weitere Schritte zu unternehmen.

Ich kann nicht einfach zu jemanden hingehen und um Hilfe bitten.

Es kommt tatsächlich darauf an, was man erwartet. Zu wem würdest du gerne hingehen und welche Hilfe hättest du gerne?

Ich bin so eingezwickt das mir nur noch der Hass bleibt der in meinem Herzen wohnt

Ja, wie bei mir, aber ich denke mir immer mehr, dass ich das nicht verdient habe.


 

Hallo Death

Ja das war sogar sehr schlimm und genau das ist auch mein Problem.Ich fange tatsächlich an mich völlig zu verschliessen,ich sehe keine andere Möglichkeit und ich muss wirklich arg darauf aufpassen denn dann habe  verloren.Ich rede in einer neuen Beziehung auch nicht viel über meine Krankheit,nur was er wissen sollte oder muss, weil ich mein Gegenüber auch nicht überfordern möchte.Ich kann auch nicht alles erzählen denn sogar meine Psychologin war erschüttert über meine Geschichten und das habe ich sofort begriffen.Ich möchte nicht das man mit mir aus Mitleid zusammen geht,das ist keine Grundlage für eine Beziehung.

Man verwendet zb meine Verlustangst gegen mich.Ich habe meinen ersten Freund an den Tod verloren.Ich war am Boden zerstört,er war aufeinmal weg!Ca 3 Wochen später fand ich an der Türe seiner Stammhütte seinen Patenzettel.Ich dachte mich trifft der Schlag!Man hat ihn einfach erschlagen!!!Daraus kommt ebenfalls meine Verlustangst.Auch weil man mich oft im Leben einfach sitzen hat lassen.Der eigene Freund hatte zb Weihnachten bei der anderen Freundin gefeiert und ich sass zuhause,wusste von nichts und habe geweint.Sowas kam öffters vor.Einfach nur so und mein jetztiger Freund nimmt sich eben viel heraus denn ich lasse ihn ja eh wieder rein.Er lässt auch seine schlecht Laune an mir aus denn ich schmeisse ihn ja eh nicht raus,was ich vor 3 Monaten doch tat ;) und das ich viel gebe,auch das nützt man aus.Er hat mich finanziell nur ausgenommen und mich geschädigt.Er hat oft einen Streit vom Zaun gerissen,nur um etwas druch zu ziehen und hat mich dann mit seinen und meinen Dämonen alleine gelassen.Ich war wie ein Welpe so verunsichert weil er mir auch immer meine Krankheit vor gehalten hat.Denn ich bin ja eh nur irre,sagte er dann.Ich durfte ja garnicht mehr aufmucken,Jedesmal sagte er mir das ich ja nur verrückt bin.Solange bis ich es tatsächlich geglaubt habe.Ich habe auch ein gestörtes Selbstwertgefühl,was man gerne ausnutzt.Mein Vater hat mich schon mit 3 Wochen so geprügelt das ich an einem Leistenbruch fast gestorben wäre und mit 4 od 5 Jahren hat er mich mit den Füssen unter den Tisch getreten,wie einen räudigen Hund.Das hat schwere Narben hinterlassen und auch damit wird eifrig gespielt!Ich verstehs einfach nicht.Manchmal glaube ich nur das meine Partner das nur machen um mich gefügig zu machen.Welchen Grund hätte man sowas zu tun?Mir würde das im Traum nicht einfallen einen Menschen so derartig zu missbrauchen!Ich habe mich immer dagegen gewehrt aber irgendwann,wenn das nicht aufhört,geht dir die Kraft aus um dich zu wehren...

Ja,er war bewusst gemein zu mir und ist es oft noch,einfach so.Irgend jemand muss es hald schnupfen und das bin ich.Als er sah das ich mich selbst verletzte,sagte er nichts.Er hat auch nichts getan.Sicher,er war damit völlig überfordert aber es hat ihn nie abgehalten weiter so gemein zu sein und noch gemeiner zu werden.Erst gestern habe ich mit ihm darüber gesprochen.Was es für mich bedeutet wenn er so zu mir ist und er sagte mir das es ihm in dem Augenblick völlig egal ist und er garnicht daran denkt das ich mich wieder verletzen könnte,vl fühlte er sich dadurch auch erpresst,möglich.Könnte ich auch verstehen aber das war nicht so!Es ist mir passiert.Ich habe das nie gemacht wenn jemand dabei war und wenn man etwas gesehen hat-ist mir beim arbeiten passiert...Es war mir so peinlich aber ich war soo verzweifelt und der Hass musste raus.Ist nur komisch das ich auf mich so los gegangen bin und nicht auf ihn denn wegen ihm ist es ja auch passiert und nicht zum ersten mal!

Ich spreche von der Möglichkeit mich wieder von der Welt zu isolieren.Ich habe mich 3 Jahre lang zuhause eingesperrt.Bin nicht mal einkaufen gegangen,das haben andere für mich gemacht.Ich habe jeden Kontakt zur Aussenwelt abgebrochen.Auch zu meiner Familie.Ich habe noch keine andere Möglichkeit gefunden.Würde aber gerne eine andere Möglichkeit finden

Ja daran arbeite ich auch gerade.Die Hintergründe zu finden,damit ich es ändern kann aber ich komm nicht drauf und das lässt mich oft frisch verzweifeln

Zu Wem ich gerne gehen würde?Ich glaube den Menschen gibt es noch nicht.Ich brauche einen Menschen den ich zu 100% vertrauen kann.Den hab ich aber noch nicht gefunden.Was ich von ihm wollte?Das ich mich austauschen kann,von Erfahrungen anderer profitieren kann,das wenn es zu dunkel in meinem Kopf wird,das jemand mir ein Ohr leiht und mir in schweren Situationen bei steht.Das ich nachfragen kann,wenn ich nicht mehr weiter weiss.Andere Möglchkeiten finden wenns nötig ist zb,es gäbe da viel!

