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Sehnsucht nach dem Tod

Bin schwer psychisch krank (schwere Depressionen und Angstzustände), und das seit über fünf Jahren. Eine wahre Odyssee durch diverse Kliniken und zahlreiche Therapien haben nicht den Hauch einer Besserung gebracht. Hinzu kommt, dass auch mein Körper, der über Jahrzehnte alle Strapazen mitgemacht hat, an allen Fronten streikt (Knorpelschaden am Knie, Bandscheibenvorfälle und -vorwölbungen, Golferellbogen), so dass ich, der ich zeitlebens leidenschaftlich gern Sport getrieben habe, nun fast nichts mehr machen kann, was mir Spaß macht (Laufen, Gewichte heben, Holz machen ...), meist kann ich nicht einmal ohne Schmerzen gehen.Meine über 30-jährige Beziehung zu meiner Lebensgefährtin scheint zerrüttet, Freunde habe ich nicht. Die wenigen, die mir nahestehen, habe ich mit meinem dauernden Gerede darüber, dass ich nicht mehr leben will, auf schlimmste Art und Weise belastet. Aber es ist so, dass sich meine Gedanken seit Jahren unablässig um den Suizid drehen, ich habe auch schon zweimal versucht, mich umzubribgen, einmal halbherzig mit dem Fön, das letzte Mal im Oktober 2012 ernsthaft mit Antidepressiva. Ich habe damals mehr als die dreifache Dosis dessen genommen, was als tödlich gilt, aber wohl überlebt, weil es Retardtabletten waren, die den Wirkstoff gleichmäßig verteilen, so dass die letale Konzentration nicht erreicht wurde.

Aber nun zum Eigentlichen. Ich will nicht mehr, und ich kann nicht mehr. Mein Leben besteht nur noch aus Leid, nichts macht mir mehr Freude, ich lebe nicht, sondern vegetiere nur noch. Dieser Zustand soll beendet werden, aber wie? Oftmals stand ich schon auf einer 60 Meter hohen Brücke oder direkt neben Bahngleisen, habe den entscheidenden Schritt aber nicht getan. Ich habe auch an den Lokführer gedacht und  daran, dass die, die mich dann identizieren müssen, wahrscheinlich nur noch Fleisch- und Knochenfetzen sehen. Außerdem müsste ich mich im richtigen Moment (nicht zu früh, sonst kann der Zug noch bremsen, und auch nicht zu spät) auf die Gleise legen, alles recht unwürdig für den letzten Augenblick im Leben. Deswegen, und das ist mein zentrales Anliegen: Kann mir jemand sagen, wie man sich relativ kurz und schmerzlos und zumindest mit einem Rest von Würde umbringt? Eine ehrliche und kompetente Antwort wäre für mich wie ein Sechser im Lotto. (Ich bitte inständig, auf überfüssige, pseudoerbauliche Kommentare nach dem Muster "Es lohnt sich immer irgendwie zu leben" zu verzichten. Sie wären das Letzte, was ich brauche. Mein Todeswunsch ist nicht aus dem Affekt heraus geboren, sondern das Ergebns reiflicher Überlegung. Ich bitte also, ihn ernst zu nehmen).

Viele Grüße

Hey,

Bist du dir sicher,  dass das die Sehnsucht nach dem Tod und nicht doch eher dabei nach Beendigung deiner Schmerzen und deiner Depressionen?  

 

Hey,

Bist du dir sicher,  dass das die Sehnsucht nach dem Tod und nicht doch eher dabei nach Beendigung deiner Schmerzen und deiner Depressionen?  

 Ich würde sagen, das versteht sich wohl von selbst..kein Mensch auf dieser Welt will sterben, weil er sich mit dem Gedanken der Vergängnis oder des existentiellen Vakuums wirklich geistig anfreunden kann..es geht IMMER um seelisches Leid, das dem Menschen jegliche Freude, Substanz oder Energie für das tägliche Leben raubt..ich würd diesbezüglich den Titel des allbekannten Songtextes von Unheilig ein wenig abändern:

"Wir sind geboren, um IN WÜRDE und WAHRHAFTIG zu leben".

Klar hast du da recht aber das heißt doch auch,  dass eine Veränderung eine Besserung des Lebens helfen könnte! Ich denke wenn man wirklich sterben will ist es einfacher es auch zu tunen,  weil es genau das ist was man sich wünscht. 

 

Ich denke wenn man wirklich sterben will ist es einfacher es auch zu tunen,  weil es genau das ist was man sich wünscht. 

 Genau so ist es! Das sieht man ja bestens in diesem Forum..hier reden die meisten Leute - auch ich selbst - sehr oft über Todeswünsche und ähnliches, aber die wenigsten von uns sind wirklich bereit, diese Welt zu verlassen, denn sonst würden wir uns gar nicht hier anmelden. Wir würden einfach aus diesem Leben scheiden, ohne sich vor irgendjemand dafür zu rechtfertigen oder darum zu flehen, dass man doch den eigenen Schmerz anerkennt und darauf reagiert..

