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Selbstverletzung erst spät begonnen!

Hallo!

Ich bin sozusagen eine atypische "Selbstverletzerin" 

Ich habe vor ca. drei Jahren begonnen, und davor kein einziges Mal daran gedacht, mich zu verletzen!

Ich muss dazu erklären, dass ich 50 Jahre alt bin!

Mein bevorzugtes "Instrument" ist die Rasierklinge. Ich habe mich aber auch schon mit einem " Holzknüppel" geschlagen.

Als ich mich das erste Mal, geritzt habe, ist mir schlecht geworden, weil der Kreislauf da nicht mitmachte.

Mittlerweile passiert mir das nicht mehr!

Das Fatale am Ritzen ist bei mir, dass es beides in mir " befriedigt". Ich kann Täter und Opfer in einem sein!

Ich kann eine, ganz tief in mir vorhandene, Wut herauslassen und gleichzeitig mich" bestrafen",

Das Negative am Ritzen ist, dass du dich noch mehr von den anderen zurückziehst!

Ich gehe, zum Beispiel, nicht mehr Schwimmen, weil meine Oberschenkel lauter Narben haben.

Ich gehe nicht mehr, freiwillig, zum Arzt, zumindest nicht zum Gynäkologen, denn der würde auch die Narben sehen!

Es ist ein Teufelskreis! Du versteckst dich vor den anderen, bist frustriert, und schon hast du wieder einen Grund, dir wehzutun!

Denn das ist es bei mir! Ich tue mir ( meinem Körper) weh, weil der Schmerz im Inneren zu groß ist!

Und da ich mich, mit meinen Narben, sowieso nicht mehr sehen lassen kann, greife ich erst recht, wieder zur Klinge!

Keine Ahnung, wie das enden wird.ä

Hallo Ghia,

weißt Du noch warum Du damit begonnen hast?

Hast Du es schon mal mit Alternativen versucht?

LG

Gib Dich Nicht Auf!

Ja, ich habe in einem Buch davon gelesen, und irgendwie habe ich es dann einfach probiert.

Und was soll ich sagen, es war einfach genau das für mich, was "gepasst" hat! 

Wie ich schon erwähnte, Täter und Opfer zugleich! Nichts kann das toppen!

Auch jetzt möchte ich die Klinge in die Hand nehmen!

Warum ich es nicht tue?  Hm. Letzter Rest von Beherrschung, das Wissen,dass es letztendlich das Gefühl in meinem Inneren nicht vertreiben kann!

Alternativen? Natürlich habe ich die. Ich hatte schon zweimal ein "skills Training". Ich lese viel, gehe raus, fernsehen auch eine Möglichkeit.

Ich versuche Alkohol zu meiden, denn der verstärkt bei mir den Wunsch, am schlimmsten Alkohol und Musik! 

Irgendwann werde ich mich nicht mehr nur verletzen! Alkohol und Musik und schon steht der Tod neben mir!

Ich habe mir sogar schon das Lied ausgesucht, dass ich hören werde, wenn es soweit ist! Mein " Sterbelied" quasi,

Tja, aber ich weiß ja, was gefährlich für mich ist, und darum meide ich es, solange es geht, es geht halt nicht immer!

Hallo Ghia,

was quält dich denn so, dass du dich selbst verletzen muss?

hg

Was ist Liebe? Dasselbe wie Hass, wenn du nicht aufpasst!!

Hallo  Cyborg

Was mich quält?

Tja, wo fang ich an.

Ich bin in einem Heim aufgewachsen und hatte schon als Kind sehr viele Ängste, und ich fühlte mich auch sehr einsam, trotz der

vielen Kinder, die dort waren.

Als ich vor drei Jahren die Diagnose Brustkrebs bekam, ist das alles irgendwie wieder hoch gekommen.

Und natürlich ist da auch eine Wut in mir, und eine generelle Enttäuschung über mein Leben.

Ich musste, nach mehr als 20 Jahren derselben Tätigkeit,meine Arbeit aufgeben, und wieder völlig von vorne anfangen,

Ich habe, ganz allein, meinen Sohn aufgezogen, keine Eltern, kein Kindsvater, niemand der mir geholfen hat,

Ich hatte Probleme mit der  Brustkrebstherapie, die keiner ernst genommen hat.

Da kann man wohl einen gewaltigen Frust bekommen, und der muss auch wieder raus, sonst platzt man!

Jedenfalls, seitdem bin ich am kämpfen, und bin immer noch nicht sicher, soll ich mich für oder gegen mein Leben entscheiden!