Das ich das nicht verdient habe,denke ich mir auch oft.Das problem ist das ich drauf gekommen bin,das nur ich etwas ändern kann.Für mich selst.Ich kann nicht darauf hoffen das mir andere dabei helfen.Selbst wenns um Beziehungen geht,wo man sich eigl auch zusammen reden könnte.Ich habe immer das Gefühl alleine mit allem zu sein und in wirklichkeit ist es auch so.

Ich danke dir für deine Antworten.Ab und zu lese ich etwas wo ich mir denke,ja das ist bei mir auch so.

LG Martina

Hallo Martina!

Ich fange tatsächlich an mich völlig zu verschliessen

Und ich bin ganz genau so. An sich ist es nicht gut, aber ich weiß auch, dass es manche Dinge einfacher macht. Du hast sicher erlebt, welche Nachteile es auch haben kann und die dürften überwogen haben. Irgendwann z.B. fühlt man sich mutterseelenallein, obwohl man eigentlich selbst genau das Gegenteil will, es ist nur so, dass es eine logische Konsequenz ist.

Ich möchte nicht das man mit mir aus Mitleid zusammen geht

Glaube ich dir. Ich möchte z.B. als gleichwertiger Partner angesehen werden.
Es gibt aber durchaus Leute, respektive Männer, die über dich so denken könnten, besonders weil du hier geschrieben hast, dass dich die Männer nur ausgenutzt haben. Mit entsprechendem Helfersyndrom könnte dieser Mann durchaus auf die Idee kommen, dir helfen zu wollen. Du befindest dich (oder präsentierst dich zumindest so) in der Opferrolle.

Man hat ihn einfach erschlagen!

Daraus kommt ebenfalls meine Verlustangst. Auch weil man mich oft im Leben einfach sitzen hat lassen.

Ich verstehe, was du meinst. Gegen den Tod eines Menschen kann man nichts unternehmen, außer wieder bei sich zu bleiben, um zu schauen, wie man den Verlust verarbeitet. Das mit der Weihnachtsfeier und deinem Freund verstehe ich allerdings nicht so recht. Hast du ihm konkret gesagt, dass du gerne das Fest mit ihm verbringen willst?

Ich war wie ein Welpe so verunsichert weil er mir auch immer meine Krankheit vor gehalten hat.

Du machst viel mit und das äußert sich. Womöglich müsste man Geduld mit dir beweisen und das mit der Krankheit ist eben so eine Sache. Sie befähigt den Menschen öfters nicht anders denken zu können, aber ich halte es auch für einen guten Rat, Grenzen zu setzen. Es ist nicht schön, wenn man die eigene Krankheit vorgehalten bekommt, denn dies könnte negative Emotionen auslösen, aber wahrscheinlich ist es auch sehr schwer, richtig zu reagieren - vorallem im Streit.

Solange bis ich es tatsächlich geglaubt habe.

Ich möchte dir das nicht einreden, aber ich möchte dich warnen: du kommunizierst im Moment mit einem echten "Verrückten". Nach dem, was ich jetzt weiß, kann man von ungünstigen, innerpsychischen Vorgängen sprechen. Krank zu sein bedeutet nicht automatisch schlecht zu sein. Man könnte es auch so sehen, dass man etwas nicht entwickeln konnte, das ein anderer leichter entwickeln konnte, weil dieser andere eben auch nicht erlebt hat, was man selbst erleben musste. Dies als Ausrede für sein gesamtes Leben zu benutzen, wird seine negativen Folgen haben (auch wenn es zu Situationen kommen wird, in denen man einfach nicht anders kann, auch wenn man das noch so gerne möchte), aber wenn man es gezielt benutzt, um sich selbst (und zwar sich selbst gegenüber) ein bißchen zu verteidigen, vorallem, wenn der Selbstwert wieder einmal dadurch in Bedrängnis gerät, so denke ich, hilft es.

Mein Vater hat mich schon mit 3 Wochen so geprügelt das ich an einem Leistenbruch fast gestorben wäre und mit 4 od 5 Jahren hat er mich mit den Füssen unter den Tisch getreten,wie einen räudigen Hund.

Ich finde immer wieder furchtbar, was Eltern ihren Kindern antun können und es tut mir leid für dich, dass du soetwas erleben musstest. Mir sind allerdings ähnliche Dinge passiert.

Ich habe mich immer dagegen gewehrt aber irgendwann,wenn das nicht aufhört,geht dir die Kraft aus um dich zu wehren...

Kommst du öfters in solche Situationen? Gäbe es eine Möglichkeit diese Situationen bewusst zu vermeiden?

Irgend jemand muss es hald schnupfen und das bin ich

Wenn du es zulässt. Ich bin nämlich dafür, dass du jemanden verdienst, der dich an sich respektvoll behandelt. Siehst du das auch so?

vl fühlte er sich dadurch auch erpresst,möglich.

Hast du ihm bewusst gemacht, dass es nur seine Schuld ist, dass du dir das angetan hast? Ich kann mir vorstellen, dass er sich emotional erpresst gefühlt haben könnte, und sich gedacht hat, dass er das nicht mit sich machen lässt, obwohl du dir eine andere Reaktion erhofft hättest, aber ich war eben nicht dabei und deswegen bin ich auf deine Sicht angewiesen.

Es ist mir passiert.

Ich glaube dir, dass du in diesem Moment keine andere Wahl hattest, aber vielleicht besteht eine Chance, zu lernen, anders damit umzugehen. Ich kann dir von mir sagen, dass es mir weh tun würde, wenn ich sehen würde, dass sich meine Freundin schneidet, aber ich muss einfach auch sagen, dass viele (noch) keine andere Möglichkeit sehen und es unter diesen Umständen besser ist, dem Druck so Erleichterung zu verschaffen, anstatt dass noch etwas Schlimmeres passiert.

Es war mir so peinlich aber ich war soo verzweifelt und der Hass musste raus

Und es ist immer negativ...du warst verzweifelt und der Hass musste raus. Du bist deswegen nicht schlecht. Es ist, wie es ist.

