Willkommen auf selbsthilfe-community.org

 

Die online Selbsthilfe Community für Menschen die körperlich und/oder psychisch belastet, bzw. erkrankt sind und für Angehörige und alle Interessierten.

Du kannst hier über deine Probleme sprechen, andere Betroffene finden, ein eigenes Profil erstellen, neue Freunde finden, Videos hochladen, eigene Fotos hochladen, Chatten, Im Forum schreiben und noch einiges mehr...

Fühle Dich frei über deine Probleme zu schreiben, sei wie Du bist und tausche dich mit Anderen aus. Du bist nicht alleine! Hilfe zur Community gibt es hier. Hilfe bei Sehschwierigkeiten gibt es hier. Hinweis: Die Community ist kein Ersatz für professionelle Hilfe! Im Krisenfall wendet euch bitte an einen Krisendienst!

 

Kleinanzeigen Inserate Christliche Community Internationale Singlebörse Pflegejobsuchmaschine

 
Foren  ›  Allgemeines  ›  Dich der Community vorstellen
 

Selbstmordgedanken

Hallo!

Ich bin 50, weiblich, Mutter eines Sohnes(19), habe eine geregelte Arbeit, komme finanziell ganz gut aus, habe zwei Katzen, es geht mir also gut!

Und trotzdem: seit ca. drei Jahren denke ich an Selbstmord!

Ich war schon in der Psychiatrie, hatte schon Psychotherapie, skills Training ( wegen  Selbstverletzung ), sozusagen- das ganze Programm,

Und, geändert hat sich NICHTS!!!!

Die Frage ist schon lange nicht mehr ob oder nicht, auch nicht wie und wo, nur noch WANN!

Wann geht nichts mehr, wann kann ich es nicht mehr hinauszögern, wann lasse ich endlich meinem Gefühl die Oberhand, um mich zu töten!

Ghia das zu lesen tut mir sehr leid!! 

Kennst Du den Auslöser für Deinen Wunsch.  Machst du im Moment auch noch Therapie? 

Ich freue mich das du den Weg hierhin gefunden hast und Danke Dir das du uns ein kleinen Stück von deinem Leben zeigst. 

Vielen hilft es ein wenig sich mal alles von der Seele zu schreiben! Hier findest du ein offenes Ohr! 

LG Engelchen

Hallo

Bei mir wurde vor drei Jahren Brustkrebs diagnostiziert und das war wohl der Auslöser.

Ich habe voriges Jähr die Brustkrebstherapie abgebrochen, weil ich damit überhaupt nicht zurecht gekommen bin,

Ich habe eine Hormontherapie bekommen, deren Nebenwirkungen mich extrem belastet haben.

Außerdem wurden meine Äußerungen dazu kaum ernst genommen, nach dem Motto: Wenn es den Krebs bekämpft, musst du alles in Kauf nehmen!

Durch die Hormontherapie war ich nervlich so fertig, dass ich einen Nervenzusammenbruch bekommen habe und in der Psychiatrie gelandet bin.

Nachdem mir auch die nicht helfen konnten, habe ich , wie schon erwähnt, die Brustkrebstherapie abgebrochen, und es geht mir seitdem tatsächlich 

nervlich besser!

Aber trotzdem ist der Wunsch zu sterben, bzw. mich zu töten, nach wie vor vorhanden, und wird von Mal zu Mal größer!

Wie sieht denn dein gesundheitlicher Zustand jetzt aus? Ist der Krebs bekämpft? 

Es ist schwer mit solch einer Diagnose zu leben! Und wenn man nicht ernst genommen wird ist es um so schlimmer. 

Wann hast du das letzte mal etwas für Dich getan? Versuche mal auch die kleinen positiven Momente im Leben war zu nehmen. Oft vergisst man diese komplett und sieht nur noch das Negative. Du darfst mir glauben, ich weis wovon ich Rede. 

Du hast einen Sohn und er braucht seine Mama! Und wenn sie noch so erwachsen sind, Kinder brauchen ihre Eltern. Er liebt Dich!!! DU WIRST GEBRAUCHT!!!!!!!!

Oja, das kenne ich!  Dein Sohn braucht dich, du kannst ihn doch nicht alleine lassen!

Mein Grund, seit drei Jahren, mich nicht zu töten. Obwohl ich, besonders voriges Jahr, nur einen Hauch davon entfernt war!

Es war damals der Gedanke an meinem Sohn, der mich davon abgehalten hat!