Das stimmt wohl, ich zähle mich auch dazu

Ja, das stimmt. ich sehe es mittlerweile als Kampf um mein Leben an.

Ich würde alles dafür geben, wenn ich mich nur noch einmal für kurze Zeit wirklich frei, fröhlich und unbeschwert fühlen könnte (zumindest als Kind gab es ein paar wenige dieser Momente)..aber das genaue Gegenteil ist der Fall, mein Leben kommt mir vor, als würd ich in einer dauerhaften Zwangsjacke stecken oder in einem ausweglosen Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt..und da ich diesbezüglich auch keinerlei Hoffnung mehr habe..geht es für mich primär nur mehr darum, dass meine Todessehnsucht endlich die Oberhand gewinnt und über meinen (für mich völlig unerklärlichen) Lebenstrieb obsiegt..

Der Selbsterhaltungstrieb ist mächtig und verhindert, dass sich der Mensch "einfach so" suizidiert. Gestern habe ich auch noch positiv geschrieben und heute geht es mir wieder total schlecht. Allerdings müsste ich lügen, wenn ich behaupten würde, ich will unbedingt sterben - ich weiß, dass es einen Weg geben könnte, wie ich mit dem restlichen Leben zurecht komme, aber dieser Weg ist vom Glück abhängig und kann nur bedingt herbeigeführt werden.

 

Der Selbsterhaltungstrieb ist mächtig und verhindert, dass sich der Mensch "einfach so" suizidiert.

 Tja, leider kann man sich dieser Tatsache nicht entziehen..selbst wenn man einer der überflüssigsten Zeitgenossen auf diesem Planeten ist..

Hallo, ich bin neu und habe deswegen jetzt erst den Beitrag gelesen. Was Wrack da schreibt, so geht es mir auch. Ich denke immer nur an andere und nicht an micht selbst. Er kann sich nicht umbringen, weil er an den Lokführer oder sonst was denkt. Genauso mach ich es auch. Die Kinder, die Umwelt und doch leide ich in einem Gefängnis (sinnbildlich)  und komme nicht raus. Die Probleme werden nicht weniger sondern immer mehr. Man hat gute Tage, wo man denkt, es wird alles wieder und dann kommen Tage wo man am liebsten gleich springt, wenn da nich die anderen wären, die darunter leiden. Sind das Ausreden vor einem selbst um sich nicht umzubringen oder ist man wirklich so gestrickt, das man das Wohl der anderen vor einem selbst setzt. Ich wäre dankbar über Antworten. Ich stecke zur Zeit nämlich in der gleichen Krise wie Wrack. Am liebsten wäre mir die Antwort, wie bringe ich mich am schnellsten und schmerzlosesten um. Meine Mutter hat sich mit Gas vergiftet, kann ich leider nicht, habe kein Gas.

Liebe Grüße

hallo, ich bin auch neu hier und sitze in einem tiefen Loch.

noch nie habe ich jemanden so offen über den Wunsch zu sterben reden gehört (schreiben gesehen?) ich will es auch so gerne, will so gerne nichts mehr mit dieser Schwere zu tun haben. mein Wunsch ist es, Lebensfreude haben zu können, unbeschwert lachen zu können, mit anderen Menschen zu lachen und quatschen. Die Verpflichtungen fressen mich auf. So viele wollen was von mir. Ich funktioniere nur mehr, und das immer schlechter. Und vor lauter Rücksicht auf andere murkse ich mich (so wie viele von Euch) nicht ab. Da denke ich in erster Linie an meine Kinder, das Trauma möchte ich ihnen ersparen. Das ist ja einige Zeit her, das Wrack geschrieben hat. Würde mich interessieren, wie es ihm geht.

Hallo kirsche50,

Was sind denn derzeit deine größten Probleme?

Ein Wechselbad der Gefühle ist in solchen Phasen ziemlich normal und das du an andere denkst, zeigt ja eigentlich nur deine menschliche Seite, wir sind nun mal Sozialwesen und in der Regel aufeinander angewiesen, bzw. haben emotionale Beziehungen zu unseren Mitmenschen, daher kann man das auch nicht einfach so ausblenden (ausgenommen sind hier schwer gestörte Persönlichkeiten wie man sie bei extremen Gewaltverbrechen findet). Hast du schon mal über fachliche Hilfe nachgedacht?

@Yildizhala

Wie sieht denn derzeit so dein Tagesablauf aus? Hast du ein gutes soziales Umfeld?

Lg,

irreversibel

Gib Dich Nicht Auf!