Ist nur komisch das ich auf mich so los gegangen bin

Die Tendenz, die Wut eher gegen sich selbst zu richten, hat auch Gründe, die es zu erforschen gilt. Also mir persönlich wäre es lieber, wenn du hier einen Schutzmechanismus für dich einbauen könntest. Es bedeutet wirklich harte Arbeit, aber wenn du irgendwann mal die Schnauze voll hast, wirst du HOFFENTLICH Hilfe suchen und auch annehmen könnnen.

aber ich komm nicht drauf und das lässt mich oft frisch verzweifeln

Ich stecke selbst noch in der Selbsterkenntnisphase und ich kann dir verraten, dass ich NIE auf das gekommen wäre, wie es sich abspielt, wenn ich nicht bestimmte Informationsquellen gehabt hätte. Die Wissenschaft ist in den letzten (zehn) Jahren diesbezüglich eindeutig weitergekommen. Wenn ich nicht so eine Abscheu gegen Therapeuten hätte und man annehmen könnte, es handelt sich um einen echten Spezialisten...wer weiß, was der/die einem erklären könnte.

Andere Möglchkeiten finden wenns nötig ist zb,es gäbe da viel!

Verstehe ich gut und ich kann dir nur empfehlen, nach besten Wissen und Gewissen, einen Therapeuten zu suchen oder aber dich zumindest einmal informieren, welche Möglichkeiten du hast. Und ich hoffe, du hast dabei nicht an mich gedacht, denn ich bin, nach besten Wissen und Gewissen, nicht der richtige Umgang für dich. Du brauchst jemanden, der selbst so viel Stabilität aufweist, dass er mit dir gemeinsam diesen Weg längerfristig gehen kann. 

Das ich das nicht verdient habe,denke ich mir auch oft

Kann ich mir vorstellen, aber es hat Gründe, weshalb du so von dir denkst und ich möchte dich zumindest darin bestärken, es zu versuchen, zu sehen, dass du es dir doch verdient hast, denn zur unumstößlichen Erkenntnis, dass es tatsächlich so ist, könnte es noch ein weiter Weg sein.

Selbst wenns um Beziehungen geht,wo man sich eigl auch zusammen reden könnte.

Ich kann dir dazu nur schreiben, dass ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, obwohl diese nur ein kleines, flackerndes Licht am Horizont ist. Reden ist in einer Beziehung ziemlich wichtig (eben weil man einfach nicht erwarten kann, dass der andere erschnuppern kann, was gerade in mir vorgeht oder was ich mir z.B. wünsche), aber es muss auch eine geeignete Atmosphäre dazu vorherrschen. Ich stelle mir vor, dass es nicht einfach ist, immer richtig zu reagieren, wenn meine Partnerin wütend wäre, aber wahrscheinlich ist, dass der offensichtlichen Wut ein bestimmtes Gefühl zugrunde liegt, dem man auf die Spur kommen muss und dementsprechend darauf reagieren sollte. Wenn einer aufgekratzt ist, ist es nicht immer einfach, sich davon nicht anstecken zu lassen, aber es ist notwendig, sonst hat man am Ende zwei, sich gegenseitig anschreiende Parteien, die in weiterer Folge Dinge tun, die nicht förderlich sind. Dafür gibt es auch Therapien und ich habe schon beschlossen, dass ich ungefragt und ohne Widerstand in eine solche gehen würde, wenn ich jemals eine Partnerin finden würde, die es wert ist, dass man der Liebe bzw. der Partnerschaft eine Chance gibt. Wie sieht es aus? Kannst du deine Wünsche offen kommunizieren?

Ich habe immer das Gefühl alleine mit allem zu sein und in wirklichkeit ist es auch so.

Wie bereits geschrieben: ich bin nicht der richtige Umgang für dich, weil ich dir keinen guten (nicht durch meine Krankheit beeinträchtigten) Rat geben kann, aber wenn ich mir Mühe gebe, dann schreibe ich dir das: ich WEIß nur zu gut, wie es ist, allein zu sein, aber ich kann es auch so sehen, dass ich Alleinesein anders empfinde, als andere Menschen, die sich somit nicht gleich der Leere konfrontiert sehen. Es ist ein Zustand, als ob man abgeschnitten von der Welt wäre und es fühlt sich dunkel an - wie Isolation. In den Köpfen gesunder Menschen konnte sich etwas entwickeln, das mir fehlt. Es ist DIE Vulnerabilität (ich mag das Wort "Schwäche" nicht so) des Borderliners an sich, dass er nicht dieses Gefühl entwickeln konnte, sich selbst (grundsätzlich) genug zu sein. In der Fachliteratur wird von einem brüchigen ICH gesprochen bzw. einer mangelnden, eigenen Identität, die wiederum dazu führt, dass man sich auf andere so gut einstellen kann usw. Ich weiß nicht, wie ich dem begegnen soll. Auf der einen Seite weiß ich, dass es zwar besser ist, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist, anstatt allein zu sein, auf der anderen Seite weiß ich von dem unersättlichen Bedürfnis nach Nähe, respektive Liebe (denn die ist es, die den Betroffenen wieder "ganz" werden lässt), die man benötigt, um dieses Manko auszugleichen. Ich würde uns beiden einfach mal wünschen, dass wir beide irgendwann in der Position sein werden, das richtige Maß zu finden. Die Suche nach einem "geeigneten" Partner wird uns niemand abnehmen können, aber ich kann behaupten, dass es (wie du auch im übrigen Internet nachlesen kannst) KAUM jemand lange Zeit mit einem unter der BPS leidenden Partner aushält, was mir wiederum sagt, dass die einzige Möglichkeit darin besteht, dass man alles unternimmt, um der Krankheit entschieden entgegen zu treten. Man hat es doppelt schwer: auf der einen Seite muss man mit den traumatischen Erfahrungen umgehen können und dann noch mit der sich daraus ergebenden, gestörten Persönlichkeit, für die man überhaupt nichts kann, die aber andere Menschen, sagen wir es so, nicht immer so reagieren lässt, wie man sich das vorstellt. Alles extrem ungerecht also.