Aber, ich kann nicht den Rest meines Lebens leiden, damit es ihm gut geht!

Das geht auf Dauer nicht!

Der Krebs ist ein wankelmütiger Geselle! Kann sein, dass er nicht wieder kommt, ob mit, oder ohne Therapie.

Kann aber auch sein, dass er wieder irgendwo im Körper auftaucht, das weiß man nie.

Aber, ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass der Krebs schneller sein wird als ich!

Geht es danach, was ICH will, wäre ich schon tot!

Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn man die Hand nach dem Tod ausstreckt, und das einzige Gefühl in dir ist   -   SEHNSUCHT!

ja ich kenne es und stand selbst schon an diesem Punkt! 

Ich weis genau die du dich fühlst!!!! 

Gerne würde ich dich einmal in den Arm nehmen!! Es macht mich sehr traurig zu lesen wie wenig du noch von dir hältst!! Du sollst nicht nur für deinen Sohn am Leben bleiben.

Bekommst du noch. Medikamente ? Könntest du dir Vorstellen warum der Wunsch jetzt so stark ist? 

Nein, ich nehme keine Medikamente, ich glaube auch nicht daran! Sie könnten auch bloß die Symptome verdecken aber die Ursache nicht.

Meine ersten Selbstmordgedanken hatte ich mit, hmm 13 Jahren! Und seitdem kamen sie immer wieder, mal stärker, mal weniger stark.

Du siehst, das ist eine lange Zeit, vielleicht zu lange!

Ich habe mein Leben lang gekämpft, um am Leben zu bleiben! Aber jetzt habe ich langsam genug! Ich bin müde, Gott bin ich müde!!

Gäbe es nur mich, würde ich keinen Augenblick zögern!

Hallo,

Das ist harter Tobak, was ich hier lese... Ich will schon seit meinem 5. Lebensjahr lieber tot als lebendig sein, das sind zwar nicht so viele Jahre, wie bei dir, aber im Verhältnis, bestimmt es schon einen größeren Teil meines Lebens, bzw. Begleitet mich dieser Wunsch oder das Gefühl.

Ich könnte mir vorstellen, dass es die Angst ist, dass der Krebs zurück kommt und du vielleicht nicht mehr im Stande sein wirst, dich von dem Leid selbst zu erlösen? Bitte korrigiere mich, falls das nicht so ist.

Natürlich ist es immer leicht zu sagen, dass man den endgültigen Schritt nicht gehen soll/kann/darf wie auch immer, wegen den Kindern. Man kann es nicht mehr hören, dass verstehe ich, aber meinst du nicht, dass allein schon die Tatsache, dass er weiß, dass du Krebs hast, genug Leid für ihn darstellt? Hast du daran gedacht, was es für ihn bedeutet, wenn dann auch noch der Suizid dazu kommt? Du würdest nicht nur ein Leben damit kaputt machen...

Ich kenne dein Verhältnis zu deinem Sohn nicht, aber und ich spreche aus eigener Erfahrung, wäre es nicht besser, sie würden irgendwann den "Deckel zu machen" und du wüsstest schon vorher, dass dein Sohn dich in guter Erinnerung behalten wird? Ist es daher nicht viel erstrebenswerter, die Zeit die du hast zu nutzen, um ihm die Erinnerung an eine Mutter zu schenken, die den Kopf nicht in den Sand gesteckt hat? Die erhobenen Hauptes ihrem Schicksal ins Gesicht geschaut hat, gekämpft hat, sich evtl. Auch noch den ein oder anderen Traum erfüllt hat?   Wenn du dann irgendwann gehen musst, wird er daran wachsen und etwas daraus lernen und kann deinen Tod besser verkraften und verarbeiten, da ihm wundervolle Erinnerungen den Rest seines Lebens begleiten werden.

Ich persönlich, fände das als Dein Kind schöner, als dich evtl. Auch noch selber zu finden... Mit aufgeschnittenen Pulsadern, oder mit dem Föhn in der Badewanne oder was es halt sonst noch so gibt. Ich hätte demzufolge ein schlechtes Bild von meiner Mutter, das aus Hass, Wut und Verzweiflung gezeichnet wurde... Willst du wirklich, dass sich dein Sohn so an dich erinnern wird? Ich kann es mir nicht vorstellen und denke (und bin froh darüber), dass du deshalb den Weg hier her gefunden hast.

