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Liebeskummer/Lebenseinstellung

Hallo Leute!

Ich weiß, das hört sich echt schräg an - oder einfach nur töricht. Aber ich bin 32 Jahre ... und seit meinem 14-Lebensjahr wünsche ich mir eine Beziehung. - Bitte lasst mich ausreden, bevor ihr mich verurteilt!

Ich bin auch noch schwul!

Als ich ca. 14 Jahre war, wusste ich, dass ich keine Beziehung finden kann, weil ich auf dem Land lebte und weil es nicht möglich war, jemanden kennenzulernen.

Dann wurde ich 18 Jahre, endlich den Führerschein und ich versuchte mein Glück in der nächstgrößeren Stadt, das ist Graz. Außer das alte Männer mit mir schlafen wollten, passierte nicht viel.

Mit 20 Jahren wurde ich zum Zivildiener und lernte das erste Mal einen "anderen" Schwulen kennen, der mir sagte, dass wenn man eine Beziehung haben möchte, sehr schlank sein muss, bzw. sehr jung (WIR WAREN 20 JAHRE!!!) und auch noch einen ganz langen Penis haben müsste.

* Ich war damals nicht wirklich schlank (also kein Waschbrettbauch)
* Ich bin nur "normal" bestückt
* Unglaublicherweise lernte ich in den Schwulendiskos (obwohl aufgeschlossen und gutaussehend) niemanden kennen. Ich wurde noch nie angesprochen - außer in Chatforen (Gayromeo) wollen Männer höchstens mit mir schlafen.

Mittlerweile bin ich 32 Jahre (schank geworden, trainiere fast täglich) und habe entweder "Kinderschänder" (Männer, die mir offen und ehrlich sagten, dass sie nur mit jemanden schlafen wollen der unter 18 Jahren ist) oder verheiratete Ehemänner kennengelernt.

Liebe Leute: Ich habe gelesen, was Euch passiert ist und ich weiß, dass einige unter Euch verdammt starke Persönlichkeiten sind. Ihr hab viel aushalten müssen!

Aber kann mir einer sagen, was mit mir nicht stimmt? Ganz ehrlich ... kann "ALLEINSEIN" eine Bestimmung sein - und wenn ja, welche denn?

Da ich nicht mehr mag ... schon lange nicht mehr. Habe ich mich seit ca. einem halben Jahr zu verkriechen angefangen. Na klar, merken es Freunde, aber ich sag ihnen immer, dass ich für ein paar Prüfungen, die ich eh für meinen Beruf machen muss, zu lernen hätte. Sie nehmen es noch hin.

Ich hab an eine Therapie gedacht, aber was sollte ich denn einem Psychologen sagen? "Ich bin alleine. Ich habe mich mit 28 in einen verheirateten 56-jährigen verliebt, war in deren Familie zwar integriert, aber dieser hat mich für einen 17-jährigen verlassen?"

Liebe Leute, ich brauch einmal einen Rat! Und für jeden Beitrag - und egal ob ihr mich beschimpft, dass ich nicht zu euch gehöre - ich wünschte nur, dass einmal die Schmerzen aufhören, die Schmerzen des Allein-seins!

Hallo,

also zuerst will ich dir deine Angst nehmen, dass du hier diskriminiert wirst, dass Forum ist für jeden da der Hilfe sucht und die Mitglieder haben kein Interesse andere fertig zu machen.

Was du erzählst habe ich von anderen Homosexuellen Personen auch schon gehört, es ist sehr schwierig wenn man "älter" ist einen Partner zu finden, aber auch nicht unmöglich.

Die Frage ist halt auch, ob das so eine gute Beziehung sein kann, wenn sich alles nach den Äußerlichkeiten richtet, sicher gehört das Aussehen dazu, aber eine Beziehung die nur darauf aufbaut kann nicht von langer Dauer sein und ob man damit dann auch Glücklich ist, ist wieder eine andere Frage.

Ich denke wenn man Single ist und sich ausleben möchte, dann kann man nach diesem Schema vorgehen, weil für kurze Sexabenteuer die Interessen und Gemeinsamkeiten nicht von belangen sind.

Ich kenne mich in der Szene nicht sehr aus, daher kann ich die leider keine Tipps geben, wo man nette Leute kennenlernen kann, aber ich kann dich in deiner Überlegung bestärken, eine Therapie zu machen. Der Therapeut kann dir zwar auch keinen Partner zaubern, aber du kannst dort deine Geschichte aufarbeiten und hast jemanden mit dem du persönlich reden kannst.

Oft kommt man dann selber auf Dinge drauf die einem vorher noch nicht so bewusst waren oder es ändert sich die Sichtweise. Es ist jedenfalls einen Versuch wert und wenn du finanziell nicht so git gestellt bist, hast du auch die Möglichkeit einen Zuschuss zu erhalten oder einen kostenlosen Platz, bedenke aber das diese Plätze sehr begehrt sind und es daher zu einer längeren Wartezeit kommen kann.

Zu deiner Frage: Ich denke nicht das Alleinsein eine Bestimmung ist, der Mensch ist ein Sozialwesen und braucht Artgenossen, auch wenn man einen Hass auf viele Menschen hat, wäre man alleine, würde man früher oder später "durchdrehen".

In deinem Fall ist es halt etwas schwieriger einen Partner zu finden, aber vielleicht ergeben sich ja noch Gelegenheiten, oft findet man auch durch Freunde einen Partner...

Ich rate dir mal eine Therapie zu versuchen und dann siehst du ja, ob es dir etwas bringt, die Therapie kann dir zwar keinen Partner ersetzen, aber sie kann deine Einstellung zum Leben ändern.

grüsse,
irreversibel