LG von mir

Leider ist es mir selbst nach monatelanger Beschäftigung mit dem Borderlinethema nicht möglich etwas zu ändern. Ich würde mich aber auch als besonders schweren Fall bezeichnen, weil die frühkindliche Traumatisierung an sich zwar geendet hat, aber durch andere Menschen weiterhin genährt wird. Es gibt zwar soetwas wie eine spezifische Vulnerabilität, aber ich könnte auch in einer anderen Realität leben. Wie wäre es damit? Eine einer Gesellschaft leben, die anders aufgebaut ist, als diese. Tja, aber was haben wir hier? Die anderen sollen sich für den Borderliner ändern...

EIn Grund, weshalb ich von der Sinnhaftigkeit meines Suizids (Theorie) überzeugt bin, liegt darin, weil sich mein Leben niemals bessern wird. Selbst unter anderen Borderlinern erkenne ich Ressourcen, die ich in dieser Form nicht nutzen kann. Lange Rede, kurzer Sinn: ich erkenne kaum an jemand anderen, dass dieser nicht mehr vom Leben hat, als ich. Erzählen kann ich das niemanden, denn dann bin ich wieder der arme, sich selbst bemitleidende Borderliner, der (noch nicht mal) mehr Täter als Opfer ist, denn wer hat schon wirklich unter mir gelitten? In Liebesbeziehungen verhalte ich mich ganz anders, als man es von vielen Berichten gewohnt ist. Ich bin nicht impulsiv genug um mich in eine Beziehung zu stürzen, der Impulsivität halber, aber auch weil es dazu jemand anderes braucht. So attraktiv bin ich allerdings nicht. Ich sitze lieber alleine zuhause und rauche mich zu, natürlich auch, um die Leere aushalten zu können, aber irgendwo frage ich mich auch, ob man nicht automatisch trübsinnig wird - bei der Zeit, die ich tatsächlich alleine war in Verbindung mit den immer gleichen Problemen, die sich mit anderen Menschen ergeben, wovon das signifikanteste Problem dieses ist, dass ich mir extrem alleine vorkomme. Ich erlebe meine Realität so, dass niemand so ist, wie ich. Mir ist der Zusammenhang zwar bewusst, wie es für ein kleines (abhängiges, unbeholfenes) Kind sein muss, wenn dieses verlassen wird, aber ich verstehe einfach nicht, warum ich nicht (wie es oft typisch) ist, etwas vorspiele, also eine Maske aufsetze, um anderen in den Kram zu passen. Ich vertrete die Einstellung, dass sich meine Mitmenschen eher als schädlich erwiesen haben, anstatt, dass sie mir geholfen hätten, wodurch ich auch schon zu den Gedanken gekommen bin, ob es nicht sogar besser gewesen wäre, völlig allein und ohne diese furchtbare Gesellschaft zu leben. Demnach lebe ich auch die "Friß oder stirb"-Einstellung, denn in Wahrheit könnte ich zwar (für ein ausgewogenes, psychisches Leben) andere gebrauchen, aber in Anbetracht der Umstände ("was ich bin") bin ich sowieso immer alleine, was natürlich dazu geführt hat, dass ich mich dementsprechend arrangiert habe.

Gestern habe ich ein Gespräch mit einer Ärztin geführt. Angebliche Borderlinespezialistin. Nach diesem Gespräch ging es mir so hundselendig wie schon lange nicht mehr, weil auch Suizidgedanken hinzu kamen, die ich bis jetzt nicht abschütteln kann. Die Borderlineliteratur bot einen guten Anreiz dafür. Auf der einen Seite verstehe ich zwar nun besser, worum es geht, aber mich hindert etwas daran, mich therapieren zu lassen. Es hat etwas damit zu tun, ein Mängelwesen zu sein. Ob die Therapeuten kapieren können, dass es u.U. für einen Menschen nicht so einfach ist, sich vor jemanden zu setzen, wo das Gefälle der Beziehung dementsprechend ungleich ist? Es ist ganz klar, dass auch ich Phasen der Omnipotenz kenne, aber primär fühle ich mich wie der letzte Dreck und ob mir hierbei eine Therapie helfen kann? Ich habe viel über Übertragung, Gegenübertragung, Projektion und identifikativer Projektion gelesen und ich denke, dass ich auf dieses Spiel keine Lust habe. Ich bezweifle ganz stark, dass es mir wirklich besser geht, auch wenn ich (die volle) Verantwortung für mein Leben übernehmen würde. Ich denke, ich werde immer den Gedanken spüren, beschissen worden zu sein und anderen in etwas hinterher zu stehen, obwohl ich überhaupt nichts dafür kann. Und was das schizoide angeht: ich erkenne, dass niemand so ist, wie ich. Auch unter anderen Borderlinern erkenne ich immer wieder Ressourcen, die mir nicht zur Verfügung stehen (wie z.B. gutes Aussehen). Wenn sich also jemand über mich erheben will, kann ich ganz schön wütend reagieren, weil es einfach keine Kunst ist, etwas besser zu machen, wenn man entsprechende Ressourcen vorweisen kann. Und in unserer Gesellschaft, in der die leistung zählt und sich der eine oder andere über den einen oder anderen erheben muss, bin ich einfach nur ein Mängelwesen. Meine reaktion war immer schon der Rückzug, denn in meinen eigenen vier Wänden bin ich der Chef und muss mir niemanden anschauen, der mehr hat oder es besser machen kann. Nachteil: Vereinsamung, aber was ist an der Vereinsamung so schlecht, wenn ich sowieso einsehen muss, dass niemand so ist, wie ich?

Hallo lieber Dead!

Schade, das Dein Gespräch bei der Ärztin so negativ ausgegangen ist, und Du nun mit solchen Gedanken kämpfen mußt.

Du schreibst, das Du einsam bist, weil Du niemanden findest, der so ist wie Du. Ich sehe das als etwas positives... ich habe auch noch niemanden gefunden, der so ist wie ich. Das macht einen Menschen doch einzigartig- und ist es nicht jeder Mensch sowieso.- einzigartig?