Ich kann auch verstehen, dass dieses Verlangen nach Selbstmord immer größer wird. Es wird auch nie aufhören. Man kann es auch nicht verdrängen... Ich finde man sollte dieses Gefühl wahr nehmen, in sich gehen und fragen warum dieses Gefühl ausgerechnet jetzt so präsent ist und an einer Lösung arbeiten. Das ist nicht immer einfach... Mich selbst hat es damals meinen Traumjob gekostet... Und ich wäre lieber gestorben, als meinen Job aufzugeben. Aber was macht es für einen Sinn vor der bestimmten Zeit zu gehen? Eigentlich will man leben... jeder der was anderes sagt, belügt sich in meinen Augen selbst, denn sonst würde man meiner Meinung nach keine Kliniken, Therapien, Medikamente etc. Auf der Welt brauchen... Jeder würde gehen, wenn er "keinen Bock" mehr drauf hat... Wir wollen leben... doch wegen Steinen, Felsen und auch ganzen Gebirgsketten, die uns in den Weg gelegt werden, bekommen wir das Gefühl, fehl am Platz zu sein, keine Daseinsberechtigung und ähnliches zu haben. Und wenn es auch der Mount Everest ist, der da vor uns zu stehen scheint, - findet man das richtige "Werkzeug", kann man auch den hinter sich lassen.

Ich hoffe, ich konnte dich etwas zum nachdenken bewegen, dass du die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten wirst. Ein Rückschlag kann, wenn man sich einen kräftigen Ruck gibt, zu einem starken Rückenwind werden, man muss es sich nur erlauben...

Es liegt meistens an anderen, warum wir leiden, aber nur wir selbst haben die Macht und die Kraft zu entscheiden, wie wir damit umgehen und in wie weit wir einem anderen Menschen erlauben uns zu zerstören....

LG Shavara

Liebe Shavara!

Ich gebe dir in allen Punkten Recht. Die Gründe, am Leben zu bleiben, sind gute und richtige Gründe. 

Es sind Gründe, die ich mir selber immer wieder vorsage!

Dass ich mich lieber selbst töten würde, um dem Krebs keine Chance zu lassen, es zu tun, ist jedoch so nicht ganz richtig.

Es wäre für mich leichter, denn dann könnte mir keiner vorwerfen, mich selbst getötet zu haben!

Aber, ich fühle, dass die Zeit knapp wird.

Ich bin innerlich zerrissen! Während der Verstand genau diese Argumente vorbringt, um am Leben zu bleiben, will das Gefühl, das ich mich töte!

Manchmal flüstert es, aber immer öfter brüllt es in meinem Inneren! 

Ich versuche jetzt schon seit drei Jahren irgendwie einfach, am Leben zu bleiben, aber je mehr ich es versuche, je länger ich kämpfe, desto

mehr fühle ich, dass ich verliere!

Du solltest mal in Erwägung ziehen, nicht einfach nur "am leben zu bleiben" sondern die Zeit, die dir noch bleibt, in vollen Zügen genießen. Dinge tun, die dir gut tun. Die du gerne machen willst... Die Mutter meines Ex Freundes z.B. hat noch ihren Motorrad Führerschein gemacht, ihr Mann hat ihr dann eins gekauft und sie sind noch ein letztes mal quer durch Deutschland gefahren... Sie hatte den richterschein in ihrem Schützenverein gemacht... lauter Kleinigkeiten, aber sie hat die Letze zeit genutzt und sich nicht unterkriegen lassen... Sie hatte im übrigen auch Brustkrebs und hat den Kampf vor 10jahren, im alter von44 Jahren verloren. Sie war nur meine Schwiegermutter in Spe, aber trotzdem habe ich sie sehr sehr gerne gehabt und hatte sie auf ihrem letzten abschnitt begleitet und ich bewundere diese frau um ihre stärke und ihren Mut nicht aufzugeben. Ich wünsche mir für dich, dass du das auch schaffst 

Danke Shavara für deine Antwort!

Vielleicht schaffe ich es ja!  Wer weiß!?

Ich wünsche es mir sehr für dich, dass du es schaffst, noch das beste aus deiner zeit zu machen... Und lass das ritzen,( bin selber von oben bis unten vernarbt) und das klingt komisch aber trage deine wunden mit würde. Sie sind jetzt ein teil von dir, und sich derer zu schämen ist Zeitverschwendung. Was natürlich nicht heißen soll, dass du sie jedem unter die Nase reiben musst... Es wird sowieso kaum einer Notiz davon nehmen, wenn du z.B. im Schwimmbad bist