Guten Morgen, Ghia,

vielen dank für deine offenheit und dass du den dialog mit mir aufnimmst.

soweit es deine biographie betrifft, möchte ich dir sagen, dass du damit nicht alleine bist. wenn du möchtest, kannst du die beiden teile, die ich von mir bisher preisgegeben habe, hier nachlesen. es wird dir deinen schmerz, deine wut, deine verzweiflung, deinen hass nicht nehmen, aber vielleicht mildert es deine einsamkeit zu wissen, dass auch ich darunter leide, wie mein leben verlaufen ist. deshalb bin ich hier, in therapie und das immer wieder. seit nunmehr 17 jahren.

ich weiß, wie anstrengend es ist, jedes mal von vorne beginnen zu müssen, weil ein therapeut (sächlich) nicht bereit ist, auf einen hilfesuchenden so einzugehen, wie dieser es braucht. wie unter den ärzten gibt es viele kompetente, aber die meisten können und wollen sich nicht empathisch auf ihre patienten einlassen, denn dann müssten sie das mitgefühl für die gequälte seele empfinden, die da vor ihnen sitzt. sie sehen den biologisch erwachsenen vor sich sitzen, nicht das kind in ihm, das einst hilflos und ohnmächtig den widrigen umständen ausgeliefert war, an denen es zu allem überfluss auch noch unschuldig war.

wie gesagt: es ist ein widerwärtig langer weg zu diesem inneren kind, eben weil es so lange dauert, den richtigen reisebegleiter zu finden. denn nur du kannst wissen, in welche regionen du deinen begleiter führen musst, damit dieser weiß, wo er ansetzen kann. nicht er macht die ganze arbeit, sondern du. er ist "nur" eine stütze dabei. er wird dein "wissender zeuge" werden, für all das, was man dir angetan hat. und ich glaube, das dieses kind in dir sehr genau weiß, wem es dann vertrauen kann.

wie auch immer: du bist nicht allein mit allem was dich umtreibt.

grüße

Was ist Liebe? Dasselbe wie Hass, wenn du nicht aufpasst!!

Danke für deine Antwort

Ich bin sogar sicher, nicht allein mit meinem Schicksal zu sein, und ich glaube auch,es gibt viel Schlimmeres, als das, was ich erlebt habe!

Aber dieses Wissen kann mein Gefühl nicht ändern! Ich kann nur versuchen, es, solange es geht, auszuhalten!

Meine Therapeutin hatte sogar viel Empathie für mich, ich hatte nur einfach das Gefühl, dass alles im Gründe nichts nützt, weil ich einfach nicht mehr

aus dem Tief herauskomme! 

Seit drei Jahren, seitdem der Gedanke, mich zu töten, erst richtig konkret geworden ist, seitdem versuche ich, einfach wieder halbwegs normal leben zu können,

einfach leben, nur ganz normal leben, und immer wieder und wieder und wieder wirft mich mein "Gefühl" an den Anfang zurück!

Und dann stehe ich da und merke, es hat sich NICHTS geändert! 

Nur ein Moment der Schwäche, einmal nicht das Gefühl im Griff, und schon ist die Klinge in der Hand und die Sehnsucht nach................

Drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit, wenn man gegen sich selbst kämpfen muss!!

 

Danke für deine Antwort

Ich bin sogar sicher, nicht allein mit meinem Schicksal zu sein, und ich glaube auch,es gibt viel Schlimmeres, als das, was ich erlebt habe!

ich denke, dass nur du beurteilen kannst, wie schlimm das war, was dich so an diesen abgrund geführt hat. sprichst du vom brustkrebs oder war es ein trigger, der eine "erinnerung" in dir ausgelöst hat, gleich welcher natur diese auch sein mag?

Aber dieses Wissen kann mein Gefühl nicht ändern! Ich kann nur versuchen, es, solange es geht, auszuhalten!

ich habe auch nichts davon erwähnt. ich hatte nur die hoffnung, dass sich deine einsamkeit etwas verringert. von einer änderung habe ich nie gesprochen.

Meine Therapeutin hatte sogar viel Empathie für mich, ich hatte nur einfach das Gefühl, dass alles im Gründe nichts nützt, weil ich einfach nicht mehr

aus dem Tief herauskomme!

Wie sieht das bei dir aus? 

Seit drei Jahren, seitdem der Gedanke, mich zu töten, erst richtig konkret geworden ist, seitdem versuche ich, einfach wieder halbwegs normal leben zu können,

einfach leben, nur ganz normal leben, und immer wieder und wieder und wieder wirft mich mein "Gefühl" an den Anfang zurück!

Meinst du dein inneres, verletztes kind, mit seiner forderung? (s. deinen anderen beitrag, in dem du dieses "Gefühl" auch schon erwähnt hast)

Und dann stehe ich da und merke, es hat sich NICHTS geändert!

Aber du bist hier. Hat du dich jemals in deinem leben so deutlich und lebendig geäußert wie hier?

Nur ein Moment der Schwäche, einmal nicht das Gefühl im Griff, und schon ist die Klinge in der Hand und die Sehnsucht nach................

Ja

Drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit, wenn man gegen sich selbst kämpfen muss!!

Ja

 nur zur erklärung: ich habe große mühe dir zu folgen, deshalb an dieser stelle so viele fragen.

Was ist Liebe? Dasselbe wie Hass, wenn du nicht aufpasst!!