Ich habe mich mit Borderline noch nicht wirklich richtig beschäftigt, vor allem ist es ja ein sehr komplexes Thema, was bei jedem wohl ein anderes Krankheitsbild hervorruft. Du kannst mich gerne korrigieren Dead, wenn ich da falsch denke....

st es für Dich wirklich so schlimm, wenn jemand eventl. mehr kann, einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft hat ? Mir macht das z. Beispiel überhaupt nichts aus-

war noch nie jemanden in irgendeiner Art "neidisch" das er mehr konnte oder  mehrhatte als ich selbst.Vielleicht auch deshalb weil ich bei vielen feststellen mußte das es mehr " Schein als Sein" war. Und manchmal ist "weniger" auch mehr!! Du hast sicher auch Fähigkeiten, die andere nicht so haben. Ich z.B. habe bei Dir festgestellt, das Du sehr "wortgewandt" schreibst, und das was Du schreibst, hat "Hand und Fuß"!

Da bist Du z. B. mir überlegen..... ich schreibe so, wie ich gerade denke oder fühle. Ich bin mir sicher, das Du einigen Menschen mit Deinen Fähigkeiten überlegen bist. Warum Du dich so " minderwertig" fühlst, kann ich gar nicht so nachvollziehen..... oder bringt das "Dein Krankheitsbild" mit sich?

Entschuldige wenn ich das so frage, und ich hoffe Du bist mir da nicht irgendwie böse, wie gesagt, kenne mich mit Borderline nicht wirklich gut aus!

Liebe Grüße Tanja

Hallo talugimijes!

Dann bin ich eben ein einzigartiger Einsamer. Ich verstehe nicht, was du mir damit sagen möchtest. Ich wollte damit nur sagen, dass ich so anders bin wie kein anderer Mensch - niemand ist auch nur ansatzweise mit mir vergleichbar. Mittlerweile vergleiche ich mich nicht mal mehr gerne mit anderen Borderlinern, weil diese (mir bekannten) auch viele Ressourcen aufweisen, die ich nicht habe.

Es ist für mich in dem Sinne nicht wirklich schlimm, wenn jemand einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft hat, aber dann braucht er noch lange nicht glauben, dass er besser ist, als ich, denn ich habe mein ganzes Leben unter einer Krankheit gelitten und ich wäre heute auch mehr, wenn ich sie nicht gehabt hätte, genauso wie diese Leute weniger wären, wenn sie sie gehabt hätten. Vergessen diese "klugen" Köpfe nur leider zu oft - und meistens, wenn sie ihre Therapie verkaufen wollen, die ja so gut ist, dass sich manche danach trotzdem umbringen. Verantwortung dafür, was da schief gelaufen sein könnte, übernehmen diese Leute nicht. Die putzen sich ab. Wenn natürlich so eine beschissene Ärztin wie diese sogenannte Borderlinespezialistin vom AKH auf mich zukommt (eigentlich bin ich auf sie zugegangen und somit ist es auch meine Verantwortung NICHT dorthin in Therapie zu gehen um mich vor weiteren Verletzungen zu schützen) und vom Himmel herab lügt, dann glaube ich, dass sie nicht nur lügt, sondern möchte auch, dass sie dafür bestraft wird, denn in dieser Gesellschaft glauben die Leute mehr den Ärzten als den Patienten und somit bin ich wieder einmal selbst an allem schuld, dass es mir so schlecht geht. Ich bin mir sicher, dass sich diese Frau bei ihren Absätzen umdreht und den Nächsten anschwindelt, obwohl sie mir keine meiner Fragen beantworten konnte, was denn der Unterschied zwischen Pav. 2 vom Otto-Wagner-Spital und der Borderlinestation im AKH in profitabler Hinsicht für mich sein soll. Therapiemöglichkeiten gibt es zwar keine (wer kann mir schon etwas sagen, womit ich etwas anfangen kann?), aber Schuld muss der Patient sein.  Gewinner: die Ärzte, die sagen können, was sie wollen. Verlierer: die Kranken, die nicht funktionieren, (weil sie nicht wollen). :-) Super System, aber wenn jemand wie ich herkommt und fragt, ob es dann nicht doch besser wäre, wenn sich der Patient gleich umbringt, anstatt ein Leben lang zu leiden (und in diesem natürlich fleißig zu den Therapeuten rennt, damit diese ihren Lebensunterhalt bestreiten können) ist das auch wieder moralisch undenkbar. Besser die Leute anschwindeln, denn die merken ja nicht, dass sie trotz Therapie ein beschissenes Leben führen.

Neidisch bin ich maximal auf die Liebe, denen anderen Menschen geschenkt wird, weil sie wiederum ressourcen haben, die ich nie hatte.

Ach ja, und ich freue mich natürlich, dass ich dir überlegen bin. Bedenke immer, was ich mir damit kaufen kann. Depressiv vom Moment an, an dem ich aufwache bis hin zu der Sekunde, in der ich zu Bett gehe, aber ich kann mich gut mit Worten ausdrücken. Ganz toll.

Warum Du dich so " minderwertig" fühlst, kann ich gar nicht so nachvollziehen

Gelogen! Du könntest es nachvollziehen, wenn du mich einmal in Natura sehen würdest. Und natürlich ist mangelndes Selbstwertgefühl Teil des Borderline-Krankheitsbildes.

Ab Montag bin ich wieder im alten Job. Es ist beschlossene Sache. Ich habe eine Abwärtsspirale erkannt, die nur mit Suizid zu lösen ist, weil für mich relative Armut dann doch schlechter zu verkraften ist, als das sinnlose Leben mit Job (und Geld). Ja, der Job ist nicht gut für mich, aber was soll ich machen?
 Ich denke mir, wenn ich schon benachteiligt vom Leben bin (also auch benachteiligter als diejenigen mit weniger Einkünften), dann sollte ich wenigstens die Möglichkeiten nutzen, die ich habe, um etwas zu erarbeiten. In der Tat wird es künftig mehr darum gehen, was hier als "Mehr Schein als sein" erwähnt wurde, denn darin bin ich Vollprofi. Ich werde mehr Wert darauf legen, den Schein für andere zu reduzieren, um mir damit mehr Sein für mich zu ermöglichen, denn meine Mitmenschen sind nicht unbedingt zu etwas zu gebrauchen - zumindest nicht für mich. Es ist blöd, denn auf der einen Seite unterstellt man den bösen Borderlinern immer mal, sie würden Menschen nach Funktion für sich einordnen, auf der anderen Seite denke ich mir: wozu waren sie (oder sind) sie wirklich gut?

Eigentlich möchte ich nicht wieder zurück in den Job. Es ergibt einfach keinen Sinn. Natürlich: Geld und Beschäftigung, aber wenn das ganze Leben sinnlos ist, wird der Job auch nicht viel helfen. Mann, kann mir nicht einfach heute ein schwerer Stein auf den Kopf fallen, damit ich es endlich geschafft habe?

 

Eigentlich möchte ich nicht wieder zurück in den Job. Es ergibt einfach keinen Sinn. Natürlich: Geld und Beschäftigung, aber wenn das ganze Leben sinnlos ist, wird der Job auch nicht viel helfen. Mann, kann mir nicht einfach heute ein schwerer Stein auf den Kopf fallen, damit ich es endlich geschafft habe?

 Selbst diesen einen Gefallen wird uns das Leben leider nicht tun...

Ja, stimmt. Wenn ich endlich einmal den Mut zum Suizid aufbringen könnte, wäre alles kein Problem mehr. Ich bin das Hauptproblem hinsichtlich der Lösung meiner Probleme.

So habe ich das eigentlich nicht gemeint.
Eher, das uns dieses sinnlose Leben, doch zumindest diesen einen Gefallen tun könnte.

Aber eigentlich gebe ich dir Recht. Denke da wie du...Nur warum ich, oder wir zu feige sind kann ich leider nicht verstehen...

Ja, und es ist meistens so, dass ich mir denke, ich könnte deswegen genauso gleich den Mund halten, wenn es um andere geht, die wirklich nicht mehr unter uns weilen. Aber ich habe eine gute Ausrede gefunden: ich bin einfach nur neidisch auf deren Seelenheil.

Das bin ich auch. So dumm es vllt. klingt, ich beneide Leute die den Mut hatten...
Ich hoffe mittlerweile aber eigentlich viel mehr auf eine Art "Kurzschluss-Reaktion" in der ich es endlich schaffe, das alles zu beenden...

Ich auch, weil ich schon so viel erlebt habe. Die Borderlineproblematik ist nun mal eine Sache, die ich nicht lösen kann. In den letzten Monaten konnte ich zwar Zusammenhänge zumindest etwas besser verstehen, aber am Grundproblem ändert es nichts. Es mag sein, dass Leute wie Tanja nicht verstehen können, warum ich kein Selbstwertgefühl habe, aber ich frage mich hierbei eben, ob sie selbst noch eines hätten, wenn sie das erlebt hättten, was ich erlebt habe. Leider ist mir auch bewusst geworden, dass ich ein besonders schwerer Fall von Borderline bin, weil andere mit der gleichen Erkrankung zwar gerne auf mich herab spucken, selbst aber meistens mehr Ressourcen aufweisen können. Um das beste Beispiel zu nennen: Partnerschaften. Wie oft habe ich gelesen, dass das Aufsetzen einer Maske als notwendig erachtet wird, weil der Borderliner denkt, dass er nicht so geliebt werden würde, wie er ist. Stimmt ja auch. Wenn die Menschen wissen würden, wie ich ticke (man kann es hier nachlesen), würden sie sich von mir abwenden, aber der lebensfrohe, lustige, erfolgreiche Typ, ja, den mag man eben. Andere Borderliner (meistens weiblich) leben in Beziehungen, die für den anderen zwar belastend sind, aber sie haben dennoch etwas an sich, das den einen oder anderen dazu bringt, auch die eine oder andere Schwierigkeit in der Beziehung in Kauf zu nehmen. Für mich würde sich keine Partnerin bemühen - komisch, aber wenn ich das Argument bringe, ich wäre ein schwerer Fall von Borderline und ich hätte es nochmal schwieriger, unterstellt man mir, ich würde das nur tun, um andere davon überzeugen zu wollen, das ärmste Schwein auf dieser Welt zu sein (Hauptmotivation: Aufmerksamkeit erregen). Ganz egal, ob eine Beziehung mit unbehandelter (teilweise gelöster) Erkrankung zum Scheitern verurteilt ist, weil das kein mensch auf Dauer mit machen kann: hier profitieren andere Borderliner nun mal. Ich bin nicht liebenswürdig und eigentlich bestand die therapeutische Intervention im "social smiling" - also bewusst sympathisch zu wirken, damit man Freunde bekommt und so weiter. Was der Unterscheid zu der (von mir verhassten) Maske sein soll, weiß ich allerdings nicht. Ich bleibe bei der Aussage, dass ich nicht gemocht werde, wie ich wirklich bin.

Heute war wieder einmal ein furchtbarer Tag, aber das hat keinen bestimmten grund - ich bin bereits depressiv aufgewacht und konnte mir selbst nicht helfen. Ich sollte mich langsam um Suizid bemühen, aber ich bin zu feig. Es ist nicht mehr. Dieses Leben bedeutet nur noch Leid.

Gestern war ich noch beim psychosozialen Notdienst, also dort, wo ich schon mal vor verschlossenen Türen gestanden bin und wo ich schon einmal weggeschickt wurde, weil kein Arzt anwesend war. Ich habe das unserer Sozialministerin geschrieben, wie ihr wisst. Und das Gespräch mit dem anwesenden Psychiater war total gut - ich glaube, er hat mir zwei Stunden (!) lang zugehört. Am Ende hat er mir die Kopie von dem Brief gezeigt, den ich unserer Sozialministerin geschrieben habe - der Grund dafür, dass er sich so lange Zeit genommen hat. Naja. Faktisch ist aber, dass mir dieses Gespräch geholfen hat, weil es mir gestern wirklich unglaublich schlecht gegangen ist. Alles in allem habe ich aber keine Chance. Ich muss mir jetzt wirklich langsam mal Gedanken um den Tod machen, weil mir das alles schon zu blöd ist. Ich denke, dass ich vor meinem Suizid eine Website gestalten werde, in der ich meinen echten Namen schreiben werde und auch, was ich alles in der Psychiatrie durchgemacht habe und mit Ärzten und mit Therapeuten. Ich weiß, dass ich in dieser Hinsicht ganz eigen bin, aber es ärgert mich eigentlich jeden Tag, dass ich mich überhaupt jemals gemeldet habe. Die Verantwortung und Schuld liegt bei mir - das ist mir klar und das hat man mir oft genug gesagt. Es geht mir tatsächlich darum, dass alle jungen Deaths da draußen nicht den gleichen Fehler machen, um sich schließlich sagen lassen zu müssen, dass es mehr an ihnen liegt, dass die Therapie nicht geholfen hat und sie mit ihren Problemen unverändert alleine da stehen. Das hat man mir nämlich vor zwölf Jahren im Kriseninterventionszentrum nicht gesagt. Man hat mir nicht gesagt, dass es Psychotherapeuten gibt, die eine bestimmte Meinung vertreten (eine gesunde Einstellung, wenn man so will) und dann die Schuld beim patienten lassen, weil er diese Einstellung für sich nicht annehmen kann. Ich glaube, dass das gar nicht mal so ungewöhnlich ist - die Sache ist nur diese, dass sich die unerfolgreich Therapierten dann umbringen - ich selbst habe drei gute Leute aus der Psychiatrie auf diese Weise "verloren". Das wird allerdings totgeschwiegen und genau das halte ich für eine extreme Frechheit sondergleichen, denn man kann davon ausgehen, dass genau diese Menschen dem Nächstbesten von hoffnungsvollen Therapiemöglichkeiten berichten. ich sehe mich selbst als jemanden, dessen Aufgabe es ist, dieses verlogene System richtig zu stellen. Andere wären aus moralischen Gründen aufgehalten, aber ich nicht, weil es die vernachlässigten, vergessenen Menschen sind, für die mein Herz schlägt - also für meinesgleichen.

Wenn eine Therapie nicht hilft, seid ihr daran schuld - merkt euch das.

sagt wer oder was ?

Hallo Laura!

Meistens die Therapeuten selbst oder wenn man es mit Leuten zu tun hat, dann sagen die es einem, weil Psychotherapie einen so guten Ruf hat, dass immer der Patient schuld sein muss, wenn sie nicht hilft. Wenn du dann jemand bist, der massive probleme hat für die selbst kein therapeut etwas machen kann, bist du auch noch selbst schuld.

mhm :/ .... kenne ich ! Bin selbst aus einer Klinik geflogen, weil ich "von jetzt auf gleich" nicht spürbar war für die Therapeuten ect. ! Nach 7 Wochen musste ich von heute auf morgen, abreisen ! Seitdem ist alles noch viel schlimmer ....

Ausserdem hatte ich schon 2 Therapeutinnen, die beim zweiten Gespräch gesagt haben, sie trauen es sich nicht zu, mit mir zu arbeiten .....

Ja, aber kommt man sich da nicht veräppelt vor? ich meine, überall wohin man schaut sagen die Leute:"Mach eine Therapie" und erfinden Therapieeerfolge. Ich meine, ich war selbst in der Psychiatrie und habe dort so viel Unheil erlebt, dass ich mich frage, was das alles bringen soll. Diese Plattform aber ist wirklich super. Hier kann man wenigstens soetwas schreiben - in anderen Foren ist das schon zu viel (negative) Wahrheit. Ein Lob an den Betreiber dieser Plattform. Ich übernehme sowieso die Verantwortung für meine Beiträge zur Gänze, keine Frage. Also ich könnte keinen Therapeuten gebrauchen, der nicht mit unglaublicher Negativität umgehen kann, denn die ist bei mir nun mal Thema.

LG und natürlich glaube ich dir gern, was das betrifft. Was ich im otto-Wagner-Spital alles erlebt habe, würde mir wahrscheinlich keienr glauben, aber das wird alles verschwiegen. Wenn man sich umbringt, ist das eben Pech und Eigenverantwortung. Ja, gut, das sehe ich auch ein, aber mein Spruch ist immer noch, dass dann das Kriseninterventionszentrum Wien eher nicht behaupten darf, es gäbe Hilfe, wo keien Hilfe möglich ist.

.

In den letzten Wochen habe ich mich mit anderen Menschen ausgetauscht und bin, wie es zu erwarten war, auf Unverständnis gestoßen. Aber ein Funken Selbstkritik bleibt mir auch hier: wenn man andere provoziert, kann man sich auf Gegenwehr gefasst machen, denn nur die wenigsten blicken dahinter und erkennen, was der Aggressor eigentlich braucht. Wieder typisch Borderline: andere provozieren, um sie auf das gleiche Niveau runter zu ziehen und dann enttäuscht sein, dass man nicht verstanden wird. Kognitiv ist mir das klar, aber es wird wieder vorkommen und wieder und wieder - bis ich echtes Selbstwertgefühl spüre. Ich habe aber auch eine ganz miese Eigenart an mir: wenn mir jemand kommt, um mir zu erzählen, was er in der Therapie alles gelernt hat, dann versuche ich wunde Punkte zu treffen, um bei dieser Person Ungleichgewicht auszulösen. Warum? Weil in mir das Gefühl erweckt wird, dass sich da jemand über mich erheben will, aber das ist nicht die Schuld der Person, sondern liegt an mir selbst (Minderwertigkeit als omnipräsentes Lebensgefühl). Womit ich aber aufhören muss, ist das Selbstbild des ärmsten Menschen auf Gottes weiter Welt aufrecht zu erhalten, denn ich glaube mir das selbst eigentlich gar nicht und andere umso weniger. Es erfüllt die Funktion die Schuld (definitiv Schuld und nicht Verantwortung) von sich zu drücken, um das positive Selbstbild bzw. negative Fremdbild aufrecht zu erhalten, welche wiederum "notwendig" sind, um nicht in eine krise zu stürzen. Mir ist wirklich viel passiert und ich verfüge nicht über Ressourcen, die so manch anderer hat, aber es gibt auch Menschen, die einen wesentlich schwereren Rucksack zu tragen haben, zumindest was das Gewicht des Rucksacks anlangt. Dass der eine Träger aber nun mal schwächer sein könnte, als der andere, wird immer mehr zur Gewissheit. Ich bin genetisch bedingt eher schwächer, was dazu geführt hat, dass ich bis heute nur wenig Entwicklung erfahren habe.

Heute muss ich wieder etwas loswerden, das mich besonders beschäftigt. Ich war bis vor kurzem bei einer Selbsthilfecommunity angemeldet, welche wirklich sonderbar ist. Es handelt sich um die BLPL (www.blpl.de):

1.) Texte, die zu negativ sind, werden dem User mit der Bitte um Änderung geschickt. Das ist die gleiche Vorgehensweise wie in der Psychiatrie. Man wird so lange sanktioniert bis man das Gedankengut des Therapeuten annimmt (!). Wenn du allerdings im Hinterstübchen anders denkst und die Therapie dann (logischerweise) nichts bringt, bist nur du allein Schuld - weil du das Gedankengut des Therapeuten (oder der Mehrheit) nicht annehmen konntest. Dass es aber auch Menschen gibt, die mit dieser Vorgehensweise keinen Therapieerfolg erzielen, ist eigentlich egal - wichtig ist, was die Helfer selbst als gut empfinden und was sie in der Öffentlichkeit auch bewerben können, um sich einen guten Namen zu machen - versteht sich.

2.) Jetzt droht mir der Vorstand der BLPL sogar damit, eine Strafanzeige zu stellen, weil ich User bedroht und angegriffen habe (!). Ich meine, das sorgt schon für Erheiterung auf der einen Seite, auf der anderen Seite merke ich dadurch, wie verblödet und selbstgerecht meine Mitmenschen eigentlich sind. Ich habe einen bedenklichen Beitrag geschrieben - dieser wurde sanktioniert - ich habe erklärt, dass es sich um keine Straftat handelt...meine Wut ging weiter. Die Sperung kam und wieder kommt mir dieser Mensch mit den angeblichen Drohungen, die eine Straftat darstellen soll oder diese zumindest androht. Hihihaha.

3.) Mein Lieblingsspruch, der für mich selbst gilt, lautet:"Suizid ist die beste Lösung". Ich stehe dazu, weil mir dieses Leben außer Wut, Depressionen, dumme Mitmenschen usw. nicht viel beschert hat und es keine Aussicht auf Besserung gibt. Warum soll ich also nicht mein Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen dürfen, um dies auch zu schreiben? Kann ich beantworten: weil es den Mitmenschen nicht Recht ist und der BLPL ist das sowieso nicht Recht, obwohl Borderline geradezu dazu prädestiniert ist, dass man eben auch mal Suizidgedanken hat. Ich habe diese seit meiner Kindheit und würde sie bis zum heutigen Tag nicht als blöde Idee abtun, weil ich seit über 30 Jahren unter schweren Depressionen leide und nichts vom Leben gehabt habe. Wenn ich mich z.B mit 20 umgebracht hätte (wie es geplant war), dann hätte ich mir 12 negative Jahre erspart (und es werden mehr). Und da kein Scheißtherapeut etwas dazu sagen - diese Zeit ist futsch und ich war in Therapie, wo man mir nichts sagen konnte, außer eben, dass ich so normal denken sollte, wie der Therapeut (wie z.B. es als Wahrhei tanerkennen, dass das eiegen Leben Sinn hat, obwohl man das selbst so gar nicht sehen kann). Mich interessiert nicht die Ideologie irgendwelcher Scheißtherapeuten, die mich in meinem Leid nicht validieren, sondern alles als behandelbar und lösbar hinstellen, aber in der Praxis nichts können bis sie Schuld an ihrer eigenen Ideenlosigkeit wieder beim Patienten lassen, den sie zuvor noch ermuntert haben. Ja, ich glaube, ich scheiß auf Therapeuten, weil ich solche oder ähnliche Einstellungen einfach nicht annehmen kann - fällt für mich unter die Kategorie "selbstgerecht". Das ist wie, als wenn ich von meinen Mitmenschen etwas verlangen würde, das nur mir in den Sinn passt und wenn sie es nicht tun, zur Strafe greifen würde. (ich meine, das mache ich sogar, nur wenn ich das mache, ist das nicht gut). Lächerlich. In der BLPL darf man bestimmte Dinge nicht schreiben - ist zu negativ und passt nicht in das sonnenblumengelbe, aufgesetzte Positivdenken der Community. Kann ich verstehen - dort habe ich nichts verloren (und andere Kinder der Dunkelheit auch nicht).

4.) Nein, ich entschuldige mich nicht dafür, dass man mich so gemacht hat, wie ich heute bin. Vielmehr müsste man sich überlegen, ob diese Gesellschaft eigentlich noch ganz dicht ist (oder die Betreiber der BLPL) ;-)

Also ich bleibe dabei, dass DBT der größte Unsinn ist, den sich ein Mensch ausgedacht hat. Ich meine, bereits am Anfang soll man eine andere Grundannahme spielen, als man eigentlich hat, wie z.B. "Ich bin nichts wert". Nichts für ungut, aber wenn ich in Therapie bin, dann wird es lange dauern, bis ich diese Einstellung einmal verwerfe - sie ist nichts, das ich gleich am Anfang verwerfe, nur weil ein Therapeut, der sowieso nicht versteht, was man sagt, das für sinnvoll hält. Es werden (aus eigener Erfahrung) viele menschenverachtende Dinge in der Psychiatrie als hilfreich eingestuft, aber wem das eigentlich helfen soll, frage ich mich schon. Sicher ist dem Mitmenschen geholfen, wenn z.B der aggressive Patient sediert ist, weil er dann einfach keine Arbeit macht, aber hilft es den Betroffenen? Ja, weil er damit seinen Mitmenschen nicht auf den Keks geht. Toll !

Immerhin musst du dort ja nichts mehr schreiben und kannst die Leute ignorieren...